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Bildung

Bei Konflikten wird vermittelt

Die Sozialpädagogin Julia Ried trat ihre Stelle an der Grund- und Mittelschule Rötz an. Die Kommune beteiligt sich mit 20 Prozent.
Von Günther Hofmann

Die Mitarbeiterin der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) Julia Ried an ihrem neuen Arbeitsplatz. Sie wurde begrüßt von Rektor Lothar Drachsler, Bürgermeister Wolfgang Spießl, Andrea Süß von der Stadtverwaltung und Bernhard Nagelschmidt vom Amt für Jugend und Familie.  Foto: Günther Hofmann
Die Mitarbeiterin der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) Julia Ried an ihrem neuen Arbeitsplatz. Sie wurde begrüßt von Rektor Lothar Drachsler, Bürgermeister Wolfgang Spießl, Andrea Süß von der Stadtverwaltung und Bernhard Nagelschmidt vom Amt für Jugend und Familie. Foto: Günther Hofmann

Rötz.„Damit aus kleinen Problemen keine großen werden!“ Dies ist für den amtierenden Bürgermeister Wolfgang Spießl mit der wichtigste Grund, dass es nun auch an der Grund- und Mittelschule Rötz eine Sozialpädagogin gibt.

Der Rektor der Rötzer Schule, Lothar Drachsler, hatte zu einem Termin geladen, um das neue Mitglied der Schulfamilie vorzustellen. Dies ist Sozialpädagogin Julia Ried. Sie ist seit dem 1. Oktober der Rötzer Schule zugeteilt. Zur offiziellen Begrüßung waren auch 2. Bürgermeister Wolfgang Spießl und Geschäftsleiterin Andrea Süß gekommen. Auch Bernhard Nagelschmidt vom Amt für Jugend und Familie war zu Amtseinführung mit anwesend. Nagelschmidt ist Leiter der Sozialen Dienste am Landratsamt Cham.

Dieser erklärte, dass es die Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) zuerst nur an großen Hauptschulen und Förderzentren gab. Nun gibt es diesen Dienst flächendeckend an allen Grundschulen mit über 100 Schülern. Auch die Schulen in Falkenstein, Walderbach und Lam werden bis 2020 eine JaS-Mitarbeiterin bekommen. Früher mussten 20 Prozent Kinder mit Migrationshintergrund an einer Schule sein, diese Klausel ist nun weggefallen und davon können alle Schulen mit diesem wichtigen Dienst versorgt werden.

Welche Bereiche werden nun abgedeckt durch die JaS? Das Spektrum ist breit und reicht von sozial Benachteiligten über kranke Schüler bis hin zum Migrationshintergrund. Aber auch mit Problemen wie Liebeskummer oder Diebstahl befasst man sich.

Der Landrat setzt sich sehr dafür ein, so Nagelschmidt. Träger dieser Stellen sind der Landkreis und die Jugendbildungsstätte. Aber auch die Kommunen beteiligen sich mit 20 Prozent an den Kosten. Die JaS ist dem Sozialministerium unterstellt im Gegensatz zur Schulsozialarbeit, die dem Kultusministerium angegliedert ist. Der Unterschied besteht darin, dass sich die JaS um Einzelschicksale kümmert.

Julia Ried betonte, dass sie die erste Anlaufstelle bei Konflikten an der Schule für Eltern und Schüler sei. Sie werde versuchen, beraten und vermitteln zu können. Sie wird auch Projekte für besonders benachteiligte oder auffällige Kinder anbieten. Rektor Lothar Drachsler, der schon sehr viel Vorarbeit geleistet hat, unterstrich, dass durch die JaS das Schulklima gestärkt werden solle, indem Präventionsmaßnahmen eingesetzt werden. Auch die Psychohygiene soll anlassbezogen unterstützt werden.

Wolfgang Spießl ist sehr erfreut, dass es nun auch in Rötz eine Stelle der Jugendsozialarbeit an Schulen gibt. Probleme müssen im Vorfeld schon bearbeitet werden, damit aus kleinen keine großen werden. Spießl wünschte Julia Ried eine gute Aufnahme in die Rötzer Schulfamilie. Die Stadt Rötz sei immer bemüht, dass es ihrer Schule gut geht. Bernhard Nagelschmidt vom Amt für Jugend und Familie lobte den Rötzer Rektor für seine sehr gute Vorarbeit und er meinte, dass die JaS bayernweit ein Erfolgsmodell sei

Zur Person

  • Erreichbarkeit:

    Sie sagt, sie freue sich auf Rötz, weil es sich hier um eine kleine und familiäre Schule handelt. Sie ist an jedem Vormittag in der Schule erreichbar. Auch im Krankheitsfall gibt es eine Vertretungsregelung.

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