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Politik

Baugebiet Aufelder Thema im Bauausschuss

Das Further Gremium diskutierte über die Verkehrsführung in dem neuen Areal. Ehemaliges BRK-Gebäude soll abgerissen werden.
Von Christina Schweitzer

An der Eschlkamer Straße, beim neuen Rettungszentrum, soll das neue Baugebiet „Aufelder“entstehen. Foto: Paleczek
An der Eschlkamer Straße, beim neuen Rettungszentrum, soll das neue Baugebiet „Aufelder“entstehen. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Am Dienstagabend hat im Rathaus eine Bauausschusssitzung stattgefunden. Der Antrag von Xaver Fischer auf Neubau eines Wohnhauses und eines gewerblich zu vermietenden Ferienhauses im Dieberger Weg sorgte für Diskussionen. Dabei wurden vor allem die Nähe zur Stadt und die Nähe zum Industrie-Baugebiet „Regner“ unter die Lupe genommen.

Oskar Mühlbauer meinte, dass eine Nutzungseinschränkung des Gewerbebetriebs Regner möglich wäre. Schließlich gelte der Leitspruch „Wohnen ist ein höheres Gut“. Dieser Meinung schloss sich Günter Stelzer an, der auch Bedenken äußerte. Ein Wohnungsbau habe im Gewerbegebiet nichts zu suchen, da werde zudem ein Präzedenzfall geschaffen. Max Schmatz sah mit dem Bau eine Erweiterung des Gewerbegebiets als unmöglich an.

„Investition für die Stadt“

Anderer Meinung waren Michael Engl und Michael Mühlbauer. Weil Nachbar Regner dem Bauvorhaben zustimmt, sahen sie keinen Grund, das Projekt abzulehnen. Mühlbauer sprach von einer „Investition für die Stadt“, und Engl meinte, dass dem Bauherrn bekannt sein müsse, dass bereits eine Lärmbelästigung vorliegt. Zudem führte er die Einhaltung des Gleichheitsprinzips an, da auch der Grundstücksnachbar auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Wohnhaus erbaut hat. Schließlich erteilte das Gremium der Bauvoranfrage mit drei Gegenstimmen von Günter Stelzer, Oskar Mühlbauer und Max Schmatz das Einvernehmen.

Der Besitzer will das ehemalige BRK-Gebäude abreißen lassen. Foto: Paleczek
Der Besitzer will das ehemalige BRK-Gebäude abreißen lassen. Foto: Paleczek

Diskutiert wurde zudem über das Bauvorhaben von Franz Sperl in der Eschlkamerstraße. Er will das ehemalige BRK-Gebäude abreißen und ein modernes Objekte mit drei Stockwerken, einer Glasfront und gegebenenfalls einem Flachdach bauen. Während Michael Mühlbauer wieder für die Stadterneuerung und die wünschenswerte Innenverdichtung plädierte, zeigte Oskar Mühlbauer erneut Schwierigkeiten auf. In einer gewerblichen Nutzung des Gebäudes sah er kein Problem, mit Wohnungen in diesem Gebäude könnte es schwierig werden. Die Emissionsrichtlinien seien es, die vielleicht nicht eingehalten werden könnten aufgrund des direkt angrenzenden Skaterparks und des Volksfestes zur Drachenstichzeit. Günter Stelzer beurteilte die Parkplatzsituation als schwierig.

Auch Jürgen Friedl äußerte Bedenken: Bereits vor einem Jahr sei gegen einen Camper-Park auf der gegenüberliegenden Seite gestimmt worden. Franz Former zeigte sich froher Gesinnung, dass „angegriffen“ werde, um den Leerstand des Gebäudes zu ändern. Der Bauausschuss erteilte dem Bauvorhaben mit zwei Gegenstimmen von Jürgen Friedl und Oskar Mühlbauer schließlich sein Einvernehmen. Weiteres Thema war das Baugebiet Aufelder. Der Flächennutzungsplan wird angepasst, teilte Bauamtsleiter Josef Beer mit. Das geplante Mischgebiet wird in Teilflächen in ein Allgemeines Wohngebiet, ein Mischgebiet, ein Sondergebiet für die Rettungswache sowie ein Gewerbegebiet unterteilt. Diskussionspunkt war der Bau eines Wendeankers im Industriegebiet. Franz Former und Oskar Mühlbauer fragten, ob es nicht sinnvoll wäre, den Wendeplatz zu umgehen und die Straße Richtung Eschlkamer Straße weiterlaufen zu lassen. Günter Stelzer hakte nach, ob es bereits Interessenten für das Baugebiet gebe. Michael Mühlbauer betonte, dass man „da bereits dran ist“. Beer betonte, dass an alles gedacht werde. Auch die Abgrenzung zum landwirtschaftlichen Bereich sei gewährleistet.

Zuschüsse für Renovierungen

Dem Antrag des Golf-Clubs auf Weiterbetrieb einer Teichanlage erteilte der Bauausschuss sein Einvernehmen, genau wie dem Antrag von Theo Plöderl auf eine isolierte Befreiung für einen Einzelcarport im Habichtweg.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben und Anfragen“ bemängelte Ernst Glaser, dass der Ränkamer Brunnen seit etwa vier bis fünf Jahren stillgelegt sei. Er fragte, wann er wieder in Betrieb genommen werde. Michael Mühlbauer sprach die Kinderspielplatzsituation an. Die Kinderspielplätze im Eulenweg und in der Bischofteinitzerstraße seien nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Die Spielgeräte hätten keine Abnahme mehr. Es wurde versichert, dass im Eulenweg ein neues Spielgerät angeschafft werden soll, und beide Spielplätze vegetationstechnisch wiederaufbereitet werden sollen.

Oskar Mühlbauer äußerte sich zur Gebäuderenovierung im Stadtkern. Seiner Meinung nach sollten den Bürgern die Fördermöglichkeiten vonseiten der Stadt aufgezeigt werden und Gespräche mit den Stadtplanern geführt werden, um Zuschüsse forcieren zu können.

Weitere Meldungen aus Furth im Wald finden Sie hier.

Einvernehmen für Anträge

  • Monika Karl:

    Anbau eines Carports an die bestehende Garage in der Langen Gasse

  • Kurt Renz:

    Anbau eines Balkons mit Treppe in der Kramerstraße

  • Hans-Jürgen Traurig:

    Errichtung eines Gartenhauses in der Daberger Straße

  • Michaela Meißner:

    Abbruch und Neubau Einfamilienhauses in Grasmannsdorf

  • Norma Lebensmittelfilialbetrieb Stiftung & Co. KG:

    Erneuerung diverser Werbeanlagen in der Adam-Wild-Straße

  • Martina und Stefan Nesner:

    Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage in Lixenried Nähe Bogener Weg

  • Susanne und Richard Brandner:

    Antrag auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Schuppen im Köhlerweg (fcs)

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