mz_logo

Region Cham
Montag, 23. Juli 2018 26° 8

Feuerwehr

Ausbildung hat sich bewährt

Die Arbeitsgemeinschaft Gefahrgut und Umwelt traf sich in Arrach zu ihrer 13. Vollversammlung.

Die Referenten und Sprecher bei Vollversammlung AG-GU in Arrach waren (v. li.) Dr. Thomas Scheubeck, Norbert Auerbeck, Toni Münsterer, Bernd Hatzinger, Christian Scheuer, Andreas Bergbauer und Alexander Beier.Foto: krp
Die Referenten und Sprecher bei Vollversammlung AG-GU in Arrach waren (v. li.) Dr. Thomas Scheubeck, Norbert Auerbeck, Toni Münsterer, Bernd Hatzinger, Christian Scheuer, Andreas Bergbauer und Alexander Beier.Foto: krp

Arrach.Die Arbeitsgemeinschaft Gefahrgut und Umweltschutz (AG-GU) der Kreisbrandinspektion Bad Kötzting traf sich zu ihrer 13. Vollversammlung. Im Gerätehaus der FFW Arrach wurde Bilanz über die Arbeit im Jahr 2017 gezogen.

Rund 30 Kameraden aus den Feuerwehren Arrach, Grafenwiesen, Miltach, Blaibach, Sperlhammer und Daberg begrüßte der Leiter der Arbeitsgemeinschaft, Bernhard Hatzinger. An Feuerwehr-Führungskräften waren KBI Andreas Bergbauer, KBI Norbert Auerbeck (Waldmünchen), KBM Alexander Beier, KBM Atemschutz und Gefahrgut Christian Scheuer und Chemie-Fachberater Dr. Thomas Scheubeck anwesend. Die Gemeinde Arrach vertrat deren 2. Bürgermeister Toni Münsterer.

„Wie Sie sehen, sehen Sie nichts“, kommentierte Hatzinger eingangs seines Berichtes die Tatsache, dass die an diesem Abend geplante Besichtigung eines Abrollbehälters Gefahrgut der FFW Furth im Wald ausfallen musste. In seinem Rückblick erwähnte er, dass die Alarm- und Ausrückeordnung der Dispo-Gruppe gleich geblieben ist. Der Infodienst habe mit neuesten Erkenntnissen zu Fachthemen versorgt. Bewährt hätten sich die Auffangwannen, die für den mobilen Einsatz.

An Ausbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen wurden aufgelistet: Vortrag Feuerwehreinsatz in Biogasanlagen in Hiltersried und Cham-Süd; Lehrgang Gefährliche Stoffe und Güter – Technik in Waldmünchen; Gemeinschaftsübung VU Pkw mit Gefahrgutbeteiligung in Hohenwarth; Gefahrgut-Großübung in Waldmünchen; Übung MERO-Ölsperre 69 in Rötz-Irlweiher; MERO-Ausbildungen Lecksuche Theorie bzw. Praxis in Rötz; Vortrag Alternative Antriebe. Mehr Anklang hätte man sich vom Aktionstag „Feuerwehr zum Anfassen“ im Juli in Gotzendorf versprochen, so Hatzinger. Erfolgversprechend sei dagegen der „Runde Tisch Gefahrgut Oberpfalz“.

Neue Übungsanlage genutzt

Aussagekräftige Bilder wurden dann der Versammlung vom Gefahrgut-Workshop im April im Industriepark Gendorf gezeigt. Als erste Feuerwehr konnte die AG-GU dieses Trainingszentrum nutzen. Aufgezeigt wurde auch der Einsatz bei der Havarie eines Gefahrgut-Lkw im Juni 2017 bei Sperlhammer. Fachberater Dr. Thomas Scheubeck berichtete von einem Ammoniakaustritt in einer ehemaligen Brauerei in Furth im Wald. „Es ist gut und wertvoll, einen Chemiker zu Rate ziehen zu können“, so Hatzinger.

Bezüglich Neuanschaffungen wurde auf einen Prüfröhrchensatz und die Ergänzung des Armaturensatzes bei der FFW Arrach verwiesen, ebenso auf einen Einsatzkoffer Vogelgrippe bei der FF“ Miltach sowie Kennzeichnungswesten Dekon-Platz in Arrach und Miltach. Für 2018 stellte Hatzinger den Lehrgang „Gefährliche Stoffe und Güter – Technik“ sowie einen weiteren Gefahrgut-Workshop in Gendorf in Aussicht.

Mit Informationen in Wort und Bild von der Ausschreibung bis zur Lieferung stellte KBM Christian Scheuer den neuen Abrollbehälter der FFW Furth im Wald vor. Für die Beschaffung wurde nach seinen Worten eine 75-prozentige Förderung erzielt. Das demnächst zur Verfügung stehende Fahrzeug der Marke Volvo befördere einen ablegbaren Aufbau mit Rollwagen für diverse Notfälle, Chemieschutzanzügen und Lichtmasten.

„Tue Gutes und sprich darüber“, meinte KBI Andreas Bergbauer in seinem Grußwort. Er dankte für die Arbeit der Spezialkräfte und deren engagierten Leiter. Hatzinger sei „die tragende Säule und der Motor in der Ausbildung der Truppe“. Bergbauer betonte die Notwendigkeit einer hochwertigen Ausbildung.

Virtuelles Training kommt

KBI Norbert Auerbeck aus Waldmünchen erwähnte die Anschaffung einer Grundausstattung an Chemieschutzanzügen, initiiert durch KBR Michael Stahl, und den dazugehörigen Lehrgang. „Bei einem ersten Einsatz – Gefahrstoffaustritt im Hotel Bayerischer Hof – hat die Ausbildung schon Früchte getragen“, so Scheubeck. Anschließen wolle man sich auch dem erklärten Ziel des KBR, dass es keine Grenzen der Zusammenarbeit zwischen den Inspektionen geben möge.

Arrachs 2. Bürgermeister Toni Münsterer war beeindruckt vom umfangreichen Aufgabengebiet der Arbeitsgemeinschaft. „Dazu ist jede Menge Sachverstand und Ausbildung erforderlich.“ Er wünsche dazu viel Erfolg und wenig Einsätze. Bernd Hatzinger dankte abschließend den Gemeinden, die Spezialfahrzeuge auch über die Gemeindegrenzen hinaus bereitzustellen und gab einen Ausblick auf ein virtuelles Trainingsprogramm, dessen erste Testversion im Laufe dieses Jahres vorgestellt werden soll. (krp)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht