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Gesellschaft

Athletendisco: „Lam schreibt man ohne H“

Die Behindertensportler und ihre Betreuer lassen im Dimpfstadl Dampf ab und feiern ihre Special-Olympics-Medaillen kräftig.
Von Maria Frisch

Die Lohberger Behindertensportler feierten ihre Medaillen.Foto: kfe

Lam.Wohl selten ist der Lamer Dimpflstadl so proppenvoll gewesen wie bei der Athletendisco anlässlich der Special Olympics am Mittwochabend. Vor allem auf der Tanzfläche wuselte es nur so von Sportlern, die nach dem Skitag so richtig Dampf ablassen wollten. Kaum hatten Petra & Max zu ihrem Instrumentarium gegriffen, drangen Hits am laufenden Band an die Ohren der Athleten und versetzten sie in Tanzlaune.

„Seid’s Ihr guad drauf?“, erübrigte sich eigentlich als Frage von Petra. „Eh klar. Mir gemma Gas“, war darauf aus dem Pulk zu hören und ein Durchkommen war fast nicht mehr möglich.

Bürgermeister Klaus Bergbauer war es ein Bedürfnis, im Namen der Marktratskollegen, der Mitarbeiter aus der Tourist-Info und dem Bauhof, der beteiligten Vereine aus dem Lamer Winkel und des Hausherrn Alois Dimpfl alle Sportler mit ihren Betreuern herzlich willkommen zu heißen. Eingeschlossen waren sowohl die Bajuwaren als auch die Gäste aus dem übrigen Deutschland, Österreich, Lichtenstein und der Schweiz. Der Dank für dieses einmalige Event lag nach den Worten von Bergbauer der gesamten Lamer Bevölkerung auf dem Herzen. „Wir sind restlos begeistert von Euch. Ich hoffe, Ihr kommt jetzt jedes Jahr zum Urlaubmachen zu uns“, scherzte der gut aufgelegte Rathauschef.

Die Freude war ihm auch darüber ins Gesicht geschrieben, dass die meisten, die an einem Strang gezogen hatten, bei der Athletendisco vorbeischauten, namentlich erwähnte der Redner den Bürgermeister-Stellvertreter aus Neukirchen, Markus Müller mit Frau, den Vertreter aus dem Landratsamt, Karl-Heinz Soelch mit Frau, SV-Spartenleiter Walter Heitzer, der federführend „das Wunder von Rittsteig fabriziert hat“ – eine weiße Rennstrecke auf der grünen Wiese. Dankesworte galten ebenso den Vertretern von Special Olympics, Manuela Brehmer, Sebastian Stuhlinger und Carsten Schenk, die mit den Leuten vor Ort die Fäden gezogen hatten. „Ohne diese Solidarität wäre nichts gegangen“, war sich Bergbauer bewusst und legte den Gästen ans Herz: „ Ihr seid hier in Lam, wo sich etwas rührt. Lam schreibt man nämlich ohne H“, betonte der Gemeindechef. Vieles, was hier geboten wird, trägt die Handschrift der Wirtegemeinschaft.

Dann war die Bühne freigegeben. Wohl so mancher Vereinsvorsitzender musste sich eingestehen, dass so ein Stimmungspegel lange nicht mehr erreicht wurde und sicher seinesgleichen gesucht.

Menschen mit geistiger Behinderung werden eben oft unterschätzt, auch in ihrem Bedürfnis, eine Riesenfete zu geben und es ordentlich krachen zu lassen.

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