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Verein

Bergschützen rüsten sich für die Zukunft

Vier neue elektronische Schießstände werden angeschafft. Zum 100-jährigen Bestehen ist ein Jubiläumsschießen geplant.

  • Xaver Daiminger, Schützenmeister Josef Haimerl, der Schirmherr der 24. Dorfmeisterschaft, Reinhard Summerer, Gaujugendkönig Simon von der Lippe, Stadtrat Franz Summerer, die 3. Bayerische Meisterin Conni Pilsak und Gauschützenmeister Thomas Platzer (v. l.) Fotos: cfs
  • Gauschützenmeister Thomas Platzer (l.) und Schützenmeister Josef Haimerl überreichten Veronika König das Goldene Abzeichen des OSB.

Cham.„Am Katzberg herom wohnan einfach gherige Leid, und do gejht ma gern her!“ Auch wenn sie dieses Mal nicht persönlich präsent sein konnte, war Bürgermeisterin Karin Bucher über eine von 2. Schützenmeisterin Sonja Gerschütz verlesene Grußwort-WhatsApp anwesend.

„Man kann den Bergschützen zu den gehörten Berichten und zu ihrer guten Jugendarbeit und dem Entschluss, vier neue elektronische Schießstände einzubauen, nur gratulieren, eine Investition, die der Jugend zugute kommt“, sagte Gauschützenmeister Thomas Platzer bei der Jahresversammlung im Schützenheim. Die Mehrheit der Mitglieder stimmte auch dafür, das 100-jährige Gründungsfest 2023 nicht ihm Zuge eines großen Festes, sondern mit einem Jubiläumspreisschießen zu feiern.

Schützenmeister Josef Haimerl erinnerte nach dem Totengedenken daran, dass sich der Verein mit einer Luftpistolenmannschaft in der Bezirksliga Ost, einer Damen- und einer Herrenmannschaft sowie einer Mannschaft im Auflageschießen an den Rundenwettkämpfen beteiligt. Den größten sportlichen Erfolg konnte im abgelaufenen Jahr Conny Pilsak verzeichnen, sie wurde 3. Bayerische Meisterin. Zudem wurde Simon von der Lippe mit einem 59,7-Teiler Gaujugendkönig mit dem Luftgewehr. Haimerl dankte nicht nur der Vorstandschaft, sondern allen, die zum Gelingen des Schießjahres 2019 beigetragen hatten.

Aktuell 161 Mitglieder

Schriftführerin Amalie Brandl ließ das Vereinsleben Revue passieren. Bei vier Austritten traten zwei Neue dem Verein bei. Somit zählen die Bergschützen aktuell 161 Mitglieder und fünf Passive. An zwölf Schießabenden, bei denen zwischen 15 und 29 Schützen anwesend waren, pflegten sie das gesellige Beisammensein. Höhepunkte waren das Wanderpokal- und Geburtstagsschießen, erstmals wurde der „Faschingskönig“ ermittelt, das Königsschießen, die Vereinsmeisterschaft mit 46 Schützen sowie die Dorfmeisterschaft unter der Schirmherrschaft der Familie Scherpf mit 118 Einzelstartern und 43 Teams. Zum dritten Mal wurde der Kurt-Seifert-Gedächtnis-Pokal ausgeschossen. Der Verein beteiligte sich an den Veranstaltungen des Schützengaues Cham, der Pfarrei St. Josef, an zahlreichen Preis- oder Standeröffnungsschießen, am Sommerbiathlon der Seeschützen aus Runding, wobei Maximilian Dobler den 1. und Tobias Müller den 3. Platz belegten, am Volksfestzug sowie am Segelfliegerfest und organisierte einen Ausflug in die Weltkulturerbestadt Krumau. Ein Erfolg war ebenso das Oktoberfest unter der Schirmherrschaft von Stadtkämmerer und Bürgermeisterkandidat Christian Plötz. Die Schriftführerin erinnerte auch an das Martinigansschießen mit 22 Teilnehmern und die Christbaumversteigerung zum Jahresabschluss.

Eine hervorragende Bilanz zogen die Jugendleiter Martina Lankes-Vogl und Silke von der Lippe, die von Sepp Brandl unterstützt werden. Fünf Kinder in der Bambini-Klasse und fünf Schüler besuchten im Schnitt die Trainings. Fünf Junioren sind bei den Rundenwettkämpfen der Herren eingesetzt oder trainieren selbstständig. An den Schießveranstaltungen des Gaues nahm der Nachwuchs zahlreich mit Erfolg teil, z.B. bei den Gaumeisterschaften. Am Gaujugendweihnachtsschießen nahm der Nachwuchs mit acht Kindern teil. Simon von der Lippe wurde Gaujugendkönig.

Anschließend diskutierten die Mitglieder über den Vorschlag des Schützenmeisters, wie sich der Verein für die Zukunft aufstellen soll, insbesondere aber, wie das 100-Jährige 2023 gefeiert werden soll. Sein Vorschlag: an Stelle eines Festes ein Jubiläumsschießen mit Gaukönigsschießen durchzuführen. Nach kurzer Diskussion stimmte die Versammlung mehrheitlich für den Vorschlag des Schützenmeisters. Auch der Vorschlag Haimerls, vier elektronische Schießstände anzuschaffen, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Für diese große Investition – Kosten: 12 000 Euro – muss der Verein tief in die Kasse greifen. Wie Schützenmeister Haimerl mitteilte, findet die 24. Dorfmeisterschaft vom 8. bis 14. März statt. Die Schirmherrschaft übernahm Reinhard Summerer.

Gaukönigsschießen in Katzberg

Gauschützenmeister Platzer hob die zahlreichen Veranstaltungen der Bergschützen hervor und zollte allen Beteiligten seinen Respekt für die erbrachten sportlichen Leistungen. Auch die gute Jugendarbeit hob Platzer hervor. Er bedankte sich zudem bei der Vorstandschaft für die Beteiligung an den Veranstaltungen des Gaues. Voraussichtlich werde im Zuge des 100-jährigen Gründungsfestes des Vereins 2023 auch das Gaukönigsschießen bei den Katzberger Bergschützen ausgetragen.

Stadtrat Franz Summer ging in seinem „letzten Grußwort“ auf den Umbau des Schützenheimes ein, den er im Nachhinein als eine sehr gute Entscheidung bezeichnete, obwohl hohe Hürden zu überwinden gewesen waren. Auch er lobte die Entscheidung, vier neue elektronische Schießstände einzubauen, als eine sehr gute Investition für die Zukunft. Die sportlichen Leistungen hob der Redner außerdem lobend hervor, ebenso den guten Zusammenhalt im Verein. „Die Bergschützen san präsent in Katzberg“, so der scheidende Stadtrat. (cfs)

Ehrungen

  • Geschenk:

    Mit einem Präsent wurde der langjährige Pressewart der Bergschützen, Xaver Daiminger, verabschiedet, der nach 22 Jahren in seinen zweiten Ruhestand geht.

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