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Jubilar

Auf ein erfülltes Leben geblickt

Rodings Ruhestandspfarrer Josef Schmaderer feiert seinen 80. Geburtstag mit einer Messe und zahlreichen Gästen im Pfarrheim.
Von Bastian Schreiner

  • Der Jubilar tut seit über 50 Jahren Dienst in der Kirche.

Roding.Seine Bescheidenheit, aber auch seine Herzlichkeit und die große Begeisterung, mit der er die Menschen packt, haben Josef Schmaderer all die Jahre seines Wirkens ausgezeichnet. Diese Eigenschaften bescheinigten ihm die Redner bei der Feier seines 80. Geburtstages am Sonntag im Haus der Pfarrgemeinde.

Zuvor zelebrierte Rodings Ruhestandspfarrer eine Messe mit zehn Mitbrüdern in der Pfarrkirche. Am Jubeltag standen Pfarrer Holger Kruschina, Kaplan Martin Seiberl und Diakon Hanspeter Gänger mit ihm am Altar. Zudem waren Pfarrer Alexander Kohl und Diakon Josef Schlecht aus Bodenmais, Pfarrer Siegfried Schweiger aus Regensburg, Pfarrer Thomas Diermeier aus Frontenhausen, Ruhestandspfarrer Hans Gschlößl aus Schorndorf, Ruhestandspfarrer Alois Lehner aus Weiden und Diakon Ulrich Wabra aus Regensburg nach Roding gekommen. „Gott hat es in den vergangenen Jahren gut mit mir gemeint und mir Kraft, Freude, Zuversicht und Hoffnung geschenkt“, blickte Schmaderer zurück.

In seiner Predigt stellte Kruschina am Festtag Taufe des Herrn das Wasser in den Mittelpunkt. „Wasser trägt uns, stillt unseren Durst und sorgt für Abkühlung, ist manchmal aber auch eine Gefahr“, sagte er. Gott bezeichnete er als Rettungsschwimmer, der am Ufer stehen bleiben und uns herausziehen könne. „Gott hat auch Pfarrer Josef Schmaderer immer wieder aufs Neue gepackt. Er war ein guter Hirte für viele Menschen“, betonte Kruschina.

Nach dem Gottesdienst, den die Knappschaftskapelle aus Schmaderers früheren Station Bodenmais musikalisch gestaltete, hatte er Verwandte, Freunde und Vereinsvertreter zu einem Stehempfang ins Pfarrheim eingeladen. Die Gratulanten gaben sich die Klinke in die Hand und wurden mit bayerischen Schmankerl verköstigt. „Ich bin gesund, voller Lebensfreude und innerer Zufriedenheit“, sagte der Jubilar, der auf ein erfülltes Leben zurückblicken kann. Geprägt hat ihn vor allem die Zeit als Missionar in Südamerika (wir berichteten). Seit 2001 verbringt seinen Ruhestand in der Stadt Roding. „Das Schönste sind die Freundschaften“, bekräftigte er.

Pfarrer Diermeier, Schmaderers damaliger Kaplan in Bodenmais, stellte dessen Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Humor heraus. Trotz Skepsis zu Beginn, hätten sich die beiden sehr gut verstanden. „Du bist immer frei und fröhlich geblieben“, so Diermeier.

„Wo er auch aufschlägt, schlägt er ein wie der Blitz“, würdigte Schorndorfs Bürgermeister Max Schmaderer die begeisternde Art des Jubilars, dessen Hausname passenderweise Blitz sei. Er sei ein Menschenfischer und der berühmteste Sohn der Gemeinde. „Er verkörpert das blühende Leben“, sagte der Bürgermeister und gratulierte.

Er habe den Priester, der in Argentinien einen schwierigen Job erledigt hat, als weltoffen kennengelernt, ließ Bürgermeister Franz Reichold wissen. 1979 habe Schmaderer ihm und seiner Frau Roswitha die Brautbeichte abgenommen. „Bei meiner Frau hat es viel länger gedauert – aber unsere Buße war am Ende dieselbe“, plauderte Reichold aus dem Nähkästchen.

Nach einer Einlage der Bodenmaiser Abordnung und einem Gedicht von Pfarrer Kruschina klang die Feier bei Kaffee und Kuchen aus.

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