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Tradition

„Bäff“ als Hochzeitslader unterwegs

Der Künstlerball „Vorstadthochzeit“ fand wieder im Münchner Hofbräuhaus statt – mit dabei der Traschinger Gstanzlsänger.
Von Josef Kneitinger

Der „Bäff“ mit dem Brautpaar der Münchner Vorstadthochzeit Fotos: rjk
Der „Bäff“ mit dem Brautpaar der Münchner Vorstadthochzeit Fotos: rjk

Roding.Wie lustig darf eine Trauzeremonie eigentlich sein? Sehr lustig-zumindest wenn es um den Kostümball „Vorstadthochzeit“ im Hofbräuhaus geht. Wie es sich für eine Hochzeit gehört, gibt es eine Menge Musik und Tanz, wenn zwei bekannte Schauspieler den „Bund fürs Leben“ schließen. Höhepunkt des Kostümballs ist die feierliche Hochzeit wie anno dazumal: Natürlich ist alles nur „gespielt“ und es kommt wie bei einer echten Hochzeit durchaus romantische Stimmung auf, wenn das Brautpaar den „Bund der Ehe“ eingeht.

Kein Künstlerball kann mit so einem kulturhistorischen Erbe aufwarten wie die „Vorstadthochzeit“ und diese wurde wieder im Hofbräuhaus gefeiert. Noch heute nehmen am bekanntesten „Münchner Künstlerball“ viele Schauspieler und Künstler teil.

Der Bäff mit den Brauteltern Fotos: rjk
Der Bäff mit den Brauteltern Fotos: rjk

Unzählige Foto- und Filmkameras richteten sich auf das illustre Treiben in den alten Trachten. Durch die „Schwemm“ ging der Hochzeitszug hinauf in den oberen Saal, wo bereits beste Stimmung herrschte. Einlass bei der Vorstadthochzeit gibt es nur in stillechter Tracht oder in einem Kostüm, das der Kleidung um anno 1905 entspricht. Das Brautpaar Ludovika Premschöttel, Amme und Lavendelverkäuferin am Viktualienmarkt (Corinna Binzer) und Eduard Prszt, Allesschlucker und Planetenverkäufer (Andreas Bittl) feierte samt Verwandtschaft seine Hochzeit,

Der Bäff begrüßte im Saal des Hofbräuhauses die Gäste. Fotos: rjk
Der Bäff begrüßte im Saal des Hofbräuhauses die Gäste. Fotos: rjk

Beim Eröffnungstanz hieß es zunächst „alles Walzer“ und unter den Klängen der Kapelle „KaiserSchmarrn“ mit dem bekannten Tanzmeister vom Münchner Kocherlball, Magnus Kaindl, wurde viel getanzt und auch gesungen. Bayerns bekanntester Gstanzlsänger Josef „Bäff“ Piendl durfte zum wiederholten Male als Hochzeitslader fungieren und führte gekonnt durch den Abend ganz wie früher bei einer richtigen Hochzeit, nahm die Gäste mit seinen Gstanzln aufs Korn und scheute sich dabei auch nicht vor all der Prominenz. Den Gästen wurde ein echtes bayerisches dreigängiges Hochzeitsmenu aus der Hofbräu-Haus Festküche serviert. Es gab auch wieder die „Glasscherbenviertelrevue“ mit vielen Prominenten Glasscherbenviertlern wie Bianca Bachmann, Susi Brantl, Bettina von Haken, Jürgen Kirner, Gitti Wallbrunn und viele mehr.

Historie

  • Münchner Vorstadt-Hochzeit:

    Ein kulturhistorisches Erbe von Karl Arnold, Ludwig Thoma, Olaf Gulbransson, Liesl Karlstadt, Ludwig Schmid-Wildy, Michl Lang, Ernst Maria Lang & Co.

  • Die Idee:

    Es war im Jahr 1908, da hatte ein gewisser Karl Arnold eine Idee. Er, der „zugereiste“ Karikaturist, Mitarbeiter des Simplicissimus und Treibauf einer Schwabinger Runde, ersann die Münchner Vorstadthochzeit.

  • Künstlerfeste:

    Es war zwar die Zeit der legendären Künstlerfeste, wie zum Beispiel des „Bauernkirtas“ beim alten Schwabinger Wirt und in der „Blüte“, einer urgemütlichen Stätte in der Blütenstraße, wo die „ Gaukler“, „Argonauten“ und der „Modellball“ triumphierten. Doch das Ganze wurde durch die jährliche Wiederholung alsbald zur Routine und „fad“. Deshalb kreierte er zusammen mit seinen Künstlerkollegen ein noch nie da gewesenes Fest, inspiriert und angestachelt durch das breitgefächerte Treiben allerorten in der Stadt.

Die Begegnung mit Gitti Wallbrunn Fotos: rjk
Die Begegnung mit Gitti Wallbrunn Fotos: rjk

Gefeiert und getanzt bis in den frühen Morgen haben auch MdB Wolfgang Stefinger (CSU), Bürgermeister Josef Schmid mit Gattin Natalie und viele bekannte Schauspieler aus den Sendungen, Dahoam is Dahoam, Sturm der Liebe, München 7, Kaiser von Schexing, Rosenheim Cops, usw..

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