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Freizeit

Beste Ausblicke im handlichen Format

Eine neue Wanderkarte lotst durchs Waldmünchener Urlaubsland. Die Zahl der Wege wurde aufs Wesentliche reduziert.
Von Petra Schoplocher

Wunderbare Strecken erwandern und besonders schöne Flecken, hier die Schwarzenburg bei Rötz, genießen. Die neue Karte des Urlaubslandes bringt beides zusammen. Ab sofort ist sie in der Tourist-Information Waldmünchen erhältlich und nicht nur für Gäste interessant. Foto: Waldmünchener Urlaubsland
Wunderbare Strecken erwandern und besonders schöne Flecken, hier die Schwarzenburg bei Rötz, genießen. Die neue Karte des Urlaubslandes bringt beides zusammen. Ab sofort ist sie in der Tourist-Information Waldmünchen erhältlich und nicht nur für Gäste interessant. Foto: Waldmünchener Urlaubsland

Waldmünchen.Weniger ist mehr. Zumindest gilt das für die Wanderwege im Waldmünchener Urlaubsland. Durch die naturparkweite Umstrukturierung der Strecken haben sich auch für die Wege Wm01 bis Wm20 Änderungen ergeben – und eine neue Karte erforderlich gemacht.

Diese haben Bürgermeister Markus Ackermann und Tourismusbüro-Leiterin Tanja Dietl kürzlich vorgestellt. Das Urteil für Karte wie auch die neuen Wanderrouten fiel gleichermaßen positiv aus. „Sehr gut markierte, schöne Streckenführungen mit tollen Aussichtspunkten“, kommentierte Markus Ackermann die von rund 250 Kilometer auf gute 125 reduzierten Wege. Und auch die Karte im bewährten Maßstab 1:40 000 traf voll und ganz seinen Geschmack. Handlich und dennoch übersichtlich, dazu Hinweise auf Sehenswürdigkeiten, „richtig gelungen“. Die Foto-Headlines auf der Rückseite – ebenso mit Informationen versehen – wären zudem genau die richtigen Appetithappen.

„Goldsteig“ jetzt noch schöner

Ein sehr gutes Beispiel, wie die Wege optimiert wurden, sei ein Stück des Goldsteigs in Waldmünchen. Während dieser früher um die Stadt herumführte, kommt der Wanderer nun an Stadtpark, Ölbergkapelle und Perlsee vorbei. Oder Herzogau: Sechs Wege führten durch das Dorf, das war nicht nur auf der Karte unübersichtlich, „zugekleistert“. Doch nicht nur die Naturliebhaber profitieren: Auch der Unterhalt und die Pflege der Wege sei einfacher, ergänzte Markus Ackermann.

Heike Feiners Lieblingsroute ist der Cerchovsteig. Sie ist eine von acht Wanderführern. Foto: ps
Heike Feiners Lieblingsroute ist der Cerchovsteig. Sie ist eine von acht Wanderführern. Foto: ps

Mit den Bezeichnungen „Wm“ fielen die bisherigen Namen wie „Geiganter“ (Gei) oder „Sinzendorfer“ (Si) Weg weg, was Tanja Dietl im Sinne der Vereinheitlichung nach außen vor allem für Urlauber als positiv bewertete. Das System sei für den ganzen Naturpark durchgängig gültig. Im Urlaubsland bedeute dies: Rötz erhält Rz, Gl steht für Gleißenberg, Tb für Tiefenbach, Ts für Treffelstein und Sc für Schönthal.
Sie wies auf den auf den Karten erstmals eingeführten QR-Code für jede Ortschaft hin, die es ermögliche, die jeweilige Streckenführung aufs Handy „zu ziehen“. Dies, aber auch Tipps zu Sehenswürdigkeiten würden die Tourenplanungen erleichtern, sind sich Ackermann und Dietl sicher. „Und das nicht nur für Auswärtige.“

Dass die Karte mit relativ geringem Aufwand bedarfsgerecht zusammengestellt werden konnte, liegt an der GIS-Datenbank des Naturparks. „Wir können bedarfsgerecht das konfigurieren, was wir brauchen“, schwärmt der Bürgermeister. Umgesetzt hat die Waldmünchener Wünsche Johanna Krumschier, die die Daten vonseiten des Naturparks verwaltet.

„Macht Lust, loszulegen“: Markus Ackermann und Tanja Dietl sind sehr zufrieden mit der neuen Wanderkarte. Foto: Schoplocher
„Macht Lust, loszulegen“: Markus Ackermann und Tanja Dietl sind sehr zufrieden mit der neuen Wanderkarte. Foto: Schoplocher

Eine der Routen, die auf der Rückseite der Karte als „Wandertipp“ beschrieben ist, ist der „Cerchovsteig“. Dies ist auch der Lieblingsweg von Heike Feiner, der einzigen Frau unter den acht Waldmünchener Wanderführern. „Weil das der Weg ist, der am naturbelassendsten ist“, entfährt es ihr spontan auf die Frage, warum es ihr genau diese Wanderung angetan habe. Zudem sei er „angenehm steil, fordernd, aber nicht überfordernd“.

Die Strecke sei vielfältig und zu jeder Jahreszeit interessant, schwärmt sie. Deswegen werde der Aufstieg auch nicht langweilig, zumal das Publikum bei den Führungen immer anders sei. Das führe unterwegs zu einem angenehmen Wechsel zwischen Gesprächen, Natur-Beobachtungen, Genuss und Stille.

Wanderführer sind gesucht

„Und es sind nicht nur Urlauber, die mitgehen“, weiß die Zillendorferin, gerne würden auch Wanderer aus der näheren Umgebung das Angebot nutzen. Dass man immer wieder neue Leute kennenlernt“, mache einen Reiz des Ehrenamts aus. „Ich kann das jedem nur empfehlen“, unterstreicht sie, wohl wissend, dass der ein oder andere zusätzliche Wanderführer gerne bei der Stadt anheuern dürfte.

Blick in den Wanderkalender

  • Eröffnung:

    Eröffnet wird die Saison am 21. April mit einer etwa dreistündigen „Mühlenwanderung“.

  • Angebot:

    Bis zur letzten geführten Wanderung am 27. Oktober bieten die Führer über 30 Touren an. Auf Anfrage gibt es auch Wanderungen zu den „verschwundenen Dörfern“.

  • Ehrenamt:

    Die Wanderführer Heike Feiner, Karl Heinz Gruber, Jürgen Köbler, Anton Preis, Karl Reitmeier, Rudi Simeth, Josef Steindl und Peter Schwarzfischer sind allesamt ehrenamtlich tätig.

  • Anmeldung:

    Für die geführten Wanderungen ist eine jeweilige Anmeldung in der Tourist-Info Waldmünchen, Telefonnummer (0 99 72) 3 07 25 oder Mail: tourist@walmuenchen.de, nötig. Dort gibt es auch eine Programmübersicht. Kosten pro Wanderung: drei Euro.

  • Wanderkarte:

    Die Wanderkarte ist in einer Auflage von 2000 Stück gedruckt worden. Erhältlich ist sie für drei Euro in der Tourist-Info Waldmünchen am Marktplatz. Inhaber der Gästekarte zahlen 1,50 Euro. (ps)

Sie selbst hätte auch noch die ein oder andere Idee für eine Route, aber „da fehlt es an der Zeit“. Vier bis fünf Mal im Jahr bietet sie die Cerchov-Tour an, in diesem Jahr hat sie den ersten Einsatz am Donnerstag, 24. Mai. Rund fünf Stunden sind für die Wanderung veranschlagt. „Ich richte mich immer nach der Gruppe, wir lassen uns Zeit, damit wir die Natur auch genießen können“, erklärt Heike Feiner. Unterschiedlich ist auch die Verweildauer am Gipfel. „Wenn der Wind geht, ist sie kürzer“, schmunzelt sie.

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