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Region Cham
Montag, 24. September 2018 13° 3

Würdigung

Auszeichnungen für Arbeit im Ehrenamt

Maria Bauer, Elisabeth Michalke und Georg Niemeier erhielten das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten.

Landrat Franz Löffler (r.) ehrte Maria Bauer (2. v. r.), Elisabeth Michalke und Georg Niemeier (M.). Die Repräsentanten der Heimatgemeinden (v. l.) der Geehrten gratulierten. Foto: cai
Landrat Franz Löffler (r.) ehrte Maria Bauer (2. v. r.), Elisabeth Michalke und Georg Niemeier (M.). Die Repräsentanten der Heimatgemeinden (v. l.) der Geehrten gratulierten. Foto: cai

Landkreis.Eine ganz besondere Ehre wurde drei verdienten Ehrenamtlern aus dem Landkreis am Montagabend zuteil. Landrat Franz Löffler überreichte stellvertretend das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten im Chamer Landratsamt.

Löffler eröffnete seine Ansprache, indem er die Bedeutung der Würdigung herausragender Leistungen in der Gesellschaft herausstellte. Es sei nicht selbstverständlich, so seine Worte, die Freiheit zu haben, überhaupt selbst mit anpacken zu dürfen: „Ohne Freiheit und Demokratie sind wir nichts!“, erinnerte der Landrat. In Deutschland seien rund 50 Prozent aller Menschen in Vereinen tätig – eine imposante Zahl.

Ob in den Bereichen Musik und Kultur, dem Brauchtum oder in caritativ-kirchlichen Einrichtungen – die Felder im Ehrenamt seien sehr vielfältig. Im Landkreis Cham sei das Engagement deutlich höher als im bayerischen Durchschnitt, so Löffler, der dann die Geehrten einzeln würdigte.

Maria Bauer ist seit über 33 Jahren beim Verein der Blumen- und Gartenfreunde Katzbach-Loibling ehrenamtlich aktiv. Ihre Wahl zur 1. Vorsitzenden im Jahr 1996 honorierte bereits früher ihren außergewöhnlichen Einsatz. Hervorzuheben sind ihre Aktivitäten am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“. Zudem setzte sie die Verbindung der Anlage eines Obstwanderweges mit einem Obstlehrpfad in 2006 um. Der Verein kümmerte sich eigenhändig um 150 Obstbäume, Beerensträuche und Wildgehölze. Weniger geläufige und teilweise in Vergessenheit geratene Obstsorten wurden dabei bevorzugt. Es entstand ein sich über 10 Kilometer erstreckender Obstlehrpfad.

Sport, KDFB, Kirche und Musik

2008 wurde auf Betreiben Bauers die Jugendgruppe „Grashüpfer“ ins Leben gerufen. Die gute Jugendarbeit ist ein Mitgrund für den Anstieg der Mitgliederzahl der letzten Jahre auf aktuell 380 Personen. Ausstellungen, Bildungsfahrten, teils überregionale Berichterstattungen. Elisabeth Michalke engagiert sich seit mehr als 40 Jahren unentgeltlich im Sportverein SSV Schorndorf. Sie war Mitgründerin der Gymnastikabteilung, die heute ebenso wie Michalke selbst nicht mehr aus dem Verein wegzudenken ist.

Darüberhinaus widmete sie ihre Aufmerksamkeit kirchlichen Initiativen: Zwischen 1983 und 2003 war sie beim Katholischen Frauenbund in Schorndorf aktiv. Durch ihre Idee wurde vor Ort ein Christkindlmarkt eingeführt, der heute über große Anziehungskraft in der Region verfügt. Länger als 20 Jahre gehörte sie dem Pfarrgemeinderat an. Seniorenarbeit war und ist ihre Herzensangelegenheit. Elisabeth Michalke organisierte Treffen, beteiligte sich an der Vermittlung und Vertiefung von Fähigkeiten und gab vielen Senioren eine Anlaufstelle.

Für Georg Niemeier war der Tag durch die Ehrung denkwürdig: zusätzlich zur Würdigung mit dem Ehrenzeichen hatte der Walderbacher auch noch Geburtstag. Der langjährige Weggefährte des Landrats blickt auf eine Karriere im Ehrenamt von über 50 Jahren. Sein Engagement galt insbesondere der heimatlichen Kolpingfamilie. In der Vorstandschaft und als 1. Vorsitzender hatte er maßgeblichen Anteil an wichtigen Entscheidungen.

Gemeinden gratulierten

Die Gründung der Volkstanz- und Trachtengruppe 1982 gehört zu Georg Niemeiers größten Verdiensten. Auch das Kolpingtheater in Walderbach hätte ohne sein Zutun vermutlich viele großartige Auftritte gar nicht erleben können. Von 1992 bis 2007 war er Bezirksvorsitzender von Kolping. Noch heute kümmert er sich um Angelegenheiten, wie die alljährlichen Bezirksfamilientage.

Niemeier war zudem in der Kirchenverwaltung der Pfarrei St. Nikolaus in Walderbach aktiv. Seine weitere Leidenschaft gehört der Musik: Die Gründung und Aufrechterhaltung eines Musikvereins in Walderbach verlangten außergewöhnlichen Einsatz. Selbst in der Politik war „die herausragende Persönlichkeit“, wie der Landrat sagte, über Jahrzehnte aktiv. Nicht umsonst genießt er in seiner Heimat hohes Ansehen.

Die Repräsentanten der Heimatgemeinden Cham, Schorndorf und Walderbach sprachen im Anschluss Glückwünsche aus. (cia)

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