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Finanzen

Blaibach baut seine Schulden ab

Zur Bürgerversammlung in Blaibach werden Zahlen präsentiert. Trotz vieler Investitionen sinkt die Verschuldung.
Von Alexander Ziereis

Das Haushaltsvolumen von Blaibach im Jahr 2019 betragt 7,1 Millionen Euro. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Das Haushaltsvolumen von Blaibach im Jahr 2019 betragt 7,1 Millionen Euro. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Blaibach.Im Rahmen der Bürgerversammlungen berichtete Vizebürgermeister Speckner über die aktuelle Situation im Kinderhaus „Sonnenschein“. Dieses sei momentan mit 66 Kindern voll belegt. Im Vergleich des Jahres 2018 mit dem Haushaltsansatz für 2019 seien die Einnahmen mit rund 42 000 Euro gleich geblieben, die Förderungssumme jedoch leicht gesunken (2018: 235 000 Euro, 2019: 220 000 Euro). Gestiegen seien die Einnahmen durch Kinder aus anderen Gemeinden um 5000 Euro. Bei den Personalkosten gab es eine Steigerung von 400 000 Euro (2018) auf 440 000 Euro, die Betriebskosten seien jedoch nur um 1000 Euro gestiegen.

Die Gesamtausgaben seien etwas gestiegen, doch Speckner sagte, wenn es um die Kinder in der Gemeinde gehe, sei es nicht sinnvoll, über Sparmaßnahmen nachzudenken. Bei der Vergabe der Plätze in der Kinderkrippe als auch im Kindergarten werden Kinder aus dem Ort bevorzugt aufgenommen, ließ er wissen. Ab dem 1. Januar werde die Belegung in der Kinderkrippe von 12 auf 16 Plätze angehoben, bis dahin sei jedoch kein weiteres Personal nötig, so Speckner. Er sprach den Mitarbeiterinnen seinen besonderen Dank dafür aus, dass diese gemeindliche Einrichtung bis heute noch ohne weiteres Personal auskomme.

Kommune

Der Trend geht zu Kurzurlaub

Die Blaibacher ließen sich bei der Bürgerversammlung über Zahlen und Fakten der Gemeinde informieren und stellten Fragen.

Sanierung des Haus des Gastes

Anschließend gab es vom Bürgermeister-Stellvertreter viele Zahlen, Daten und Fakten. So zählte die Gemeinde Blaibach zum 31. Dezember 2018 1974 Einwohner, neben 23 Geburten habe es 21 Sterbefälle gegeben. 13 Paare gaben sich vor dem Standesbeamten das Jawort, der Gemeinderat traf sich zu elf Sitzungen und hatte dabei insgesamt 216 Punkte zu behandeln.

Das Haushaltsvolumen im Jahr 2019 betrage 7,1 Millionen Euro. Dies entspreche einem Kleinunternehmen. Aus dem Jahr 2018 seien 1,3 Millionen Überschuss übernommen worden. Grund dafür seien Mehreinnahmen, Minderausgaben sowie die Verschiebung von Maßnahmen. Ein großer Teil sei auf den Breitbandausbau zurückzuführen, so Josef Speckner. Leider sei jedoch bis heute keine Aussage möglich, bis wann die derzeit vor Gericht verlaufenden Verhandlungen mit der Firma Amplus abgeschlossen seien. Der Überschuss sei für 2019 jedoch bereits vollständig verplant.

Zahlen und Fakten

  • Verschuldung:

    Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt von 657 auf 544 Euro und damit unter den Landesdurchschnitt.

  • Gebühren:

    Aufgrund gestiegener Ausgaben für die drei kostenrechnenden Einrichtungen (Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Friedhof) findet zum kommenden Jahr eine neue Bewertung statt. Es zeichnen sich bereits Gebührenerhöhungen für 2020 ab.

Erfreulich sei, dass für 2018 keine neue Kreditaufnahme nötig gewesen sei. Bei den wichtigsten Investitionen in 2018 blickte Speckner unter anderem auf die Sanierung der Zufahrtsstraße zum Haus des Gastes, Wegesanierungen und Ersatzbeschaffungen für die Kläranlage. Für das laufende Jahr zähle die Sanierung des Haus des Gastes mit rund 1,26 Millionen Euro zum größten Posten. Für die Maßnahmen am Gebäude stehen jedoch rund 550 000 Euro Fördergelder zur Verfügung. Da erst vor einer Woche das endgültige Gutachten eingetroffen ist, könne nun mit den Arbeiten am Hausbegonnen werden. Bis August 2020 sollten die meisten Arbeiten abgeschlossen sein, so Speckner.

Keine neue Kreditaufnahme

Für Straßensanierungen seien über 200 000 Euro, für die Abwasserbeseitigung und die Wasserversorgung rund 300 000 Euro im Haushalt verschlagt. 2020 müsse man dringend die Sanierung der Kläranlage in Angriff nehmen. Daher sei es notwendig, die Beiträge für die Abwasserentsorgung anzuheben. Neben einer Zuwendung an die Pfarrei für die laufende Kirchenrenovierung habe man einen Rundwanderweg saniert. Trotzdem sei für das Jahr 2019 keine Kreditaufnahme nötig geworden. Weiterhin konnte Josef Speckner berichten, dass im Jahr 2019 eine Tilgungsleistung von 218 000 Euro erbracht worden sei. (khu)

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