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Vortrag

Bewegungsspaß mit Wirkung vorgestellt

„Bewegung ist nicht alles, aber ohne Bewegung läuft nichts“ war das Motto des Elternabends.
von Tatjana Robl

Marion Hör (vorne links) bot einen interaktiven Vortrag, bei dem die Eltern am eigenen Körper Motopädagogik kennenlernen durften.  Foto: Robl
Marion Hör (vorne links) bot einen interaktiven Vortrag, bei dem die Eltern am eigenen Körper Motopädagogik kennenlernen durften. Foto: Robl

Traitsching.Beim Elternabend des Kindergartens St. Leonhard in Traitsching ging es um Motopädagogik. Leiterin Karin Holzapfel freute sich, zu diesem Thema die Diplom-Sportlehrerin Marion Hör begrüßen zu dürfen, bei der sie selbst schon an einer Fortbildung teilgenommen hatte. Hör erzählte ihren beruflichen Werdegang und sagte, dass die Bandbreite der Teilnehmer an ihren Kursen von Kindern im Alter von 2,5 Jahren bis zum hohen Alter von 86 Jahren gehe. Sie biete im Raum Waldmünchen Psychomotorik-Gruppen für acht bis zwölf Teilnehmer sowie Präventionskurse an.

Wichtig bei Bewegung sei das Medium Sprache, und schon waren die Eltern mittendrin im ersten Bewegungsspiel, bei dem sie zusätzlich den Zusammenhang der Bewegung mit der Lautstärke der Sprache erfuhren. Unter dem Motto „Pippi Langstrumpf“ hatte die Referentin Spiele vorbereitet, bei denen visuelle Wahrnehmung geschult oder mit Seilen Formen gelegt und ertastet werden sollten. Abschließend verlegten die Teilnehmer die Seile auf dem Boden und mussten darauf balancieren. Schwieriger wurde es, als sie die Augen schließen mussten und ihren Weg nach Anweisungen eines Partners zu finden versuchten. „Wie haben Sie sich dabei gefühlt?“, fragte Hör nach dieser Übung und erklärte, dass man so nachvollziehen könne, wie Kinder sich fühlen, wenn sie überfordert sind.

Motopädagogik sei der Motor des Lebens, Bewegung sei die Verbindung zwischen seelischen und motorischen Prozessen. Das Stärken der Kinder stehe hierbei im Vordergrund. Ziel sei die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung durch Förderung der Ich-, Sozial- und Materialkompetenz – oder kurz gesagt „Spaß mit Wirkung“.

Hör erklärte den Einfluss der Bewegung auf viele Bereiche, wie zum Beispiel die soziale und emotionale Entwicklung. Bewegung und Gehirn gehören zusammen, das zeigte die Expertin den Eltern durch ein Spiel, bei dem sie sich verschiedene Sitzpositionen und Nummern merken mussten. Auch Lernstoff für Schüler verpackte sie in Bewegung, denn Bewegung und Lernen gehören zusammen. Sie ging darauf ein, wie lange die Konzentrationsdauer von Kindern in verschiedenen Altersstufen ist und wie einfach eine kleine Bewegungsübung zwischendurch weiterhilft.

Durch Bodypercussion verwandelte sie die Eltern in ein Orchester, Symbole wurden Körperteilen zugeordnet, und es wurde geklatscht, gestampft und geschnipst. „Wichtig ist, beide Hälften des Gehirns miteinander zu verknüpfen“, so Hör, als Übung zeigte sie hierzu mit den Füßen vorwärts radeln und mit den Armen rückwärts. „Wer nicht rückwärts laufen kann, kann nicht vorwärts denken“ schloss sie. Karin Holzapfel dankte ihr für den interessanten, abwechslungsreichen Vortrag.

Motopädagogik

  • ... ist ganzheitliche,

    spielerische Bewegungserziehung von Kindern.

  • ... fördert

    die Gruppenfähigkeit, Kreativität und Selbstständigkeit.

  • ... ist präventiv

    für alle Kinder, die sich gesund entwickeln wollen.

  • ... ist rehabilitativ

    und integrativ für Kinder mit Auffälligkeiten im Bewegungs-, Sprach-, Wahrnehmungs- und Verhaltensbereich.

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