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Bienen mit Wachsamkeit helfen

Bei Sichtung eines Schwarms sollte man einen Imker rufen.
Gregor Raab

Im Frühjahr erreichen die Völker ihr Maximum und geraten in Schwarmstimmung. Foto: Gregor Raab
Im Frühjahr erreichen die Völker ihr Maximum und geraten in Schwarmstimmung. Foto: Gregor Raab

Cham.Im Wonnemonat Mai beginnt bei den Bienen die sogenannte „Schwarmzeit“. An einem heißen Sommertag kann es dann um die Mittagszeit passieren, dass es in Gärten, in Hecken oder Baumkronen ordentlich brummt und summt. Die Luft ist plötzlich voller Bienen, die sich allmählich in der Nähe eines Bienenstocks sammeln. Ein solcher Schwarm ist die natürliche Form der Vermehrung von Bienenvölkern.

Im Frühjahr bietet die Natur Nektar und Pollen in Überfluss und die emsigen Insekten nutzen das große Nahrungsangebot, um für Nachwuchs zu sorgen. Die Königin legt in dieser Zeit bis zu 2000 Eier am Tag. Innerhalb weniger Wochen erreicht das Bienenvolk sein Maximum. Da das Platzangebot nicht ausreicht, kommt das Volk in Schwarmstimmung. Kurz vor dem Schlupf der ersten Nachfolgerin zieht die Mutter mit etwa der Hälfte der Bienen aus und setzt sich mit ihnen als dunklen „Schwarmtraube“ an einem nächstgelegenen Baum oder im Gebüsch fest. Der Rest des Volkes bleibt zurück und wird von einer frisch geschlüpften Königin übernommen.

Unterschlupf finden die Bienen heutzutage hinter Verschlägen, in Fehlböden oder großen Nistkästen. Von Natur aus bevorzugen sie hohle Baumstümpfe. In der Not bauen die Tierchen auch frei im Geäst von Bäumen ein neues Nest. Diese Völker werden den folgenden Winter jedoch nicht überleben. Selbst wenn die Bienen einen geeigneten Unterschlupf entdecken, werden ihnen die mitgeschleppten Varroa- Milben ohne Hilfe eines Imkers langfristig zum Verhängnis. Häufig lösen sich Schwärme wegen zu vieler Parasiten auf und die hilflosen Bienen betteln sich dann in der Umgebung bei anderen Bienenvölkern ein. Bei diesem Vorgang bringen sie auch die Milben in die Stöcke.

Jeder Naturliebhaber, der einen herrenlosen Bienenschwarm entdeckt, sollte deswegen den nützlichen Insekten zuliebe sofort einschreiten und einen Imker in der Nähe verständigen.

Dieser freut sich über den Anruf und kann meist mühelos den Schwarm einfangen, ihm ein neues Zuhause bieten sowie gegen die Varroa-Milbe behandeln. Ist bekannt, aus welchem Volk der Schwarm stammt, sollte sofort darauf hingewiesen werden, denn im zurückgebliebenen Muttervolk können dann weitere „Nachschwärme“ entstehen. Sie treten dann auf, wenn mehrere Königinnen gleichzeitig schlüpfen und sich nicht über die Nachfolge einigen können.

Ein Imker muss umgehend nach einem Schwarm wieder für Ordnung im Volk sorgen. Eine landkreisweite Übersicht mit allen Vorsitzenden der Imkervereine ist unter www.imker-kreisverband-cham.de zu finden. Beim Bienenzuchtvereins Cham-Willmering ist Max Stautner unter der Nummer (01 72)8 50 40 99 zu erreichen. (cga)

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