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Blick in das Gedächtnis der Gemeinde

Der Kreisarchivpfleger prüfte das Archiv in Arnschwang.
Peter Hartl

Kreisarchivpfleger Werner Perlinger (rechts) mit Gemeindearchivar Alois Heitzer bei der Archivbegehung im Rathaus Foto: Peter Hartl
Kreisarchivpfleger Werner Perlinger (rechts) mit Gemeindearchivar Alois Heitzer bei der Archivbegehung im Rathaus Foto: Peter Hartl Foto: Peter Hartl

Arnschwang.Bürgermeister Michael Multerer hat Kreisarchivpfleger Werner Perlinger im Arnschwanger Rathaus zu seiner turnusmäßigen Archivbegehung begrüßt. Gemeindearchivar Alois Heitzer stellte dem Gast das Arnschwanger Gemeindearchiv vor und erläuterte ihm die Aktivitäten der vergangenen Monate. Die Aktenabteilungen seien gegliedert nach dem Einheitsaktenplan; beginnend von der Allgemeinen Verwaltung bis zum Rechnungswesen und zur Kommunalwirtschaft.

Die zusätzlich angelegte ortshistorische Sammlung umfasse von Veröffentlichungen über Erdställe bis zu Bilder- und Ansichtskartensammlungen alles, was für zukünftige Generationen interessant sein könnte.

Es gehört zu den Aufgaben jeder bayerischen Kommune, für die Archivierung ihrer Unterlagen in einem Archiv Sorge zu tragen. Archivierung bedeutet dabei, das Archivgut zu erfassen, auf Dauer zu sichern und zu erhalten, zu erschließen und auszuwerten.

Kreisarchivpfleger unterstützen und beraten dabei die Archivare der Gemeinden und berichten über die Qualität der örtlichen Archivarbeit an die zuständigen Behörden. Und hier stellte der Kreisarchivpfleger Werner Perlinger nur Positives in Arnschwang fest: „Die Archivalien sind vorschriftsmäßig in säurebeständigen Aktendeckeln und Kartons abgelegt und das Auffinden der Dokumente wird durch ein digitales Findbuch vereinfacht.“

Repräsentativ für das vorhandene kommunale Schriftgut stellte Alois Heitzer den Bestand „Wasserversorgung Arnschwang“ mit den bereits erfassten Einzelschriftstücken, Rechnungen, Plänen und Urkunden ab dem Jahr 1928 vor. „Dabei überraschen mich aber auch immer wieder neue Zufallsfunde“, sagte Heitzer. Zum Beispiel konnte kürzlich im Bestand neuerer Haushaltsrechnungen die erste Satzung der Wasserleitungsgenossenschaft Arnschwang vom 1. April 1928 wiederentdeckt werden. Diese „Geburtsurkunde“ der heutigen, modernen Wasserversorgung in Arnschwang sei nun fachmännisch erschlossen und gesichert. „Der damals gewählten Vorstandschaft sowie den 59 Gründungsmitgliedern gebührtDank für diese vor über 90 Jahren geleistete Vorarbeit zu unserer heutigen, modernen Wasserversorgung“, merkte Bürgermeister Multerer stolz an.

Abschließend bedankte sich Heitzer bei allen Bürgern, die dem Archiv Fotos, Dokumente oder Facharbeiten zur Verfügung gestellt hatten, bei Kreisarchivpfleger Perlinger sowie bei der Verwaltung und Bürgermeister Multerer für die Unterstützung und vorbildliche Zusammenarbeit. (fgr)

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