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Verkehr

Auf Baustellen-Tour entlang der B 85

Die Baumaßnahmen im Rodinger Stadtgebiet laufen auf Hochtouren. Die Ortsumgehung in Neubäu am See liegt im Zeitplan.
Von Thomas Mühlbauer

Derzeit wird beim Streckenbau in Neubäu am See mit Hochdruck gearbeitet. Ende 2018 ist die Verkehrsfreigabe für die Umfahrung geplant. Foto: rtn
Derzeit wird beim Streckenbau in Neubäu am See mit Hochdruck gearbeitet. Ende 2018 ist die Verkehrsfreigabe für die Umfahrung geplant. Foto: rtn

Roding.Fünf CSU-Politiker haben am Donnerstag die Baustelle zur Ortsumgehung von Neubäu am See unter die Lupe genommen. Dr. Richard Bosl vom Staatlichen Bauamt Regensburg führte MdB Karl Holmeier, MdL Dr. Gerhard Hopp, Neubäus Ortsvorsitzenden Rainer Gleixner, Rodings Vorsitzenden Michael Jobst und zweiten Bürgermeister Alfred Reger über das westliche Baufeld und informierte über den Fortschritt.

Aktuell laufen auf der B 85 im Stadtbereich Roding vier Maßnahmen gleichzeitig: die Fahrbahnsanierung zwischen Neubäu nach Altenkreith, die Restarbeiten in Wetterfeld, der zweibahnige Ausbau von Altenkreith nach Piendling und die Ortsumgehung Neubäu am See. „Das sucht bayernweit seinesgleichen“, sagte Bosl.

21 000 Tonnen Asphalt

In der kommenden Woche wird mit der Fahrbahnsanierung der B 85 zwischen Neubäu und Altenkreith begonnen. Auf einer Strecke von 4,2 Kilometern wird die Fahrbahndecke erneuert. Die Kosten betragen rund zwei Millionen Euro. Die Arbeiten dauern bis Anfang Mai und laufen unter Abwicklung einer halbseitigen Sperrung. So wird der Verkehr in Richtung Cham über die Kreisstraße Cham 23 und die B 16 umgeleitet. Durchführen wird die Arbeiten die Firma Huber aus Rötz. Insgesamt werden rund 21 000 Tonnen Asphalt verarbeitet. Wie Richard Bosl ferner informierte, wird die B85 an jenem Wochenende im April befahrbar sein, wo die A 3 für den Verkehr gesperrt ist. Denn dann gilt die B 85 als offizielle Umleitungsstrecke.

Dr. Richard Bosl (2. v. l.) stellte den Politikern das Projekt in Neubäu vor. Foto: rtn
Dr. Richard Bosl (2. v. l.) stellte den Politikern das Projekt in Neubäu vor. Foto: rtn

In Wetterfeld läuft derzeit der vierte Bauabschnitt. Dort werden die Ortsstraßen und der Kreisverkehr fertig gestellt. Wie Bosl sagte, sei dies in der Gesamtbetrachtung ein sehr gutes Projekt gewesen. Der Tunnel leide ab und zu noch unter kleinen Kinderkrankheiten. Themen, die für den Ort noch anstehen, seien in naher Zukunft die Gestaltung des Kreisverkehrs, die Sanierung der Freiherr-von-Schrenk-Straße, der Wasserabfluss bei der Staatsstraße 2040 nach Pösing, die Errichtung des Wildschutzzaunes und der Rückbau der provisorischen Behelfszufahrt zur Firma Riedl.

Zum vierstreifigen Ausbau der B 85 zwischen Altenkreith und Piendling ließ der Baudirektor wissen, dass sich die Baumaßnahme über eine Länge von 3,4 Kilometern erstreckt und circa 40 Millionen Euro kosten wird. Mit den Bauarbeiten an der Regenbrücke und dem ersten Streckenbaulos wurde im März begonnen.

In der kommenden Woche werde man schließlich voll durchstarten – mit dem Bau der Behelfsumfahrung in Roding-Ost. Die neue Brücke über den Regen wird auf der stadtnahen Seite errichtet. Zu den bisherigen Arbeiten ließ der Baudirektor wissen, dass man bei einer Durchpressung unter der B 85 auf eine Eisenerzschicht gestoßen ist, so dass das Borgerät stecken blieb und man von der Regenseite noch einmal ansetzen musste. „Das war so nicht zu erwarten“, so Bosl. Die provisorische Ampel habe sich ebenfalls bewährt und wird auch während der Bauphase bleiben. Geplant ist zudem das erste Streckenbaulos bis zur Regenbrücke bis spätestens 2020 fertig zu stellen.

Dr. Bosl als Glücksfall

  • Projekte:

    MdL Dr. Gerhard Hopp zeigte sich beeindruckt von den vielen verschiedenen Maßnahmen und den sehr komplexen Aufgabenfeldern.

  • Lob:

    Hopp ist überzeugt, dass gerade Baudirektor Dr. Richard Bosl als zuständiger Abteilungsleiter für den Landkreis Cham einen Glücksfall darstelle. (rtn)

„Wir haben in Roding eine Großbaustelle, wo an vielen Stellen gleichzeitig unter laufendem Verkehr gearbeitet wird“, berichtete Bosl. Der nächste Bauabschnitt wird sich von der Regenbrücke bis nach Altenkreith erstrecken, die Fertigstellung sei bis 2021 geplant. Allerdings wartet auf die Planer, gerade in dem Bereich um Mitterdorf, ein Nadelöhr.

Als letztes ging er auf die Ortsumfahrung in Neubäu ein, die seit November 2015 gebaut wird. Sollte alles nach Plan laufen, werde die Verkehrsfreigabe Ende 2018 erfolgen. Die Kosten für die Maßnahme, die sich über eine Länge von vier Kilometern erstreckt, werden sich auf rund 25 Millionen Euro belaufen.

Fünf Bauwerke sind fertig

Derzeit seien fünf von sechs Bauwerken fertiggestellt, das Schlüsselbauwerk befindet sich aktuell noch im Bau. Im Juli 2018 soll dieses aber ebenfalls fertig sein. Aktuell wird zeitgleich an zwei Streckenbauabschnitten gearbeitet, so dass die Fertigstellung eingehalten werden könne. Die Restarbeiten sind im Jahr 2019 vorgesehen.

MdB Karl Holmeier zeigte sich als Tierfreund und erkundigte sich nach der geschätzten Haselmaus: „Ist die Haselmaus eigentlich schon umgezogen?“ Baudirektor Richard Bosl ließ wissen, dass man die Nistkästen, die man aufgestellt hatte, bei der Öffnung leer aufgefunden habe. So schloss Holmeier daraus, dass diese wohl bereits alleine umgezogen sei.

Der Abgeordnete dankte allen Beteiligten, die die Maßnahmen betreuen und so gut umsetzen. „Wir müssen auch in den kommenden Jahren weiter investieren“, betonte Holmeier. Von Seiten des Bundes werde man auch in Zukunft versuchen, Geld zur Verfügung zu stellen. Doch dazu brauche man auch die Fachleute, die das umsetzen. Zum Glück habe man aber gerade im Landkreis Cham sehr leistungsstarke Firmen.

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