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Bau-Innung

Bauabfälle ordnungsgemäß entsorgen

Rechtsanwalt Holger Seit war als Experte zu Gast.

  • Referierte als Experte im Kolpingsaal: der Münchner Rechtsanwalt Holger Seit. Foto: May
  • Füllte seine Begrüßung bereits mit Inhalten: Anton Aumer, Obermeister der Bau-Innung Cham. Foto: May

Cham.„Die Teilnehmeranzahl zeigt die Wichtigkeit“, sagte Anton Aumer, Obermeister der Bau-Innung Cham, beim Blick in die vollen Reihen. In der Tat hatten sich zahlreiche Personen, hauptsächlich aus Baubetrieben schon zu früher Stunde im Chamer Hotel am Regenbogen eingefunden. Anlass war eine Infoveranstaltung der Bau-Innung Cham zum Thema „Rechtssicherer Umgang mit Baubabfällen und Bodenaushub“.

Aumer freute sich, mit Rechtsanwalt Dipl.-Phil. Holger Seit einen Experten vom Landesverband Bayerischer Bau-Innungen in München in der Kreisstadt begrüßen zu dürfen. Bevor Seit, der in der Abteilung Umweltrecht beschäftigt ist, seine Ausführungen begann, nannte Aumer selbst einige relevante Aspekte. Ein grundsätzliches Problem sei die Privatisierung der Gewerbemüllannahme durch die Politik. Dies zwinge die Firmen zur Trennung.

Dass Bodenaushub grundsätzlich als Abfall betrachtet werden muss, griff dann auch Holger Seit auf. Er erklärte, dass es nur wenige Ausnahmen, wie etwa konterminiertes Bodenmaterial, gebe. Als Bauunternehmer stehe man prinzipiell immer in der Verantwortung und auch in der Haftung.Hierzu ging der Experte gerade in Sachen Rechtsfragen weiter ins Detail.

Materialien aller Art müssen ordnungsgemäß entsorgt werden, so eine Kernbotschaft. Im Falle einer Deponierung ende jedoch die Haftung für den Unternehmer. Hinsichtlich der Unterschiede zwischen gefährlichen und nicht-gefährlichen Bauabfällen könne man sich an einem Stern bei der Nummerierung orientieren.

Generell erwartet Seit eine zunehmende Sensibilität für das, was als Schadstoff ausgewiesen wird. Hintergrund seien immer neue Richtlinien im Zuge der wachsenden Umweltsensibilität: Was früher noch problemlos entsorgt werden konnte, ist heute wahrscheinlich mit einer Richtlinie versehen, so Seit sinngemäß.

Er konkretisierte die eingeräumten bürokratischen Bestimmungen bei den Gewerbeabfällen. Hier bestehe ein großer Engpass bei der Verbrennungsentsorgung. Die Preise seien stark gestiegen, und die Politik müsse handeln, so der Tenor.

Das für den Landkreis Cham besonders relevante Thema Asbest werde derzeit auf Bundesebene thematisiert. Demnach stehen fast alle vor 1993 errichteten Gebäude unter Asbestverdacht, und selbst geringe Rückstandsmengen sollen für gefährlichen Abfall erklärt werden. Dies gehe zu Lasten der Wiederverwendung. Der Referent verdeutlichte Zusammenhänge und ging auch auf Einzelheiten ein. (cia)

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