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Region Cham
Montag, 16. Juli 2018 27° 2

Gerichtsurteil

Bewährung wegen falscher Quittungen

Der Mann war in Geldnot geraten und brachte seinen Arbeitgeber so um hunderte Euro. Dafür stand er vor dem Richter in Cham.

Der Mann stand nun wegen vorsätzlichen gewerbsmäßigen Betrugs vor Gericht. Foto: Andreas Gebert/dpa
Der Mann stand nun wegen vorsätzlichen gewerbsmäßigen Betrugs vor Gericht. Foto: Andreas Gebert/dpa

Cham.Über einen längeren Zeitraum im vergangenen Jahr hinweg reichte ein Mann bei seinem Arbeitgeber falsche Quittungen ein. Der Grund: Mit seiner geringfügigen Beschäftigung durch Heimarbeit geriet er in finanzielle Engpässe. Während seiner Aussage im Prozess wegen Betrugs vor dem Chamer Amtsgericht schilderte der Mann in der vergangenen Woche, dass die Geldknappheit ihn zu der Tat getrieben habe.

Ihm tue das Geschehen leid, bekräftigte der Angeklagte, und er sei auch im Kontakt mit seinem ehemaligen Arbeitgeber, um den entstandenen Schaden zu begleichen. Konkret handelte es sich um einen entstandenen Wert von 563 Euro. Diese Summe wurde in der Vergangenheit bereits an den Angeklagten ausgezahlt, eine Mitarbeiterin bemerkte dies und zahlte nicht erneut aus. Konkret lautete der Vorwurf „vorsätzlicher gewerbsmäßiger Betrug“ sowie „versuchter Betrug in vier Fällen“.

Für gewerbsmäßigen Betrug sieht das Gesetz verhältnismäßig hohe Strafen vor. In der Regel sind Freiheitsstrafen im mehrmonatigen Bereich das Wenigste, was die Täter erwarten können. Auch in diesem Fall forderte die Staatsanwaltschaft vor dem Chamer Amtsgericht eine Freiheitsstrafe – und zwar in Höhe von acht Monaten. Diese könne zur Bewährung ausgesetzt werden, wie es bei der Verhandlung hieß. Zusätzlich sei eine Geldauflage von 1500 Euro sowie Schadenswiedergutmachung angemessen.

Richter Andreas Lecker ließ zumindest in Bezug auf die Geldauflage Milde walten. Der Angeklagte muss demnach lediglich 500 Euro zugunsten der Staatskasse zahlen. Darüber hinaus ist der Schaden dem Geschädigten gegenüber zu begleichen. Die Freiheitsstrafe wurde in geforderter Höhe verhängt. Die Bewährungszeit dauert drei Jahre. (cya)

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