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Wahlkampf

Bauers Bilanz und seine Pläne

Stamsrieds Bürgermeister (CSU) stellte eine Reihe von Projekten vor. Landrat Löffler wies Kritik an Ämterhäufung zurück.
Jakob Moro

Bürgermeister Herbert Bauer (li.) strebt die dritte Wahlperiode an, sitzend Landrat Franz Löffler. Foto: Moro
Bürgermeister Herbert Bauer (li.) strebt die dritte Wahlperiode an, sitzend Landrat Franz Löffler. Foto: Moro

Stamsried.Bürgermeister Herbert Bauer blickte bei der Auftaktveranstaltung der CSU im vollen Saal des Zedernhofs auf seine Amtszeit zurück: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht und das Beste versucht.“

Er erinnerte unter anderem an die Dorferneuerung, den Ankauf und Rückbau mehrerer Anwesen, die zweimalige Erweiterung des Baugebietes „Am Großen Stein“, den barrierefreien Zugang zum Rathaus, an die Verbesserung diverser Gemeindeverbindungsstraßen, die Anschaffungen im Feuerwehrwesen und den Neubau von Gerätehäusern in Großenzenried und Diebersried und des Jugendraums in Hitzelsberg, die Fertigstellung der Abwasseranlage Stamsried und an die interkommunale Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pösing.

Er ging auf die lange Dauer der Dorferneuerung ebenso ein wie auf den Architektenwettbewerb: „Schauen Sie sich die Ergebnisse im Rathaus an. Es kann uns keiner vorwerfen, wir hätten in den letzten Jahren nichts getan“, so Bauer abschließend.

Der Bürgermeister gab einen Ausblick auf die nächsten Jahre: Abschluss der Dorferneuerung, Neugestaltung des Marktplatzes samt Anschlussbereiche, Fertigstellung von Bauabschnitt II der Malergasse und Schloßstraße, Neubau einer Kindertagesstätte, Schaffung seniorengerechter und barrierefreier Wohnformen (Tagespflege), Nachverdichtung des Ortskerns, Umsetzung des städtebaulichen Wettbewerbs „Innen statt Außen“, Breitbandversorgung, Fertigstellung des Feuerwehrhauses Diebersried, Dorferneuerung Stratwies und Diebersried, Unterstützung für Gewerbetreibende, Hilfestellung in betrieblichen und allgemeinen Anliegen, Feuerwehrinvestitionskonzept, Suche nach einem geeigneten Standort für eine neue Feuerwache in Stamsried und vieles mehr.

„Komplex wie nie zuvor“

„Kommunalpolitik ist komplexer wie nie zuvor“, sagte Landrat Franz Löffler. Er sprach die Kritik seiner sechs Mitbewerber an, von denen einige sagten, er sei kein Vollzeitlandrat. Er begründete seine Ämterhäufung damit, dass er, um erfolgreich zu sein, auf Augenhöhe mit überörtlichen, politischen Verantwortlichen wie dem Bayerischen Ministerpräsidenten sprechen und verhandeln wolle.

Er ging auf seine Arbeitsschwerpunkte ein und nannte als Erstes die Arbeitsplätze von morgen. Löffler sprach die aktuelle Situation bei Conti und der Schweizer Group in Roding an, wo Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Genauso wichtig wie die Arbeitsplätze sei die Infrastruktur. Das Thema Breitbandausbau (M-Net) sei das schwierigste in seiner Amtszeit gewesen, gestand Löffler. Der Landkreis und M-Net einigten sich, das Ausbauvorhaben von 2017 gegen eine Abstandszahlung zu beenden und den Breitbandausbau selber in die Hand zu nehmen. Mobilität sei eine Zukunftsfrage. Löffler: „Autonomes Fahren wird auch bei uns ein Thema sein.“ Der Klimawandel könne niemandem egal sein. „Man darf den Leuten nichts vormachen“, sagte Löffler zum Thema Gesundheitswesen im Landkreis und Krankenhaus-Standort Roding. Eine zukunftsfähige Gesellschaft (Integration, Migration) und soziale Ausgewogenheit seien ihm wichtig. Löffler: „Ich gebe mein Amt an euch zurück und bitte um eure Unterstützung bei den Kommunalwahlen.“

Die Kandidaten der CSU-Liste für den Marktrat stellten sich nun vor.

Fragerunde für die Zuhörer

Dann hatten die Besucher Gelegenheit, Fragen zu stellen. Sie interessierten sich für den Breitbandausbau, den Ausbau der Nölpstraße und die Erneuerung der Kanäle am Weinberg, das Pflaster am Marktplatz, die Straße Stratwies-Oberdeschenried, die Stratwieser Kapelle, für den Gehweg am Großen Stein und die Sicherung der Kreisstraße am Hammerweiher (Friedersried-Strahlfeld).

Die weiteren Termine: 16. Februar, 19.30 Uhr, Jugendraum der FFW Hitzelsberg; 19. Februar, 19.30 Uhr, Gasthaus Breu, Friedersried; 26. Februar, 19.30 Uhr, Gasthaus Weigl, Großenzenried; 27. Februar, 14 Uhr, Gasthaus Breu, Friedersried; 1. März, 17 Uhr, FC-Sportheim Stamsried; 10. März, 19.30 Uhr, Abschlussveranstaltung im Hotel Zedernhof. (rjm)

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