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Bianca Hornauers Backladen ist Erfolg

In der Corona-Zeit stürzte sich die Bäckerin in die Selbstständigkeit. Sie erzählt, warum sie den Beruf liebt – Brezen aber nicht.
Kathrin Kirsch-Spießl

  • Von Ihrem beliebten Brot kann Bianca Hornauer aktuell gar nicht genug backen. Fotos: Kathrin Kirsch-Spießl Foto: Kathrin Kirsch-Spießl
  • Im Garten steht ein alter Holzofen zum Einsatz bereit. Foto: Kathrin Kirsch-Spießl/Kathrin Kirsch-Spießl

Stamsried.Fast heimlich hat Bianca Hornauer in Raubersried ihren kleinen Backladen eröffnet. Ihre Bilanz jetzt, nach zwei Monaten: „Ich hätte niemals gedacht, dass er so gut angenommen wird!“ Weil die Eröffnungsfeier am 1. April Corona zum Opfer fiel, war die 39-jährige Bäcker- und Konditormeisterin ganz ohne größere Werbung in die Selbstständigkeit gestartet. Nur im Friedersrieder Dorfgruß erschien ein Bericht über ihren neuen Backladen.

Auf Kriegsfuß mit Laugengebäck

Doch Werbung scheint gar nicht nötig zu sein, wenn das Produkt stimmt. Am Freitag vor dem Pfingstwochenende war der Backladen schon gegen Mittag fast leergekauft. Deshalb sollten Brot und Semmeln am besten vorbestellt werden, sagt Bianca Hornauer. Im Sortiment hat sie neben verschiedenen Weckerln auch mehrere Brotsorten – Steinofen-, Roggen-Dinkel, Zwiebel-, Käse - und Grillbrot zählen dazu. Sehr gut kommt auch ihr Laugengebäck an. „Schreib‘ nicht Brezen“, sagt sie lachend, denn mit denen stehe sie auf Kriegsfuß. „Meine Brezen gefallen mir einfach nicht, deshalb mach ich lieber Kringel oder Zöpfe aus dem Teig.“

Der Backladen

  • Öffnungszeiten:

    Dienstag und Freitag, 7 bis 15 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

  • Bestellungen:

    Bianca Hornauer nimmt Aufträge unter (09465)91 15 72 oder 0174/1924863 an.

  • Adresse:

    Der Backladen ist in Raubersried 2a zu finden.

Hornauers eigentliche Liebe gehört – neben ihrem Mann und den drei Buben – aber der Konditorei. Schoko-, Käse- und Erdbeersahne, Schwarzwälder, Himbeerschnitten, Schokozungen und mehr finden sich in der Kuchentheke. Das Angebot wechselt wöchentlich, denn in ihrem Backladen möchte die junge Unternehmerin ihren Kunden immer wieder Abwechslung bieten. Es können auch Torten für Hochzeiten, Taufen, Geburtstage und andere Feiern bestellt werden.

„Eigentlich habe ich mir vorgenommen, dass ich nicht vor 4 Uhr aufstehe, dann war es allerdings doch schon 2 Uhr“, sagt die Bäckerin und verdeutlicht damit auch das vermeintliche Dilemma ihrer Branche. Dabei hat das frühe Anfangen auch seine Vorteile, findet Hornauer: Man sei schließlich auch früher fertig. Für sie ist das Bäckerhandwerk ein Traumberuf, der in erster Linie Spaß macht.

Ihre Lehre hat die Fronauerin bei der Landbäckerei Höcherl in der Hindermühle abgeschlossen. Dann folgte eine Konditorlehre bei der Konditorei Weiß in Roding. Als Konditorin arbeitete sie dann auch mehrere Jahre, der Traum von der Selbstständigkeit begleitete sie aber immer.

Die ganze Familie half mit

So fasste die 39-Jährige sich vor zwei Jahren ein Herz und meldete sich bei der Meisterschule an. Fünf Monate Abendkurse in Regensburg und drei Monate Vollzeitschule in Straubing waren kein Klacks für die dreifache Mama. Umso stolzer hielt sie nach der Prüfung im Juli 2019 den Meisterbrief in der Hand. Die ganze Familie packte gemeinsam an, um die Kellerräume und die Garage in eine hübsche Backstube umzuwandeln. (rsp)

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