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Weiding

Beim Internet eigene Wege gegangen

Die Gemeinde Weiding ist vor rund zehn Jahren einen ganz eigenen und mutigen Weg gegangen, um die Bevölkerung mit schnellem Internet zu versorgen.
Andreas Engl

Eine Infrastruktur nach dem Vorbild Weidings, das würde sich auch Bürgermeister Herbert Sporrer aus Simbach (3.v.l.) wünschen. Foto: A. Engl
Eine Infrastruktur nach dem Vorbild Weidings, das würde sich auch Bürgermeister Herbert Sporrer aus Simbach (3.v.l.) wünschen. Foto: A. Engl

Weiding.Und darin waren sich am Donnerstag-Vormittag sowohl Bürgermeister Daniel Paul als auch MdB und Altbürgermeister Karl Holmeier einig: Man würde es wieder genauso machen wie einst. Denn bis heute betreibt Weiding im Großteil des Gemeindegebietes sein eigenes Glasfasernetz. Der Internetanbieter „inexio“, der die Technik der einstigen Firma smart-DSL übernommen hat, bietet dem Endkunden die Produkte in Sachen Internet-Nutzung in der Chambtal-Gemeinde. Damit konnte die Kommune schon viel Geld sparen, beispielsweise durch die Vernetzung aller gemeindlicher Einrichtungen wie Schule, Bauhof, Kläranlagen und Feuerwehrgerätehäuser. Doch auch sonst hat sich das Netz bis heute bewährt. Die beiden Weidinger Gewerbegebiete bekamen vom ersten Tag an Glasfaser bis ins Haus. Und dass dies für Betriebe heute zwingend notwendig ist, das stehe außer Zweifel, so die einhellige Meinung der Verantwortlichen. Auch ein Großteil der Bevölkerung im gesamten Gemeindegebiet profitiert von beachtlichen Bandbreiten ab 30 MBit/s.

Am Donnerstag-Vormittag statteten Altbürgermeister Karl Holmeier und sein Bundestagskollege Max Straubinger aus dem Wahlkreis Rottal-Inn der Gemeinde Weiding einen Besuch ab. Mit dabei hatten sie Bürgermeister Herbert Sporrer aus der Marktgemeinde Simbach bei Landau, der ebenfalls in einer sehr zersiedelten Gemeinde daheim ist und insgesamt an fünf verschiedene Vermittlungsstellen und Vorwahlbereiche der Telekom angebunden ist. Auch bei ihm ist daher schnelles Internet Mangelware und der Druck in der Bevölkerung wächst, nicht zuletzt deshalb, weil auch die Mobilfunkversorgung in seiner Gemeinde sehr zu wünschen übrig lässt.

Zusammen mit seinem Kämmerer Manfred Fischer ließ er sich den eigenen Weg der Gemeinde von Holmeier und Paul aufzeigen. Vorsorge sei heute das Gebot der Stunde, denn mit jeder Tiefbauarbeit sollte man eine Leerrohr-Infrastruktur mit aufbauen, um spätere Grabenarbeiten zu minimieren. Mit der nun fast abgeschlossenen Erdgaserschließung der Ortschaft Weiding wurde ein komplettes Speedpipe-Netz aufgebaut. (fea)

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