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Donnerstag, 20. September 2018 26° 1

Aktionstag

Blick in die Gärten der anderen

Vom Birnenspalier über Gartenkunst bis zu Weinreben: Am Sonntag öffnen Gartenbesitzer wieder ihre Tore.

Die stolzen Gartenbesitzer des Aktionstags am Sonntag stellte Landrätin Rita Röhrl (v. r.) vor. Foto: Heiko Langer/Landratsamt Regen
Die stolzen Gartenbesitzer des Aktionstags am Sonntag stellte Landrätin Rita Röhrl (v. r.) vor. Foto: Heiko Langer/Landratsamt Regen

Prackenbach.. „Ich freue mich, dass am kommenden Sonntag gleich sieben Gärten offene Pforten haben werden“, sagte Landrätin Rita Röhrl im Rahmen der Auftaktveranstaltung in Prackenbach. „Wie jedes Jahr treffen wir uns vorab, diesmal bei Ingrid und Johann Hackl“, so die Landrätin.

Röhrl berichtete davon, dass Ingrid Hackl mit ihrem Garten bereits vor vier Jahren die Türen zu ihrem Gartenparadies geöffnet hatte. Doch damals sei das Wetter so schlecht gewesen, dass kaum ein Besucher das rund 4800 Quadratmeter große Areal wirklich besichtigen konnte. Zudem habe sich Hackl bereits in den 90er Jahren am Wettbewerb „Schönster Vorgarten“, mit Erfolg beteiligt. Röhrl dankte auch allen anderen Gartenbesitzern, die am Sonntag in der Zeit von 10 Uhr bis 17 Uhr Besucher in ihre Gärten lassen.

„Ich weiß, dass es nicht immer leicht ist, fremde Menschen in den Garten zu lassen“, sagte die Landrätin aus eigener Erfahrung: „Mein Garten ist mein Rückzugsraum – da darf eigentlich nur meine Familie rein.“

Sie berichtete von den Erfahrungen der vergangenen 20 Jahre: „Es kommen nur Leute, die sich dafür interessieren. Die wissen, wie man sich in fremden Gärten benimmt.“ Insofern müssten die Gastgeber nicht fürchten, dass es Schäden gibt.

Im Gartenparadies

Mit „Willkommen in meinem Gartenparadies“ begrüßte Ingrid Hackl die Besucher. Vor einem Rundgang durch das Gelände berichtete sie von der Gestaltungsarbeit und der Bepflanzung. „Das letzte Beet haben wir im Jahr 2015 angelegt, es ist 30 mal 30 Meter groß“, sagte sie. Überhaupt beeindruckten schon die Zahlen, nicht nur die Größe, sondern auch die Vielfalt. „Sie können über 170 verschiedene Rosen finden“, so Hackl weiter. Überhaupt lege sie großen Wert auf Vielfalt. Wobei dies auch viele „Gäste“, wie Wühlmäuse, Maulwürfe, Schnecken, Hasen und gar Rehe anlockt. Doch damit müsse ein großer Garten am Waldrand leben. Dass die Tiere keine nachhaltigen Schäden verursachen, davon konnten sich die Besucher in „Ingrids Gartenparadies“ selbst überzeugen.

Abschließend konnten sich die Teilnehmer bei einem Imbiss stärken. Die Kräuterpädagogin Elisabeth Hof hatte dazu Leckereien aus heimischen Gärten vorbereitet. So gab es Rosenwasser zu trinken und selbstgebackene Brote mit Frischkäse und Wildkräutern zum Essen. Klaus Eder, der Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege, hatte Gästebücher für die Gastgeber vorbereitet, die Landrätin Röhrl und Bürgermeister Eckl an die Teilnehmer austeilten. Nun hoffen alle Beteiligten auf gutes Wetter und viele Besucher am kommenden Sonntag.

Aktionsstart vor 20 Jahren

Seit dem Jahr 1998 gibt es die offene Gartentür im Landkreis Regen. Lediglich in den Jahren 1999, 2002 und 2017 wurde pausiert. Der Landkreis gehört damit zu den Kreisen, die dies am längsten anbieten. In England und Wales nehmen jährlich rund 4000 Gärten teil. Über zwei Millionen Besucher strömen dann durch die Gärten. Anders als in Deutschland zahlen die Gäste dort Eintritt, der wird aber für einen Hilfsfonds für die Krankenpflege gespendet. Mittlerweile gibt es offene Gartentüren in vielen Ländern, wie auch in den Niederlanden, Belgien, Australien und in den USA.

Johannes und Veronika Dalloz, Klingenbrunner Str. 7, Kirchdorf im Wald: Naturgarten mit Teich, Kunstobjekten und Töpferstand

Ingrid und Johann Hackl, Altwies 15, Prackenbach: 4000 Quadratmeter Gartengelände mit verschiedensten Rosenarten

Günther und Margit Käser, Sudetenstr. 12, Zwiesel: Wohn- und Nutzgarten auf 600 Quadratmetern mit Birnenspalieren und Weinstöcken

Hermann und Roswitha Ruder, Sudetenstr. 10, Zwiesel: Neben der Familie Käser fast spiegelbildlich der nächste Wohn- und Nutzgarten mit ähnlichen Schwerpunkten, aber eigenem Charakter

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