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Verkehr

B20-Umleitung: Ränkam darf aufatmen

Fußgänger-Ampel, Smiley-Tafel und Kontrollen: Die Behörden wollen Anwohner entlasten. Stadträte fürchten eine Bauverzögerung.
Von Michael Gruber

Ein Tempodisplay am Ortseingang von Ränkam ist nur eine Maßnahme, mit der die Behörden die Verkehrsbelastung auf der Umleitungsstrecke abdämpfen wollen. Foto: Gruber
Ein Tempodisplay am Ortseingang von Ränkam ist nur eine Maßnahme, mit der die Behörden die Verkehrsbelastung auf der Umleitungsstrecke abdämpfen wollen. Foto: Gruber

Furth im Wald.Liegt die Großbaustelle auf der B20 zwischen Furth und Arnschwang im Zeitplan? „Bis jetzt haben die mit den Auffahrten noch gar nicht angefangen“, gab FW-Stadtrat Oskar Mühlbauer bei der jüngsten Stadtratssitzung zu bedenken. Er habe die Befürchtung, es könnte zu Verzögerungen kommen. Die Verwaltung sollte prüfen, ob sie die Baumaßnahme nicht mithilfe des Bauhofs untersützten könnte, damit die Anwohner in Ränkam nicht länger als geplant belastet würden, forderte der Stadtrat. Er schloß sich damit einer Anfrage von Stadtrat Günter Stelzer an: „Was wird Furth zur Verbesserung der Verkehrsicherheit noch unternehmen?“

Die Stadt bringe sich beim Jour fixe mit Landratsamt, Verkehrsbehörden und Straßenbauamt mit seinen Anliegen regelmäßig ein, erklärte Bürgermeister Sandro Bauer und verwies auf die bisher getroffenen Maßnahmen. „Es handelt sich hier um eine Sondersituation, die für viele Anwohner sicherlich belastend ist.“ Allerdings sei das Ende absehbar. „Es wäre es etwas anders, wenn die Baustelle ein dreiviertel Jahr dauern würde.“

Arbeiten laufen unter Hochdruck

Auf Wunsch des Rathauses und der Anwohner wurde eine mobile Fußgänger-Ampel in der Ortsmitte aufgestellt.  Foto: Gruber
Auf Wunsch des Rathauses und der Anwohner wurde eine mobile Fußgänger-Ampel in der Ortsmitte aufgestellt. Foto: Gruber

Im Gespräch mit unserem Medienhaus hat Bauleiter Johann Weiß gute Nachrichten für genervte Ränkamer: „Mit unseren Arbeiten liegen wir voll im Zeitplan.“ Nach dem aktuellen Stand werde der Verkehr auf der B20 noch vor der endgültigen Fertigstellung Ende November wieder in beide Richtungen fließen. Die Firmen arbeiteten unter Hochdruck daran, betont Weiß. Um den Feiertag reinzuholen, würden die Bauarbeiter sogar am Samstag anpacken. „Wenn es keinen massiven Witterungseinbruch gibt und alle Maschinen verrückt spielen, wird die Strecke Ende Oktober wieder befahrbar sein.“

Diese Woche sollen die Arbeiten an den Entwässerungsgräben abgeschlossen werden. Nächste Woche seien dann die Fräsarbeiten und danach die Auffahrten an der Reihe, wobei die Fahrbahn jeweils nur auf einers Seite ausgebessert werden könne, damit der Verkehr einseitig fließen könne. Auf Wunsch der Stadt und der Anwohner habe man auf der Umfahrungsstrecke durch Ränkam reagiert: „Hier ist seit dem Schulbeginn eine Fußgänger-Ampel in Betrieb.“

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„Auf unsere Anfrage bei der Polizei zeigten sich bisher keine Verstöße.“

Johann Weiß, Bauleiter

Außerdem sei die 30er-Zone verlängert worden. Die Schilder befänden sich jetzt näher am Ortseingang aus Richtung Furth und aus der Gegenrichtung Arnschwang. In Absprache mit der Polizei fänden verstärkte Geschwindigkeitsmessungen per Laser statt, wie Weiß erklärt: „Auf unsere Anfrage bei der Polizei zeigten sich aber bislang keine Verstöße.“ Lkws könnten selbst auf der offenen Strecke zwischen Furth im Wald und Ränkam kaum schneller als 60 km/h fahren. „Die hohe Geschwindigkeit der Lastwägen ist meistens ein subjektives Empfinden.“

Druck beim Thema Stadtbildsatzung

Stadtrat Anton Schmidt von den Freien Wählern forderte die Verwaltung zu mehr Tempo bei der Fertigstellung des Baugebiets Aufelder auf. Druck machte er auch bei der neuen Stadtbildgestaltungssatzung: „Es gibt hier sehr viele Anwohner, die eine Sanierung vornehmen wollen. Wir müssen da endlich in die Gänge kommen!“, sagte Schmidt.

Für die Stadtbildsatzung gebe es 60 Prozent Fördermittel der Städtebauförderung und hier warte man noch auf den Bescheid der Behörde, teilte Bürgermeister Sandro Bauer mit. „Wir rechnen täglich damit, dass der Bescheid im Rathaus eintrifft, dann können wir die Satzung auf den Weg bringen.“ Für das Baugebiet Aufelder, kündigt Bauer an, soll in der nächsten Sitzung die Entscheidung über den Satzungsbeschluss fallen. Parallel dazu werde ein öffentlicher Aufruf an alle Erschließungsträger gestartet. Hier habe man bereits einige Anfragen erhalten. „Die Firmen werden ihre Angebote machen und werden die Grundstücke am Ende vermarkten.“

Notizen aus dem Further Stadtrat

  • Bauanträge:

    Die Firma „Systempack Manufaktur“ mit Sitz im Eichertweg 6a errichtet eine neue Produktions- und Lagerhalle im Bereich des Güterbahnhofs. Dafür erteilte der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen. Grünes Licht gab es außerdem für das Vorhaben der Firma Kolbeck, den Neubau eines Betriebsgebäudes mit Sozialräumen in der Wasserstraße 12 zu errichten. Alexander Pongratz darf eine Reihengarage in der Wutzmühlstraße 10 errichten.

  • Forst-und Feldwege:

    Stadtrat Franz Former richtete die Bitte an die Verwaltung, die Forst- und Feldwege rund um das Stadtgebiet möglichst zeitnah zu erneueren. Im Bereich Gschwand hätten Landwirte dafür bereits kostengünstige Vorarbeiten geleistet, um der Stadt die Restarbeiten zu erleichtern. „Ich bitte darum, dass die Wege Zug um Zug erneuert werden“,sagte Former. Bürgermeister Sandro Bauer sicherte zu, diesen Hinweis zu berücksichtigen.

Mehr Geld für Wahlhelfer

Mit Blick auf die Kommunalwahlen 2020 hat das Gremium Toni Lauerer zum Geweindewahlleiter ernannt. Als Stellvertreter wurde Ludwig Schmidberger bestimmt. Wegen der Erfahrung aus den vergangen Wahlen werde es zehn Briefwahl-Stimmbezirke geben, wobei Lauerer zufolge von insgesamt 3500 Briefwählern ausgegangen wird. Die ehrenamtlichen Wahlhelfer seien in den vergangenen Jahren meist bis einschließlich Montag gefordert gewesen, zudem sei bei der Auszählung eine hohe Konzentration und Leistung gefragt, erklärte Lauerer und schlug eine Erhöhung der Entschädigung für die Helfer vor.

Der Stadtrat einigte sich ohne Gegenstimme darauf, das Erfrischungsgeld derWahlhelfer von bisher 30 auf 40 Euro zu erhöhen. Im Vergleich zu anderen Ballungsräumen dürfe sich Furth über ein reges Interesse und den Ehrenamtlichen freuen, würdigte Bürgermeister Sandro Bauer die Arbeit. „Bei der Auszählung dürfen keine Fehler passieren, und die Helfer legen eine Höchstleistung an den Tag. Das ist auf jeden Fall alle Ehre Wert und darf sich auch in der Entschädigung zeigen.“

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