MyMz
Anzeige

Feuerwehr

Aus Übung in Hiltersried wird Ernstfall

Zwei Jugendliche bekamen leichte Kreislaufprobleme – wahrscheinlich durch die Panik im dichten Übungsnebel.

Hier lief die Übung zur Brandschutzwoche in Hiltersried noch nach Plan. Fotos: Elke Tweedale
Hier lief die Übung zur Brandschutzwoche in Hiltersried noch nach Plan. Fotos: Elke Tweedale

Schönthal.Starke Rauchentwicklung im Jugendheim Hiltersried, mehrere Personen im Gebäude! So lautete das Szenario bei der Übung für die elf Feuerwehren des KBM-Bereich Schönthal und die Kreisbrandmeister Michael Sturm, Manfred Schneider, Andreas Bierl und Christian Bauer, der mit dem Hiltersrieder Kommandanten Christian Schindler die Organisation der Übung inne hatte.

KBI Norbert Auerbeck verfolgte von Beginn der Alarmierung an die Übung und das Eintreffen der Feuerwehren, wobei die Hiltersrieder Kameraden mit ihrer Steckleiter die Personen aus dem ersten Stock des Gebäudes an der Vorderseite bergen sollten, während sich der Schönthaler Atemschutztrupp gleich nach dem Eintreffen bereit machte, über den Treppenaufgang zu den Jugendlichen vorzustoßen.

Geigant und Döfering legten die Leitungen vom G-Haus her. Dann wurde aus der Übung ein Ernstfall, als zwei Jugendliche im Gebäude leichte Kreislaufprobleme bekamen, wahrscheinlich durch Panik in dem dichten Nebel des Raumes.

Rettungsdienst kümmert sich um Jugendliche

Mit Atemschutz im Einsatz
Mit Atemschutz im Einsatz

Eine sehr gute Reaktion erfolgte durch die Atemschutzträger, die gleich Sauerstoff am offenen Fenster gaben und den Betroffenen beruhigend zur Seite standen. Die jugendlichen Personen wurden ins Freie gebracht, sowohl über die Steckleiter als auch durch das Treppenhaus, das durch eine Windmaschine vom Rauch befreit wurde. Der herbeigerufene Rettungsdienst kümmerte sich um die Jugendlichen, während die Übung abgebrochen wurde.

Bei der Abschlussbesprechung lobte KBM Christian Bauer die gute Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte, vor allem, als von der Übung in den Ernstfall übergegangen werden musste. Bauer begrüßte an dieser Stelle alle Feuerwehrführungskräfte, besonders aber auch Christian Pongratz von der Polizeistation Waldmünchen mit seinen Kollegen; dazu den stellvertretenden Bürgermeister Georg Dietl sowie alle Feuerwehrkameraden.

Lob für die Feuerwehr

Michael Sturm hatte den Einsatz an der Steckleiter zu beobachten und bescheinigte der Hiltersrieder Wehr „eine souveräne Handlung“, vor allem als unter Ernstfallbedingungen weitergearbeitet wurde. Manfred Schneider hatte zu beobachten, ob von den Wehren Rhannersdorf, Steegen-Flischbach und Albernhof die Leitungen vom Dorfweiher sauber verlegt wurden. Andreas Bierl begutachtete die Förderleitungen der Wehren aus Loitendorf, Premeischl, Katzbach und Sinzendorf von den Zisternen zum Jugendheim und bescheinigte hier auch den Maschinisten gute Kenntnisse.

Seitens der Polizei sprach Christian Pongratz lobend das Engagement der vielen ehrenamtlichen Feuerwehren an. Höchsten Respekt zollte er allen, denn sie als Polizisten lernten das beruflich, was sich die Floriansjünger zum Schutz der Bürger in ihrer Freizeit aneigneten. Ohne die vielen freiwilligen Einsatzkräfte „wäre die Polizei oft machtlos“, unterstrich Pongratz. Bei gesponserten Getränken der Rhaner Brauerei und der Gemeinde endete die Übung mit einigen Fachgesprächen und natürlich interessierten Blicken in das neue Fahrzeug der Hiltersrieder Feuerwehr, das am Donnerstag seinen Segen erhält.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht