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Forst

Bäume für Wald der Zukunft

WBV und Forstverwaltung informieren gemeinsam zum Thema Baumartenwahl in Zeiten des Klimawandels.

Gut besucht war die Veranstaltung der Waldbesitzervereinigung Cham-Roding in Wald. Foto: Hötzl
Gut besucht war die Veranstaltung der Waldbesitzervereinigung Cham-Roding in Wald. Foto: Hötzl

Wald.Der Klimawandel zwingt die Waldbesitzer, sich mit der entscheidenden Frage auseinanderzusetzen, wie der Wald der Zukunft aussehen wird. Zu diesem Thema hatten die Waldbesitzervereinigung Cham-Roding mit deren Einsatzleiterin Gabi Seidl und der forstliche Berater vom Amt, Bernhard Seigner, am vergangenen Freitag und Samstag an die WBV-Geschäftsstelle eingeladen.

Neben der großen Auswahl an heimischen Baumarten hatte man auch sogenannte Exoten mitgebracht, - neben der Atlaszeder, Libanonzeder, Hemlocktanne noch viele weitere „fremdländische Baumarten“.

Die beiden Forstexperten erläuterten den vielen interessierten Waldbesitzern die Ansprüche der verschiedenen Baumarten an Boden und Klima. Eines wurde dabei deutlich: Der Wald der Zukunft wird ein anderes Aussehen haben, wie wir es heute kennen, und das Klima ändert sich schneller, als Bäume in einer Generation wachsen. Deshalb wird die forstliche Erfahrung aus der Vergangenheit allein nicht mehr ausreichen, um die Veränderungen für den Wald zu bewältigen.

Neben der intensiven Forschung wird man ebenso Versuchsflächen benötigen, welche die Tauglichkeit von Baumarten im Klimawandel abbilden. Bei der Suche nach den richtigen Baumarten gibt es jedoch eine klare Richtung: Die heimischen Baumarten in ihrer künftigen potentiellen Verbreitung werden den Vorrang haben. Und widerstandsfähige Herkünfte heimischer Baumarten werden den Vorzug gegenüber alternativen, nichtheimischen Baumarten genießen. Denn die Erfahrung mit den „Fremdländern“ beträgt meist weniger als die Zeitspanne von zwei Baumgenerationen.

Das schließt jedoch nicht aus, sich weiterhin auf die Suche nach tauglichen, alternativen Arten zu machen. „Es ist jedoch auch Vorsicht geboten“, so die beiden Forstleute, um Überraschungen, Fehlschläge und negative Auswirkungen auf das Ökosystem Wald zu vermeiden. Er sei sich sicher, dass man gemeinsam die Herausforderungen meistern und stabile Wälder für die Zukunft schaffen werde.

Hilfe und Rat

  • Unterstützung:

    Bei Bedarf könnten Waldbesitzer die Unterstützung durch eine leistungsfähige Waldbesitzervereinigung, wie sie die Cham-Rodinger WBV laut Förster Seigner darstellt, in Anspruch nehmen.

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