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Tradition

Bischof Rudolf segnet Relief

Die Darstellung vor der Miltacher Kirche zeigt das Geschehen an Martini. Anlass für das Kunstwerk war der Jubiläumsritt.
Von christian röhrl

  • Bischof Rudolf Voderholzer kam zur Reliefsegnung nach Miltach. Fotos: Christian Röhrl
  • Das Jubiläums-Kunstwerk

Miltach.Nach der Reiterprozession am vergangenen Samstag folgte in diesem Jahr, anlässlich des Jubiläums 300 Jahre Martiniritt in Miltach, ein besonderer Festakt. Die gebürtige Miltacherin Marion Abate gestaltete in den vergangenen Wochen ein Relief. Die Idee war von Kirchenpfleger Christian Röhrl gekommen. Die junge Künstlerin beschäftigte sich also intensiv mit dem Miltacher Martiniritt, was Kindheitserinnerungen bei ihr weckte.

Der künstlerische Schwerpunkt von Marion Abate liegt in der Bildhauerei und in farbigen Holzschnitten. Bereits 2015 beschäftigte sie sich mit dem Motiv des Martiniritts. Dabei entstand eine Serie von Holzschnitten.

Damals erwarb die Gemeinde Miltach einen Druck, der jährlich für die Willkommensschilder am Ortseingang genutzt wird. Darauf zu sehen sind drei Martinireiter mit Kreuz, Standarte und Reiterfähnchen. Dieses Motiv fand sich nun in einer abgewandelten dreidimensionalen Ausführung auf der Reliefplastik wieder. Damit schaffte die Künstlerin eine Verbindung von Gemeinde und Kirche. In ersten Ideenskizzen sammelte Marion Abate ihre eigenen Impressionen des Martiniritts und setzte diese dann dreidimensional in Ton um.

Zuerst in Wachs gegossen

Die dadurch entstandene Reliefplastik wurde anschließend von Ara Kunst in Altrandsberg in Wachs gegossen, bis sie in Bronze ihre finale Form fand. Ziel der Bildhauerin war es nicht, eine völlig realistische dreidimensionale Abbildung zu schaffen, sondern mit Abstraktionsgraden zu spielen. Abate suchte und fand dabei ihre eigene Interpretation des Miltacher Pfarrpatroziniums. Die Schwierigkeit lag darin, eine Komposition zu schaffen, in der die wichtigsten Elemente des Kirtas enthalten sind, auch wenn sie zeitlich versetzt stattfinden. So entwickelte Abate ein Zusammenspiel, das die zentralsten Elemente des Martiniritts auf seine eigene Art und Weise visualisiert.

Wichtige Elemente treten plastisch heraus, so dass die Licht- und Schattenwirkung verstärkt wird. Die Darstellung ist nun an der Außenwand der Pfarrkirche St. Martin zu betrachten.

Nach der Ansprache von Bürgermeister Johann Aumeier beschrieb Abate in ein paar einführenden Worten ihre Beweggründe und die Ideen, die ihr beim Erstellen der Szenerie durch den Kopf gingen. Als Kind der Gemeinde und eine der ersten Ministrantinnen in der Miltacher Pfarrkirche ist sie eng mit dem Gotteshaus und seiner Kirchengemeinde verbunden.

Als die künstlerische Darstellung schließlich enthüllt wurde, ging ein Raunen durch die Menschenmenge. Überrascht und begeistert von der hervorragenden Darstellungsweise zollten die politischen und geistlichen Würdenträger, ja alle Gläubigen, der Künstlerin ihre Hochachtung. Bischof Rudolf Voderholzer segnete die Darstellung zum Martiniritt. Der Würdenträger besprengte es nach den Segensgebeten mit Weihwasser.

Erinnerung für die Gläubigen

Gewiss über viele, viele Jahre hinweg soll die Rittszene vor dem Kircheneingang die Gläubigen und Besucher des Gotteshauses an den Miltacher Martiniritt erinnern. An jenen besonderen Ritt, an dem der Bischof aus Regensburg mit dabei war und zusammen mit den Gläubigen aus dem Regental den Festgottesdienst und die Prozession zelebrierte.

die Geschichte

  • Prozession:

    Der Knecht des Pfarrers von Chamerau hatte das Recht, als Kreuzträger der Prozession voranzureiten. Heute reitet der Besitzer des Anwesens Martin an der Spitze.

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