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Bildung

Biber auf den Zahn gefühlt

Waldmünchener Zweitklässler ließen sich von Anette Lafaire von dem Nager erzählen. Am Perlsee fanden sie dann dessen Spuren.
Von Franz Bucher

  • Anette Lafaire zeigte ein Biber-Gebiss. Auch ein präpariertes Tier hatte sie dabei. Foto: Bucher
  • Große Freude hatten die Zweitklässler bei ihrer Biber-Exkursion. Foto: wbf

Waldmünchen.Einmal einen Biber aus der Nähe betrachten und ihm über das Fell streicheln – das konnten die Zweitklässler der Grundschule Waldmünchen Anfang der Woche. Als Naturparkschule machten die beiden zweiten Klassen einen Unterrichtsgang in Richtung Perlsee.

Dort erwartete sie die Gebietsbetreuerin des Naturparkes Oberer Bayerischer Wald, Anette Lafaire. Sie war gekommen, um ihnen „Baumeister Biber“ vorzustellen, der an der Schwarzach beheimatet ist und dort seine Spuren hinterlassen hat.

Aufmerksam lauschten die Zweitklässler Lafaires Informationen. Sie erfuhren, dass der Biber mit seinen Nagezähnen richtig große Bäume fällen und sie als Wintervorrat vor seinen Bau ziehen kann. Für seine Wohnung hat er mit Ästen einen Damm gebaut: die Biberburg. Der Eingang zu seiner Wohnung ist unter Wasser. Die Biber, so berichtet die Gebietsbetreuerin, sind in der Dämmerung aktiv. Bis zu 20 Minuten kann ein Biber unter Wasser bleiben.

Der Biber fettet sein Fell ein, besitzt Schwimmflossen an den Hinterbeinen und benutzt seinen Schwanz, auch Kelle genannt, zum Steuern. Seine Nagezähne sind orange gefärbt und wachsen ständig nach. Deshalb muss er nagen, damit sie abgenutzt werden, erfuhren die aufmerksamen kleinen Zuhörer.

Seine Hauptnahrung ist die Rinde der Uferbäume, aber er frisst auch Blätter oder Gras. Biber stehen unter Naturschutz und dürfen nicht gejagt werden, berichtete Lafaire weiter. Beim Gang entlang der Schwarzach entdeckten die Kinder abgeschabte Späne, ein deutliches Zeichen dafür, dass der Biber hier zuhause ist.

Anette Lafaire hatte ein Biber-Gebiss dabei, woran die Kinder die langen Nagezähne sehen konnten. Außerdem zeigte sie den Jungen und Mädchen einen präparierten Biber. Anhand dessen konnten sie einen Biber aus der Nähe betrachten. Streicheln und anfassen waren natürlich erlaubt.

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