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Barbara Bauer feierte ihren 80.

Die Jubilarin freute sich über die Glückwünsche.

Bürgermeister Ludwig Reger gratuliert zum 80. Geburtstag.  Foto: wbx
Bürgermeister Ludwig Reger gratuliert zum 80. Geburtstag. Foto: wbx

Rötz.Barbara Bauer, geborene Greiner, hat am vergangenen Donnerstag im Kreise ihrer Familie ihren 80. Geburtstag gefeiert. Zum Wiegenfest machte auch Bürgermeister Ludwig Reger die Aufwartung und überbrachte die Glückwünsche der Stadt. Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko gratulierte der Jubilarin einen Tag später.

Barbara Bauer erblickte am 26. Dezember das Licht der Welt. Zusammen mit einem Bruder und zwei Schwestern, von denen eine bereits verstorben ist, wuchs sie in Rötz auf. Nach dem Volksschulabschluss fand sie eine Anstellung in der Hosenkonfektion in Rötz. Weil ein Onkel in Laufen eine Modellschneiderei hatte, war es selbstverständlich, dass sie dort arbeiten sollte. Diese Arbeit hat ihr aber nicht so hundertprozentig gefallen – und so arbeitete sie in einer Metzgerei, ebenfalls in Laufen, als Haustochter. Und wer die Jubilarin kennt, weiß, dass sie schon immer eine quirlige und bewegliche Person war. Nach zwei Jahren machte sie sich auf ins Frankenland und arbeitete im Hause der Modellschuhe-Familie Brütting in Nürnberg ebenfalls als Haustochter. Nach drei Jahren wechselte sie ins Hotel Merkur und arbeitete dort 40 Jahre als Hausdame. In den 1960ern lernte sie Rolf Bauer aus Chemnitz-Flöhe kennen. Dieser war kurz vor dem Mauerbau über Berlin in den Westen geflüchtet und fand bei Nürnberg eine neue Heimat.

1965 traten die beiden vor den Traualtar. Geheiratet haben sie standesamtlich im Nürnberger Rathaus und kirchlich in der katholischen Kirche Herz-Jesu-Kirche, ebenfalls in Nürnberg. Diese haben sich die beiden ausgesucht, weil es zur damaligen Zeit nicht ganz einfach war, eine Kirche zu finden, die so tolerant war, sie und ihren Mann, der lutherisch-evangelisch war, zu trauen, erzählte die Jubilarin. Gleich nach der Hochzeit machten sich die Jungvermählten auf den Weg nach Rötz, um gemeinsam mit der Verwandtschaft der Braut zu feiern. Ihr gemeinsamer Lebensmittelpunkt war dann in Feucht, wo sie zuerst in Miete wohnten, sich aber dann eine Eigentumswohnung kauften. 1967 kam Sohn Helmut auf die Welt.

Leider zeigte sich schon nach kurzem, dass ihr Sohn, aufgrund einer Rötelerkrankung der Mutter während der Schwangerschaft, stark sehbehindert war. Diesen Schicksalsschlag ertrug die Familie durch ihre positive Lebenseinstellung. 2011 entschlossen sie sich, das „Weindler-Anwesen“ in Rötz gegen ihre Eigentumswohnung einzutauschen und wieder in Barbaras Heimat zu ziehen. Barbara Bauer und ihr Mann leben gerne in Rötz. An Barbara Bauers Ehrentag besuchten sie auch Bekannte aus der alten Heimat Feucht, zu denen sie immer noch eine sehr enge Beziehung hat. (wbx)

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