MyMz
Anzeige

Auftritt

Beatles mal auf weibliche Art

Die Mädels-Band Birdelay begeisterte ihr Publikum auf der RAUM-Kleinkunstbühne. Mit Project-Theater geht es weiter.

Birdelay brachten Songs der Beatles, von CSNY, der Eagles oder von Mumford & Sons auf ihre sehr weibliche Art zum Klingen.  Foto: Franz Bauer
Birdelay brachten Songs der Beatles, von CSNY, der Eagles oder von Mumford & Sons auf ihre sehr weibliche Art zum Klingen. Foto: Franz Bauer

Cham.Am vergangenen Samstag gastierten die wunderbaren Birdelay auf der RAUM-Kleinkunstbühne und boten Musik für Ohr und Herz. Birdelay, das sind vier exzellente Musikerinnen, die mit ihrem einnehmenden Sound ihr Publikum vom ersten Song weg für sich gewannen. Und das absolut zu Recht, denn sie schafften es, Klassiker verschiedenster Genres so zu interpretieren, dass ein ganz eigener Birdelay-Klang entstand.

Beschreiben könnte man diesen wohl am ehesten mit Attributen wie: leicht und kraftvoll zugleich und auf jeden Fall sehr eingängig. Außerdem hatten sie einige Eigenkompositionen im Programm – wieder im Birdelay-Sound mit kessen Texten übers Leben und Lieben. Die Band selbst verortet ihre Musik irgendwo zwischen Bluegrass und Folk, was natürlich auch der Auswahl an Instrumenten geschuldet ist. Veronika Schleicher spielt Mandoline, Annegret Huber Akkordeon, Theresa Frischholz ist die Gitarristin der Band, und Patricia Hibler komplettiert mit ihrer Geige, wobei: Komplett wird der Birdelay-Sound erst mit dem harmonischen oft vierstimmigen Gesang. So entstanden aus Traditionals, Popsongs, Rockhymen und Selbstgeschriebenem wunderschöne Klangteppiche.

Spannend war es für die aufmerksamen Zuhörer, wenn die Gruppe Songs der Beatles, von CSNY, der Eagles oder von Mumford & Sons auf ihre sehr weibliche Art zum Klingen brachte, wobei sich die vier Musikerinnen auch sehr zu den Frauen der Musikszene bekannten und deshalb Lieder von unter anderem Norah Jones oder den Dixie Chicks nicht fehlen durften.

Sympathisch machte die Vier auch ihre unkomplizierte Art. Da wurden selbst die Überleitungen zu unterhaltsamen Momenten im Konzert. Annegret Huber verstand es, auf lockere und humorvolle, fast spitzbübische Art (wenn diese Wortwahl bei einer Mädels-Band überhaupt angebracht ist) von ihrer Songauswahl zu erzählen. So berichtete sie auch über die Namensfindung der Band, welche schon einige gemeinsame Abende gebraucht habe. Männer, im Gegensatz dazu, würden einmal feiern gehen und schon sei der Bandname klar, überspitzte sie charmant.

So verspielt und frei, wie sie mit ihrer Musik umgehen, so gingen die Vier auch mit dem Bandnamen Birdelay um. Weil „Ladybird“ (englisch Marienkäfer) schon vergeben war, setzen sie die Silben lautmalerisch neu zusammen. Gut, dass sie sich die Zeit dafür genommen haben!

Mit einem wunderschönen Lullaby, den sie a capella anstimmten, verabschiedeten sie ihr Publikum. Dies, im gedimmten Licht der Kleinkunstbühne vor dem Bühnenbild mit Perserteppich und Teilen der stilvollen Wohnzimmereinrichtung der Mama, wird vielen der Zuschauer aus dem voll besetzten Auditorium in schöner Erinnerung bleiben.

Und weiter geht es auf der RAUM-Kleinkunstbühne schon dieses Wochenende mit dem Projekt-Theater „Wie das Leben so lebt“. Das Theater in kurzen Episoden haben die ambitionierten Sketche-Spieler unter der Regie von Franz Bauer selbst entwickelt. Herausgekommen ist eine humorvolle Collage von Ereignissen – heitere und schmerzhafte Begegnungen wie im richtigen Leben.

Projekt-Theater

  • Termine:

    Aufführungen sind am Samstag, 2., und Sonntag, 3. November. Einlass ist um 18.30 Uhr, Beginn um 19 Uhr, RAUM-Kleinkunstbühne, Ludwigstraße 13

  • Tickets:

    Karten gibt es im Vorverkauf unter www.raum-fuer.de oder unter Tel. (0 99 71) 99 51 21 für 12 Euro, an der Abendkasse zu 13 Euro, Last-Minute-Tickets für Schüler und Studenten ab Samstag zu acht Euro, und dies ist auch über Whats App und alternativ Signal 01 51/10 37 95 88 möglich.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht