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Region Cham
Sonntag, 23. September 2018 23° 8

Vortrag

Artenvielfalt eine wichtige Aufgabe

Susanne Deutschländer referierte beim OGV.

Gisela Kulzer bedankte sich bei Susanne Deutschländer für den kurzweiligen Vortrag mit einer „Tüte voll Gesundem“. Foto: Fuchs
Gisela Kulzer bedankte sich bei Susanne Deutschländer für den kurzweiligen Vortrag mit einer „Tüte voll Gesundem“. Foto: Fuchs

SCHILLERTSWIESEN.„Der Natur nicht nur was nehmen, sondern ihr auch etwas geben“, das forderte die Kreisfachberaterin Susanne Deutschländer vom Amt für Gartenbau und Landespflege bei der Jahresversammlung des Obst- und Gartenbauvereins im Gasthaus Hahn. Sie hatte hierzu auch eine Reihe von positiven, aber auch negativen Dias über die Gestaltung von Gärten mitgebracht entsprechend dem Motto: „Wohlfühlraum für Mensch und Natur, der naturnahe Garten als Lebensraum“. Mit Stauden, so Susanne Deutschländer, bringt man das ganze Jahr Farben rein. Die herrliche Natur machte allen Lust auf Frühling und Sommer.

Gärten prägen die Lebensqualität entscheidend und leisten einen wirkungsvollen Beitrag zur ökologischen Vernetzung im gesamten Siedlungsbereich von Dörfern, betonte sie in ihrem Vortrag. Jeder Gartenbesitzer kann dazu beitragen, der bedrohten Natur zu helfen, er kann sich sein eigenes „Naturschutzgebiet“ im Kleinen schaffen. Unsere Gärten stellen ein nicht zu unterschätzendes Reservoir an Möglichkeiten dar, betonte sie. Es muss nur richtig genutzt werden.

Gärten sind als grüne Elemente im Wohnumfeld für viele Menschen die wichtigste Verbindung zur Natur. Naturnahe und erlebnisreiche Gärten erhalten eine immer größere Bedeutung angesichts des Artenschwundes, der auch im ländlichen Raum zu verzeichnen ist. Die Beschäftigung mit Pflanzen, so Deutschländer, fördert zudem die Lebensfreude und das Wohlbefinden. Gärten naturnah zu gestalten erfordert unser Umdenken.

Der naturnahe Garten soll Lebensraum sein für eine möglichst große Anzahl von Tier- und Pflanzenarten. Gärten können durch die Anlage von Hecken, Blumenweisen, Feuchtbereichen, Totholzhaufen und Trockenstandorten in Form von Trockenmauern oder Lesesteinhaufen wertvolle Bestandteile in einem grünen Netz verschiedenster Lebensräume sein. Die Hecke, bestehend aus heimischen Gehölzen, bestimmt als wichtigstes Gestaltungselement das Gesicht unseres naturnahen Gartens. Sie gewährt auch Wind- und Sichtschutz.

Blumenwiesen stellen ein lebendige Alternative zu artenarmen Rasenflächen dar. Bienen, Wildbienen, Hummeln und zahlreiche weitere Insekten benötigen artenreiche blühende Flächen, Sie spannte den Bogen bis zu Wildblumenmischungen. Die oftmals kahlen Fassaden und Fronten großer Gebäude von Scheunen, alten Silos und Lagerhäusern, bieten zum Anbringen von Nistmöglichkeiten für Vögel oder Fledermäuse hervorragende Möglichkeiten. Die Begrünung von kahlen Hauswänden verbessert die Lebens- und Umweltverhältnisse und bringt zudem viele Vorteile für die Insekten und Vogelwelt.

Der Erhalt der Artenvielfalt zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Gegenwart. Der Mensch sollte seine Verantwortung gegenüber der Natur erkennen und den nachfolgenden Generationen eine intakte Tier- und Pflanzenwelt hinterlassen.

Besonders im eigenen Garten hat jeder die Möglichkeit, seinen Beitrag zu leisten. (rsu)

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