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Region Cham
Donnerstag, 24. Mai 2018 22° 8

Leben

Auch im hohen Alter zu Hause leben

Beim Bauernverband gab es praktische Tipps für Senioren.

Die Bauernverbands-Vertreter dankten den Referenten. Foto: czf

Pemfling.Gemeinsam mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) organisierte der Bayerische Bauernverband (BBV) Cham für alle Austrägler einen Seniorentag. Seniorenbeauftragte und Ehrenkreisbäuerin Johanna Fischer sowie Kreisbäuerin Rosmarie Maier konnten im Gasthaus Maier in Pemfling über 60 Senioren begrüßen.

Der Sicherheitsbeauftragte Peter Dirscherl von der SVLFG ging in seinem Referat auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz im Alter ein. „Vor zwei Jahren haben wir das Projekt ‚Trittsicher durchs Leben‘ gestartet. Insgesamt wurden in den 47 Pilotlandkreisen 1700 Kurse durchgeführt. Alleine im Landkreis Cham wurden 33 Kurse angeboten.“ Die Kurse sollen den Senioren helfen, Stürze zu verhindern und dabei unterstützen bis ins hohe Alter selbstständig und unabhängig bleiben zu können. „Auch 2018 können Sie das Kursangebot ‚Trittsicher durchs Leben‘ kostenlos in Anspruch“, sagte Peter Dirscherl.

Nachmittags ging es um altersgerechtes Wohnen und welche Sturzgefahren in einer Wohnung für ältere Menschen lauern. Die Wohnraumberaterin Marion Zaspel von der Seniorenkontaktstelle des Landratsamtes ging zunächst auf mögliche Stolperfallen in der Wohnung ein. „Entfernen Sie Teppiche und Läufer oder sichern diese durch Antirutschmatten oder doppelseitigen Klebeband an den Ecken, damit sie nicht zu Stolperfallen werden“, erklärte sie. „Ebenso wichtig ist eine gute Beleuchtung“, setzte sie ihre Ausführungen fort. Weiter gab sie den Senioren den Rat: „Wenn Sie beim Aufstehen Schwierigkeiten haben, passen Sie die Sitzhöhe durch ein Kissen an oder benutzen Sie eine Aufstehhilfe“. Wenn aber bereits größere gesundheitliche Einschränkungen etwa durch Schlaganfall vorliegen, können Hilfsmittel den Alltag erleichtern. „Pflegebett, Badewannenlift, Duschstuhl und Rollstühle werden von der Krankenkasse bezahlt“, erklärte die Beraterin. „Auch bei Umbaumaßnahmen übernimmt die Pflegekasse bis zu 4000 Euro. Der Antrag muss aber vor Beginn der Maßnahme mit einem Kostenvoranschlag eingereicht werden“, führte sie aus.

Die Wohnraumberaterin wies die Zuhörer außerdem auf ein Baudarlehen der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt hin. Dieses kann über das Landratsamt beantragt werden. Neben Einkommensgrenzen muss die begünstigte Person einen Schwerbehindertenausweis von mindestens 50 Prozent vorlegen können und die Baumaßnahme darf grundsätzlich noch nicht begonnen haben. Beraterin Martina Pfeilschifter stellte Hilfsmittel vor, die den Alltag erleichtern. So helfen Teller mit schiefem Grund, Besteck mit Softgriffen und gebogene Löffel oder ein Kippgestell für Kaffeekannen das tägliche Leben auch ohne ständige Hilfe von Angehörigen zu meistern. Die Damen vom Landratsamt boten den Anwesenden an, dass diese jederzeit mit Ihnen Kontakt aufnehmen können. „Unsere Beratung ist kostenlos und neutral“, gaben sie zu verstehen. (czf)

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