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Entlassfeier

Beruf mit Ecken und Kanten

35 Absolventen erhielten an der Berufsfachschule für Altenpflege ihre Zeugnisse. Landrat Löffler bezeugt seine „Hochachtung“.
Johann Fischer

  • Diese Absolventen und Absolventinnen wurden am Freitag aus der Berufsfachschule für Altenpflege entlassen. Fotos: Hans Fischer
  • Zwei Honorardozenten – Elisabeth Schönberger, die sechs Jahre an der Berufsfachschule wirkte, sowie Gerhard Höcht – wurden durch Schulleiterin Anneliese Schmuderer (Mitte) verabschiedet.

Bad Kötzting.Die Altenpflege erlangt in unserer Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert. Um Nachwuchskräfte wird händeringend geworben. Doch es tut sich im Bereich von Bad Kötzting ein Lichtblick auf. Die Berufsfachschule für Altenpflege entließ am Freitag 35 neue Kräfte, nämlich 27 aus der dreijährigen Altenpflegeausbildung und acht von der Pflegefachhelferausbildung. Sie stehen damit den Pflege- und Betreuungsheimen ab jetzt zur Verfügung.

Verabschiedet wurden gleichzeitig zwei Honorardozenten. Gesanglich umrahmt wurde die Abschlussfeier mit Zeugnisverleihung durch Romy Börner, begleitet von Thomas Gruber am Piano.

Vollbesetzt war die liebevoll geschmückte Jahnhalle, als die Leiterin der Berufsfachschule für Altenpflege, Anneliese Schmuderer, am Freitag die Begrüßung der Absolventen vornahm. „Man kann in den Gesichtern der Absolventen die Entspannung und Erleichterung feststellen, wenn ich in den Saal blicke“, erklärte Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Er werbe und ringe darum, dass man das Berufsbild Altenpflege auf die gleiche Stufe stelle wie beispielsweise das Berufsbild eines Industriekaufmanns, Maurers, Bankers, Berufsmusikers und so weiter. Altenpfleger sei nicht irgendein Beruf, sondern ein Königsweg. Davor habe er Hochachtung, denn er durfte selbst das Leben in einem Seniorenheim erleben, in dem seine inzwischen verstorbene Mutter betreut wurde. Man brauche eine soziale Gesellschaft.

Der Landkreischef stellte noch fest, dass nach dem Umzug der Berufsfachschule für Altenpflege in die ehemalige Berufsschule auch dort optimale Verhältnisse geschaffen wurden. Er gratulierte den Entlassschülern zum erfolgreichen Abschluss.

Bürgermeister Markus Hofmann resümierte, dass dies die letzte von mehreren Abschlussfeiern an Schulen für ihn und dabei auch die schönste Abschiedsfeier sei. Tatsache ist, dass wir alle älter werden und uns darüber freuen würden, einmal eine gute und liebevolle Pflege zu erhalten. Dafür brauche man eine fundierte Ausbildung und viel Fachwissen. Er habe fast täglich Kontakt zu pflegebedürftigen Menschen. Mit diesen umzugehen, sei nicht immer leicht. Doch er habe auch feststellen können, dass die Altenpfleger auch viel Freude erfahren. Diese bekommen auch ein dankbares Lächeln zurück und das sei der schönste Lohn.

Schulleiterin Anneliese Schmuderer sagte in ihrer Ansprache: „Es sind auch ganz verschiedene Richtungen, die Sie mit ihrem heutigen Abschluss gehen können.“ Der Beruf des Altenpflegers habe auch sehr viele Ecken und Kanten. Da laufe nicht immer alles so glatt und geschmeidig, so wie man sich das wünschen würde. Wenn man lange Dienste hat, Früh-, Spät- und Nachtschichten abdecken oder auch an Wochenenden und Feiertagen arbeiten muss, wenn andere frei haben, da werden die Belastungen sehr hoch. Doch das sei halt mal so, wenn man sich diesen Beruf gewählt habe.

Nicole Bernhardt und Sven Trenner meinten in ihren Schülerworten, dass es ein beschwerlicher Weg bis hin zum heutigen Tag gewesen sei. Doch man habe mit Gruppendynamik alle Schwierigkeiten gemeistert.

Schulleiterin Anneliese Schmuderer und Bürgermeister Markus Hofmann verliehen dann die Zeugnisse an die Absolventen. (ksm)

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