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Region Cham
Mittwoch, 26. September 2018 16° 1

Vortrag

Bewegung hilft dem Gehirn

Margret Liller sprach über ganzheitliches Gehirntraining.

Andrea Schuhmann (links) und Stefan Höchbauer (rechts) dankten der Referentin Margret Liller für den informativen Vortrag.Foto: Schule
Andrea Schuhmann (links) und Stefan Höchbauer (rechts) dankten der Referentin Margret Liller für den informativen Vortrag.Foto: Schule

RETTENBACH.Hippocampus, so heißt der „Türsteher“ im Gehirn. Er entscheidet, welche Informationen in unserem zentralen Nervensystem gespeichert werden und welche nicht. Was dieser Hippocampus interessant findet, das wird verarbeitet. Doch wie kann man den Chef der Gehirn-Schaltstation überzeugen, möglichst viele Informationen in den Kopf zu lassen? Darüber informierte die Referentin Margret Liller Eltern und Lehrer von Schulkindern aus Falkenstein und Rettenbach beim Vortrag „Ganzheitliches Gehirn- und Körpertraining.“ Der Schulleiter der beiden Schulen, Stefan Höchbauer, freute sich, eine große Anzahl an Eltern und Lehrern begrüßen zu dürfen – so viele, dass man mit dieser Veranstaltung sogar in den nahe gelegenen Pfarrsaal ausweichen musste. Sein Dank galt der Pfarrei und dem Kirchenpfleger Georg Bauer sowie den beiden Elternbeiräten, die den Vortrag finanziert hatten.

Referentin Margret Liller war extra aus Nürnberg gekommen und hatte jede Menge Informationen im Gepäck. Die Zuhörer wollten vor allem wissen: Wie kann man Kinder beim Lernen, Denken und im schulischen Alltag unterstützen? Für Liller gibt es auf diese Frage nur eine Antwort: Bewegung, Bewegung, Bewegung.

Für die Leistung des Gehirns seien ausreichende körperliche Betätigung und gezielte Übungen immens wichtig. „Also, bitte mal alle aufstehen“, forderte sie die Zuhörer auf und zeigte ihnen mit einfachen Überkreuz-Bewegungen, wie man die Konzentrationsfähigkeit und Fitness im Kopf ankurbeln kann. „Linker Arm auf rechtes Knie und umgekehrt und wieder von vorne“ – so einfach diese Übung klingt, so schwer ist sie gerade für kleine Kinder anfangs umzusetzen.

Liller zeigte verschiedene Varianten, die Eltern und Lehrer ganz schön ins Schwitzen brachten. Einen kleinen Geheimtipp hatte sie ebenso auf Lager: Bei Anspannung vor Prüfungssituationen oder Stress einfach an die Wand stellen, ein Bein leicht beugen, das andere strecken und für kurze Zeit ein paar Mal die Wade des gestreckten Beins zu Boden drücken. „Entspannt sofort!“, versprach sie.

Danach hatten die Zuhörer wieder genügend „Freiheit im Kopf“, um den Ausführungen der Referentin über Brain Kinetik und Brain Gym zu folgen. Wichtig war Liller dabei klar zu machen, wie leistungsfähig das Gehirn durch Bewegung werden kann und wie man schon mit kleinen Tricks Kinder zum Denken motiviert. Im Gegenzug sei ihrer Überzeugung nach zu wenig Bewegung an der frischen Luft und zu viel Zeit mit Handy, Fernseher und Co. absolutes Gift für das Gehirn. (rto)

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