MyMz
Anzeige

Handball

ASV Cham löst Pflichtaufgabe souverän

Der ASV setzt sich gegen HaSpo Bayreuth II am Ende mit 32:17 (14:9) durch. Der Gegner bricht in Hälfte zwei ein.
von Thomas Mühlbauer

Matyas Mandaus und die Chamer hatten nach der Pause leichtes Spiel mit dem Tabellenvorletzten HaSpo Bayreuth II.  Foto: Simon Tschannerl
Matyas Mandaus und die Chamer hatten nach der Pause leichtes Spiel mit dem Tabellenvorletzten HaSpo Bayreuth II. Foto: Simon Tschannerl

Cham.Die Pflichtaufgabe souverän gelöst hat der ASV Cham gegen das Kellerkind aus Bayreuth. Vergessen ist damit der unnötige Punktverlust aus der Vorrunde. Am Ende stand auf der Anzeigentafel ein 32:17 (14:9)-Heimsieg. Doch so klar, wie es das Ergebnis aussagt, war der Spielverlauf in der ersten Hälfte nicht.

HaSpo Bayreuth II wollte es mit den Chamern aufnehmen und ging das hohe Tempo, welches die Chamer anschlugen zunächst mit. Die Zuschauer sahen eine offene Partie, in der beide Seiten viele Fehlwürfe produzierten. In der siebten Minute beim Stand von 3:3 war die Partie zum letzten Mal ausgeglichen.

Viele Zeitstrafen beim ASV

Die Chamer konnten sich nicht absetzen, da sie immer wieder Zeitstrafen, die teilweise strittig waren, kassierten. Binnen kürzester Zeit wanderten Kagermeier und Steif auf die Bank, doch auch in Unterzahl gelangen Tahovsky die Treffer zum 5:3 und 6:4. Bayreuth ging so nach wie vor das Tempo des ASV mit, allerdings schafften es die Hausherren nun immer wieder, sich schneller durchzusetzen. Mit Toren von Steif und Maier baute der ASV den Vorsprung auf 8:4 aus. Die Bayreuther nahmen die Auszeit und kamen mit zwei Treffern in Folge, begünstigt durch ASV-Fehlwürfe auf 8:6 heran.

Direkt nach dem Treffer bekam Steif seine zweite Zwei-Minuten-Strafe. In der Unterzahl vergab der ASV Cham seinen Angriff, doch Goalie Bistrian verhinderte mit einer Parade den Anschlusstreffer. Es blieb spannend, weil Cham auch immer wieder Fehlwürfe aus dem Rückraum produzierte und nicht zum gewohnten Spiel fand. Vor allem im Angriffsspiel fehlten –ohne Soukup – oftmals die zündenden Ideen. In der 24. Minute verkürzte Lauterbach auf 9:8. Chams Trainer Turecek reagierte und versammelte seine Mannschaft um sich. Das zeigte scheinbar Wirkung, denn in den letzten sechs Minuten bis zur Pause gelang den Chamer eine komfortable 14:9-Führung.

In der Pause fand Turecek scheinbar endgültig die richtigen Worte, denn die Chamer waren nun vor allem in der Abwehrarbeit nicht wiederzuerkennen. Hier packten sie nun entschlossen zu und ließen fast gar nichts mehr zu. Mit Treffern von Orlovsky, Steif und Mandaus, jeweils nach Gegenstößen nach Ballgewinnen in der Abwehr, war zur 34. Minute beim Stand von 17:9 die Vorentscheidung gefallen.

Das Kellerkind resigniert

Selten zuvor haben die Zuschauer in Cham eine Mannschaft gesehen, die sich so aufgibt wie die Mannschaft aus Bayreuth. Denn bei den Franken klappte nun überhaupt nichts mehr, und auch in der Rückwärtsbewegung nach Ballverlusten ließen sie jeglichen Einsatz vermissen. Innerhalb von fünf Minuten liefen Kagermeier, Orlovsky, Mandaus und Steif jeweils alleine auf den Bayreuther Keeper zu und versenkten den Ball eiskalt gegen den bedauernswerten Tannreuther.

In der 38. Minute stand auf der Anzeigentafel ein 21:10. ASV-Trainer Filip Turecek wechselte nun durch. Die erste Reihe um Tahovsky, Steif und auch Bistrian durften dann schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt ihren Arbeitstag beenden und auf der Bank Platz nehmen und ihre Kräfte schonen, denn spätestens nächsten Sonntag wartet eine andere Hausnummer auf die Chamer.

Allerdings war in den letzten Minuten kein wirklicher Leistungsabfall bei den Chamern erkennbar, denn Bayreuth agierte konfus und warf aus allen Positionen, so dass die Bälle oft eine leichte Beute von Schindler wurden. Dann ging es ganz schnell nach vorne, wo die Chamer schon warteten und alleine auf den Bayreuther Keeper zulaufen konnten. Wittmann stellte in der 55. Minute der auf 32:15. Die Chamer blieben in den letzten Minuten ohne Torerfolg, da sie im Angriff die ein oder andere Spielvariante ausprobierten, die zu Ballverlusten führte. Im letzten Angriff parierte Schindler gegen Wiesent, so dass es beim 32: 17 blieb.

Trainerstimme und Statistik

  • Filip Turecek (ASV Cham):

    „Bayreuth hat am Anfang gut mitgehalten und die Angriffe lange ausgespielt. So sind wir nicht ins Tempo gekommen, wobei wir auch viele Fehlwürfe produziert haben. Das müssen wir verbessern. In der zweiten Hälfte hat Bayreuth komplett die Kraft verlassen und es war sehr einfach für uns. Es war ein super Test für uns, weil alle Spieler Einsatzzeit bekamen.“

  • ASV Cham:

    Bistrian, Schindler – C. Selmer, Graßl, Klima (1), Tahovsky (3), Maier (2), Eiselt, Mandaus (5), Orlovsky (6/3), Wittmann (6), Steif (7), Kagermeier (2).

  • HaSpo Bayreuth II:

    Kropf, Tannreuther – Koch, Commes (1), Höpp (3), Kroh, Seuß, Müller (2), Lauterbach (4), Balwinski (3), Berghammer (2/1), Eroymak (2/1), Wiesent.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht