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Bekommt Blaibach ein Storchenpaar?

Bereits im vergangenen Jahr zeigten zwei Weißstörche Interesse am Kamin der alten Pechfabrik. Seit Montag könnten sie nisten.
Von Stefan Weber

Der Landesbund für Vogelschutz freut sich, dass auf der alten Pechfabrik in Blaibach ein Storchenhorst für vielleicht erste Paar seit Jahrzehnten angebracht werden konnte. Foto: S. Weber
Der Landesbund für Vogelschutz freut sich, dass auf der alten Pechfabrik in Blaibach ein Storchenhorst für vielleicht erste Paar seit Jahrzehnten angebracht werden konnte. Foto: S. Weber

Blaibach.Der Montag ist zwar ein Tag, an dem es rein wettertechnisch wenig Grund zur Freude gibt, zumindest für alle, die sich gerne im Freien aufhalten. Für die Natur kommt der Regen aber genau richtig. Nicht nur für die Wälder, in denen der Boden ganz ausgetrocknet ist: Auch verschiedene Tiere finden gerade bei diesem schlechten Wetter besonders gut Nahrung. Zum Beispiel Störche.

Der erste seit Jahrzehnten

Auch wenn es Markus Schmidberger, Geschäftsführer des Landesbundes für Vogelschutz im Landkreis Cham, unter der Schutzmaske nicht anzusehen ist, lächelt er bei dieser Aussage. Denn an diesem Tag „schließt sich eine Lücke im Regental“, was die Störche betrifft, sagt er. Denn im Gegensatz zu den umliegenden Gemeinden wie Miltach, Grafenwiesen oder Bad Kötzting hätten die Blaibacher seit Jahrzehnten keinen Storch mehr in ihrem Ort, der sesshaft geworden sei. Als sich im vergangenen Jahr ein Storchenpaar zaghaft um den Kamin der alten Pechfabrik bemühte, sei aber Hoffnung aufgekeimt - und siehe da: Dieses Jahr kam das Paar zurück und begann, auf dem Kamin ein Nest zu bauen.

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Dann musste es schnell gehen

Die Erfolge seien allerdings zum einen bislang mäßig gewesen, erklärt Schmidberger, zum anderen sei der Kamin in Betrieb. „Noch ist aber Zeit für das Paar, Eier zu legen“, weiß er. Die Familie Förster, Besitzer des Gebäudes, sei auch einverstanden gewesen, dass Paar Adebar seinen Horst an der Stelle bekommen sollte. Allerdings sei das so nicht möglich, wie sich die Störche das vorgestellt hätten.

Sehen Sie hier Fotos von Störchen im Landkreis Cham:

Damit Mensch und Tier den Kamin nutzen könnten, brauchte es einen „Abstandshorst“ - also ein Nest, das nicht direkt auf, sondern über dem Kamin gebaut werde. Dafür ging der LBV wiederum auf die Suche nach einem Spengler, und den habe man unweit der Pechfabrik im Betrieb Klingseisen gefunden.

Betreuer gesucht

Die Feuerwehr Bad Kötzting steuerte die Drehleiter bei, um zwei Mal auf den Kamin zu kommen (einmal, um alles abzumessen, am Montag, um den Horst anzubringen), und fertig war das Storchennest, das die beiden Weißstörche nun nur noch annehmen müssten. Auch wenn die meiste Arbeit kostenlos gewesen sei, fielen doch zwischen 2000 und 3000 Euro für den Horst an, schätzt Schmidberger. Doch dafür bekämen die Blaibacher endlich wieder ein Storchenpaar, für das der LBV übrigens auch später noch Unterstützer suche. In jedem Ort gebe es einen freiwilligen Storchen-Beauftragten, der den LBV etwa darüber informiere, wann die Paare jedes Jahr zurückkämen oder wann sie ihre Eier legten. Wer diese Aufgabe übernehmen möchte, könne sich gerne beim Verein melden.

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