MyMz
Anzeige

Rettung

Bergwacht-Ausrüstung beeindruckt Wehr

Die Further Bergretter führten besondere Gerätschaften wie Drohnen bei der Feuerwehr in Waldmünchen vor.
Benny Schlegl

Das Rettungsfahrzeug mit Patientenliege weckte das Interesse der Einsatzkräfte der Feuerwehr Waldmünchen. Foto: Benny Schlegl
Das Rettungsfahrzeug mit Patientenliege weckte das Interesse der Einsatzkräfte der Feuerwehr Waldmünchen. Foto: Benny Schlegl

Waldmünchen.Beim turnusmäßigen Übungsabend am Dienstag hatte die Feuerwehr Waldmünchen Josef Hofstetter und Andreas Kaufmann von der Bergwacht Furth im Wald zu Gast, um sich über deren neue Fahrzeuge sowie die Einsatzmöglichkeiten der dort stationierten Drohnen zu informieren. Besonders beeindruckte dabei, welche umfangreichen Möglichkeiten bei Personensuchen zur Verfügung stehen.

Die beiden Vertreter der Bereitschaft Furth im Wald rückten mit zwei Fahrzeugen an, darunter der erst in diesem Jahr beschaffte VW Amarok, der eine Patientenliege beinhaltet und auf dem auch ein abnehmbarer Patientenschlitten installiert ist. Hauptsächlich jedoch sollte sich der Abend um das LKLD-Fahrzeug drehen, welches mit umfangreicher Technik für großflächige Einsatzlagen, zum Beispiel Personensuchen, ausgestattet ist. Das Fahrzeug ist eines von sieben in ganz Bayern und für den gesamten Bayerischen und Oberpfälzer Wald zuständig. Zunächst informierte Hofstetter in einem theoretischen Teil über die Technikgruppe der Bergwacht. LKLD steht für Lokalisation, Kommunikation, Lagebeschreibung und Dokumentation. Die neue Gruppe steht den Einsatzkräften der Region bei Einsätzen mit technischer Ausstattung und Know-how zur Verfügung, etwa bei großen und zeitaufwendigen Sucheinsätzen. Das LKLD-Fahrzeug beinhaltet Funkgeräte (Digital. und Flugfunk), PCs mit Kartenmaterial, GPS-Geräte mit Auswertungssoftware, eine mobile Wärmebildkamera sowie zwei Drohnen mit Zubehör. Die Further Bergwacht hat mit dieser Ausstattung ein Alleinstellungsmerkmal unter den Bereitschaften in Ostbayern erhalten.

Die Bergwachten

  • Stationen:

    Insgesamt gibt es im Bayerwald 20 Bergwachten, vier davon im Landkreis Cham.

  • Finanzen:

    Die Retter bekommen vom Freistaat Bayern jährlich ein Budget. Die Ausrüstung wird gestellt.

Hofstetter verdeutlichte, dass das Einsatzgebiet von Passau bis Weiden gehe, außerdem auch noch bis Kelheim. Die Einrichtung in diesem Fahrzeug wurde in vielen ehrenamtlichen Stunden zum Teil selbst eingebaut und ausgetüftelt. Seit der Anschaffung im April 2017 wurde die Technik kontinuierlich verbessert und ausgebaut. So beinhaltet die Ausrüstung mittlerweile auch zwei hochmoderne Drohnen, die der Mannschaft der Feuerwehr Waldmünchen ausführlich demonstriert wurden. Eine Drohne ist mit einer Wärmebildkamera, mit Scheinwerfern und mit einem Lautsprecher ausgerüstet. Die Bilder lassen sich auf einen Bildschirm übertragen. Der Einsatz der beiden Drohnen über dem nächtlichen Himmel sei beeindruckend gewesen. Die neue Einheit kann sowohl über den Bergwachtleiter des Landkreises als auch über die Integrierte Leitstelle in Regensburg alarmiert werden. (wby)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht