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Kultur

Aus dem Leben Waldschmidts

Neue Ausstellung über Eschlkams berühmtesten Sohn

Der Ausstellungsraum im Waldschmidthaus Foto: Ingrid Balk-Lintl
Der Ausstellungsraum im Waldschmidthaus Foto: Ingrid Balk-Lintl

Eschlkam.Eschlkam hat in Zusammenarbeit mit der Partnergemeinde Všeruby/Neumark im Waldschmidthaus die Ausstellung über Leben und Werk des Volksschriftstellers Maximilian Schmidt (Waldschmidt) neu eingerichtet. Sie ist mit vielen Originalen aus dem Nachlass Waldschmidts bestückt: persönliche Gegenstände, Fotos, Dokumente, Bücher – bereitgestellt von Urenkel Dr. Rolf Schmidt und dem Waldschmidtverein.

Die Konzeption wurde in Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat des Landkreises Cham erstellt. Die Einrichtung des Museums wurde mit Interreg-V-Mitteln sowie durch den Landkreis Cham gefördert.

Maximilian Schmidt wurde 1832 in Eschlkam geboren. Als Dichter wurde er berühmt, zählt zu den meistgelesenen und meistgespielten Autoren seiner Zeit. Einige Werke wurden verfilmt. Schmidts Gesamtwerk umfasst 60 größere Volkserzählungen, 40 Humoresken und Skizzen, 40 dramatische Arbeiten und zahlreiche Gedichte. Eine Vielzahl seiner Dichtungen und „Kulturbilder“ spielt im Bayerischen Wald und im Böhmerwald.

Maximilian Schmidt war vielseitig engagiert. Er wirkte in der Vorstandschaft des Deutschen Schriftstellerverbandes, veranlasste die Gründung eines bayerischen Fremdenverkehrs-Verbandes und organisierte 1895 ein Volkstrachtenfest mit Umzug, der grundlegend für die heutigen Oktoberfest-Schützen- und Trachtenzüge ist. 1884 ernannte ihn König Ludwig II. zum Königlichen Hofrat. 1898 genehmigte Prinzregent Luitpold den vererblichen Namenszusatz „genannt Waldschmidt“. Noch zu Lebzeiten Waldschmidts errichtete der Arnbrucker Verschönerungsverein 1909 ein Denkmal für ihn auf dem Großen Riedelstein am Kaitersberg; 1912 wurde das „Waldschmidt-Haus“ am Rachel eröffnet. Heute gibt es vielerorts eine Waldschmidtstraße. 1984 wurde der Waldschmidt-Verein Eschlkam gegründet, der den Waldschmidt-Preis verleiht.

Ein Augenmerk wird in der neuen Ausstellung auf grenzüberschreitende Aspekte gelegt. Schmidt pflegte viele Verbindungen über die Grenze zu Schriftstellern aus Böhmen; der Bayerische Wald wie der Böhmerwald sind Schauplatz einiger Erzählungen und „Kulturbilder“. Über eine Broschüre und einen QR-Code stehen die Ausstellungstexte auch in tschechischer Sprache zur Verfügung. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Tourist-Info Eschlkam zugänglich, die ebenfalls im Waldschmidthaus untergebracht ist: Montag bis Donnerstag, 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 12 und 13 bis 15 Uhr. Eintritt frei.

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