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Wachstum

Bauboom in der Gemeinde Arnschwang

Allein die Gemeinde gibt rund drei Millionen Euro für Tiefbaumaßnahmen aus. Auch Unternehmen investieren kräftig.
Von Wolfgang Baumgartner

Die Firma Breu GmbH Fleisch- und Wurstwaren aus Furth im Wald baut in Arnschwang zwei Produktionshallen mit einem Bürogebäude. Foto: wb
Die Firma Breu GmbH Fleisch- und Wurstwaren aus Furth im Wald baut in Arnschwang zwei Produktionshallen mit einem Bürogebäude. Foto: wb

Arnschwang. Rund drei Millionen Euro investiert die Gemeinde Arnschwang in diesem Jahr in den Tiefbau. An vielen Ecken und Enden des Ortes wird gebaggert, gegraben und gebaut. „Aktuell wird das rund sechs Hektar große Gewerbegebiet in der unteren Warmleiten erschlossen“, berichtet Bürgermeister Michael Multerer im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Neben der Wasserleitung wird ein Kanal mit direktem Anschluss an die neue Kläranlage gebaut. Damit muss das Abwasser aus dem Gewerbegebiet nicht durch das gesamte Kanalsystem des Ortes geleitet werden.

Fernwärme für die Betriebe

Aufgrund der Größe des Areals ist zudem die Errichtung eines Regenrückhaltebeckens nötig. Der rund 2500 Kubikmeter fassende Basseng befindet sich neben der Hauptstraße, gegenüber dem Sportplatz und ist fast fertig. Die Ableitung erfolgt über ein Leitungssystem unter dem Gehweg in den Bruckbach.

Im Juni soll die sanierte und zum großen Teil erneuerte Kläranlage den Probebetrieb aufnehmen. Rund 1,9 Millionen Euro kostet das Bauwerk. Die Reinigung erfolgt künftig in dem Kombibecken.
Im Juni soll die sanierte und zum großen Teil erneuerte Kläranlage den Probebetrieb aufnehmen. Rund 1,9 Millionen Euro kostet das Bauwerk. Die Reinigung erfolgt künftig in dem Kombibecken.

„Die Arbeiten sind soweit abgeschlossen, dass der Gehweg Ende der Woche wieder passierbar“, versichert der Arnschwanger Rathauschef. Im Rahmen der großflächigen Erschließungsmaßnahmen im Gewerbegebiet weist Michael Multerer noch auf ein „besonderes Schmankerl “ für die Investoren dort hin. „Die Firmen benötigen kein eigenes Heizungssystem, da sie direkt an Fernwärmeleitung anschließen können!“ Versorgt wird das neue Arnschwanger Gewerbegebiet von der Biogasanlage der Firma Grüngas GmbH in Arnschwang mit Xaver Macht als Inhaber.

 Die Leitung für die Fernwärme ist bereits verletzt. Die Biogasanlage der Firma Grüngas GmbH in Arnschwang von Xaver Macht wird die Betriebe im Gewerbegebiet mit Wärme versorgen.
Die Leitung für die Fernwärme ist bereits verletzt. Die Biogasanlage der Firma Grüngas GmbH in Arnschwang von Xaver Macht wird die Betriebe im Gewerbegebiet mit Wärme versorgen.

Größter Investor in dem neuen Gewerbegebiet ist aktuell die Firma Breu GmbH Fleisch- und Wurstwaren aus Furth im Wald. Nach dem Spatenstich im Oktober vergangenen Jahres steht bereits eine Produktionshalle, weitere Gebäude werden zur Zeit errichtet. „Insgesamt verfügt das Unternehmen Breu über vier Hektar Grund auf dem Gewerbegebiet“, erzählt Bürgermeister Michael Multerer bei einer Rundfahrt.

Die wird immer wieder unterbrochen durch Ampelanlagen und Entstellen aufgrund der vielen Baumaßnahmen.

Entlang der Chamer Straße wird eine neue Wasserleitung verlegt.
Entlang der Chamer Straße wird eine neue Wasserleitung verlegt.

In der Chamer Straße sind die Handwerker aktuell dabei, eine neue Wasserleitung zu verlegen.

Parallel dazu wird auch im „oberen Dorf“ im Bereich des Flachsgrabens fleißig gebaggert. Die Telekom verlegt dort Glasfaserkabel und errichtet neue Kabelverzweiger. „Nach dieser Maßnahme verfügten alle Arnschwanger im Ortsbereich über schnelles Internet von 100 MB“, freut sich der Rathauschef. Im Außenbereich können rund 80 Prozent der Arnschwanger mit 30 MB surfen. Der restliche Ausbau soll über den Landkreis durch die Firma M-net erfolgen.

Fieberhaft gearbeitet wird aktuell auch noch an der neuen Kläranlage. Sie soll im Juni den Probebetrieb aufnehmen. Rund 1,9 Millionen Euro kostet die Sanierung mit einem umfangreichen Neubau. Die bisherige Anlage ist rund 46 Jahre alt und geriet immer mehr an ihre Kapazitätsgrenzen. Weil heuer der Wasserrechtsbescheid für die Anlage endet, fasste die Kommune den Entschluss, die Anlage soweit als möglich zu sanieren und zum Teil zu erneuern.

Brunner Hof erweitert

Im Vorfeld wurde das Kanalnetz neu berechnet, um die Anlage entsprechend zu dimensionieren. Die biologische Reinigung erfolgt künftig über das Kombibecken und nicht mehr durch den Tropfkörper. Dieser wird stillgelegt und vermutlich später einmal abgerissen. Ebenfalls neu sind das Betriebsgebäude und eine separate Anlage, die das Phosphat aus dem Abwasser nimmt. Die Finanzierung erfolgt über Rücklagen und einmalige Verbesserungsbeiträge der angeschlossenen Haushalte.

 Der ehemalige Parkplatz des Natur-Wohlfühlhotels Brunner Hof gleicht einer Großbaustelle. Neben dem neuen Restaurant entstehen im Dachgeschoss zusätzliche Zimmer.
Der ehemalige Parkplatz des Natur-Wohlfühlhotels Brunner Hof gleicht einer Großbaustelle. Neben dem neuen Restaurant entstehen im Dachgeschoss zusätzliche Zimmer.

Als der Bürgermeister nach der kurzen Baustellen-Rundfahrt zurück beim Rathaus ist, steht er ebenfalls für einem Mammutprojekt. Das Natur-Wohlfühlhotel Brunner Hof überbaut den kompletten früheren Parkplatzbereich. Nach den Worten von Andreas Brunner entstehen dort der Backoffice-Bereich, die Hotel-Lobby, ein neues Restaurant mit vier verschiedenen Stuben und im Dachgeschoss zusätzliche Zimmer. „Bis Weihnachten möchten wir in Betrieb gehen“, erzählt Andreas Brunner. Die Außenanlagen sollen dann im nächsten Jahr fertiggestellt werden.

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