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Kirche

Bischof segnete Rundings Pfarrzentrum

Die Gläubigen erlebten im aufwendig sanierten Kirchengebäude einen festlichen Gottesdienst mit Rudolf Voderholzer.
Von Heidi Meier

  • Pfarrer Kilian Limbrunner, Diakon Werner Szörenyi, Bischof Rudolf Voderholzer, Diakon Harald Schneider und Ruhestandsgeistlicher Dr. Slabon zelebrierten den Gottesdienst (v. li). Fotos: Heidi Meier
  • Die Haidstoana Musikanten führten den Kirchenzug an. Fotos: Heidi Meier
  • Fritz Maier hat Bischof Voderholzer im Bild verewigt. Fotos: Heidi Meier

Runding.Der Aufwand hat sich gelohnt, darin waren sich zum Abschluss der Sanierung an Pfarrzentrum und Kirche alle einig. Besonders freuten sich die Rundinger, dass sich zur Segnung kein Geringerer als Bischof Rudolf Voderholzer angekündigt hatte. „Lasset die Kinder zu mir kommen“: Nach dieser Devise oblag es den Kindergartenkindern, den Regensburger Oberhirten mit einem Lied zu begrüßen, und dieser ließ es sich nicht nehmen, die jungen Pfarreimitglieder zu segnen.

Ein Willkommenslied für Voderholzer sangen die Kindergartenkinder. Fotos: Heidi Meier
Ein Willkommenslied für Voderholzer sangen die Kindergartenkinder. Fotos: Heidi Meier

Es schien, als sei die ganze Gemeinde auf den Beinen, als sich der Kirchenzug, angeführt von den Haidstoana Musikanten, in Bewegung setzte. Dazu gesellte sich die Ministrantenschar, die Bischof Voderholzer, begleitet von Pfarrer Kilian Limbrunner, Ruhestandspfarrer Dr. Slabon, der Bischöfliche Kaplan Michael Dreßel, Diakon Werner Szörenyi und Diakon Harald Schneider, voraus schritt. Auch Pfarrer Karl Schmid war mit dabei, wenn auch von der Kirchenbank aus, waren doch viele Gläubige erleichtert, dass es ihm wieder bessergeht. Zahlreiche Vertreter der Politik und der beteiligten Firmen ließen sich den Freudentag für die Pfarrei ebenso wenig entgehen.

Der Bischof war begeistert

Die Geistlichen zogen in die neu renovierte St. Andreaskirche ein.Fotos: Heidi Meier
Die Geistlichen zogen in die neu renovierte St. Andreaskirche ein.Fotos: Heidi Meier

Bischof Voderholzer sah sich nach der Begrüßung durch Pfarrer Limbrunner im Gotteshaus um und war begeistert. „Die Höhe ist ja glatt mit der des Regensburger Doms vergleichbar“, staunte der Oberhirte. Er dankte allen, die sich größte Mühe gäben, dass die Kirche so gut in Schuss sei. Mehr als 40 Jahre seien seit Errichtung der Pfarrkirche vergangen. Eine so lange Zeit gehe nicht spurlos an dem Bauwerk vorüber. Wie die Gläubigen später bei den Ausführungen des Architekten Hans Engl hörten, war ein wahrer Kraftakt nötig, um das Gebäude instandzusetzen. Nicht selten gab es zuvor Überschwemmungen im Gotteshaus, eindringendes Wasser in der Sakristei durchnässte die Gewänder in den Schränken.

Der Bischof forderte die Gläubigen auf: „Geben Sie die Fackel des Glaubens weiter an Ihre Kinder und Enkel. Helfen wir zusammen, dass der Glaube in unserer Pfarrei lebendig bleibt, dann wird diese große Kirche auch künftig nicht zu groß sein, und man kann weiterhin Tränen der Freude und der Trauer hintragen zu Gott.“

„Die Höhe ist ja glatt mit der des Regensburger Doms vergleichbar.“

Bischof Rudolf Voderholzer über das sanierte Pfarrzentrum Runding

Die Segnung erfolgte im Pfarrsaal, der seit einem Jahr in neuem Glanz erstrahlt und am Sonntag seiner Bestimmung übergeben wurde. 2016 hatte die Kirchenverwaltung beschlossen, das in Abstimmung mit dem Bischöflichen Baureferat entwickelte Konzept umzusetzen, das 2017 die stiftungsaufsichtliche Genehmigung erhielt. Die erste Maßnahme umfasste die Neugestaltung des Pfarrsaals, in dem auch das Pfarrbüro und das Büro des Diakons Platz fanden. Ein besonderes Anliegen war, den Zugang zur Unterkirche nach 40 Jahren an die Vorderseite zu legen.

Auch Landrat Franz Löffler mit Gattin und MdB Karl Holmeier nahmen an den Feierlichkeiten teil. Fotos: Heidi Meier
Auch Landrat Franz Löffler mit Gattin und MdB Karl Holmeier nahmen an den Feierlichkeiten teil. Fotos: Heidi Meier

Eine Errungenschaft stellte der Vorplatz dar, der jetzt durch große Ausgangstüren für Zusammenkünfte auch im Freien Sitzgelegenheiten bietet. Pfarrsaal und Gruppenräume sind durch mobile Trennwände flexibel teilbar, sodass die Möglichkeit besteht, dass drei Raumeinheiten für Veranstaltungen gleichzeitig nutzbar sind. Die zwei Öltanks unter dem Parkplatz wurden entfernt. Nun wird das Pfarrzentrum von einer Pellets-Heizung versorgt. Die „Wärme“ war immer schon Thema. Darum lag das Hauptaugenmerk bei der Verbesserung der energetischen Schwachstellen an der Gebäudehülle.

Gut gerüstet für die nächsten 40 Jahre: das Pfarrzentrum und die Aussenanlage erstrahlen nach der Sanierung im neuen Glanz. Fotos: Heidi Meier
Gut gerüstet für die nächsten 40 Jahre: das Pfarrzentrum und die Aussenanlage erstrahlen nach der Sanierung im neuen Glanz. Fotos: Heidi Meier

Eine Herausforderung stellte der Austausch des großen Fensters in der Dachgaube über dem Altar dar. In einer Höhe von 14,50 Meter wurde ein neues dreifach verglastes Element eingebaut. Fallwinde an den bleiverglasten Kirchenfenstern der Ostfassade sorgten für frierende Kirchenbesucher. Mit einer Isolierglas-Konstruktion wurde hier ebenso wie durch neue Oberlichte über dem Kreuzweg und neue Eingangstüren Abhilfe geschaffen. Die innenliegende Dachrinne bereiteten stets Probleme; zusätzlich zur Erneuerung wurden Notüberläufe geschaffen. Stromsparende LED-Technik und eine neue akustische Anlage runden die Sanierung ab. Zeitaufwendig war die Neugestaltung der Außenanlage. Säuleneichen beschatten die Parkplätze.

Architekt dankt für Geduld

Der Regensburger Oberhirte trug sich ins Goldene Buch der Gemeinde Runding ein. Fotos: Heidi Meier
Der Regensburger Oberhirte trug sich ins Goldene Buch der Gemeinde Runding ein. Fotos: Heidi Meier

Architekt Hans Engl bedankte sich in Begleitung von Bauleiter Karl Bachl bei den Kirchenbesuchern, denen viele Beeinträchtigungen Geduld abverlangten. Über Wochen mussten sie Gerüste hinnehmen oder Einschränkungen beim Erreichen der Eingänge ertragen, weil der halbe Kirchplatz aufgerissen war. Die Handwerkern arbeitete Hand in Hand. Ein besonderer Dank galt Pfarrer Limbrunner, den Architekt Engl als ständig präsenten Ideengeber und Motivator bezeichnete, und dem jetzigen Kirchenpfleger Xaver Bauer und dessen Vorgänger Alfons Müller. „Ein großes Werk ist vollendet, wir übergeben es heute offiziell seiner Bestimmung mit einem herzlichen Dank an alle, die dazu einen Beitrag geleistet haben, und mit dem Wunsch, dass Kirche und Pfarrzentrum auch künftig ein wichtiger Mittelpunkt für das Miteinander unserer Pfarrgemeinde sein möge.“

Das Goldene Buch der Gemeinde Runding

  • Wortlaut: „Anlässlich meines Pastoralbesuches mit Segnung des renovierten Pfarrzentrums grüße ich alle Bürgerinnen und Bürger von Runding und erbitte ihnen Gottes reichen Segen. Ich gratuliere zum gelungenem Werk und danke für das gute Miteinander von Pfarrgemeinde und politischer Gemeinde, von Pfarrer und Bürgermeister. Sonntag, 13. Oktober 2019 – Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg“.

  • Künstler: Das Bildnis neben dem Eintrag des Bischofs wurde von dem Künstler Fritz Maier gemalt.

  • Einladung:

    Im Gasthaus Kopp lud Bürgermeister Piendl Bischof Voderholzer ein, sich in das goldene Buch der Gemeinde Runding einzutragen.

Kirchliche und weltliche Vereine auf dem Weg zum Pfarrzentrum. Fotos: Heidi Meier
Kirchliche und weltliche Vereine auf dem Weg zum Pfarrzentrum. Fotos: Heidi Meier

Bevor die Gläubigen mit dem Regensburger Oberhirten beim Stehempfang weiter ins Gespräch kommen konnten, gratulierte Pfarrer Limbrunner Bischof Voderholzer nachträglich zum 60. Geburtstag und überreichte eine Auswahl an Bieren der Schlossbrauerei Runding und einen Präsentkorb mit Schmankerln aus der hiesigen Metzgerei Kolbeck. Im Gasthaus Kopp lud Bürgermeister Franz Piendl nach dem Mittagessen mit Gremien und beteiligten Firmen den Bischof ein, sich ins goldene Buch der Gemeinde einzutragen. (cmi)

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