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Projekttage

Blick in die Welt der Technik

Die Waldschmidtschüler entdeckten ein spannendes Forschungsfeld. Alle Beteiligten feierten einen gelungenen Abschluss.

Die Waldschmidtschülerinnen und -schüler hatten großen Spaß beim Löten und technischen Basteln. Foto: Schillbach
Die Waldschmidtschülerinnen und -schüler hatten großen Spaß beim Löten und technischen Basteln. Foto: Schillbach

Eschlkam.Um Kindern einen Zugang zur anwendbaren Technik zu ermöglichen oder sie später gar für einen Technikberuf zu motivieren, fand das Projekt „TfK – Technik für Kinder“ an sechs Nachmittagen mit je eineinhalb Stunden wiederholt an der Grundschule Eschlkam statt.

Die Entscheidung sich für einen Technikberuf zu entscheiden ist zu 80 Prozent bereits in der Kindheit begründet. Schüler für Technik zu begeistern heißt, die wirtschaftliche Zukunft zu sichern. Hierbei soll den Buben und Mädchen ermöglicht werden, durch Selbermachen die spannende Welt der Technik zu entdecken. Wer seine Talente kennt, kann darauf aufbauen und berufliche Perspektiven entwickeln.

Dass Kinder geborene Entdecker und Erfinder sind, dies bewiesen die Schüler der vierten Klasse der Waldschmidt-Grundschule. Buben und Mädchen machten sich an sechs Nachmittagen unter professioneller Anleitung als kleine Nachwuchstechniker mit Lötkolben, Widerständen und Schaltplänen vertraut. Der Eschlkamer Meister und Ausbildungsleiter Michael Altmann mit seinen zwei Azubis: Thomas Amberger und Tobias Kaml von der Firma Flabeg Deutschland AG aus Furth im Wald, welche das Projekt sponserte, begleiteten die „Nachwuchs-Techniker“ bei ihrer praktischen Arbeit. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Landratsamt Cham. Die Wirtschaftsförderung vom Landkreis Cham übernahm die Ausstattung mit Werkzeugkoffern.

Kenntnisse gehen verloren

Der Verein „TfK – Technik für Kinder“ will damit Kinder frühzeitig und nachhaltig für Technik begeistern. In ganz Bayern wird das Projekt durchgeführt. Dies soll spielerisch und ohne Lerndruck erfolgen, erklärte Susanne Freudenstein das Projekt der Hochschule Deggendorf. Denn wo früher die Väter und Opas mit den Kindern getüftelt und gebastelt haben, ist durch die neuen Medien Vieles, wie das Löten, verlorengegangen. Dazu rentiere es sich heute auch nicht mehr, kaputte Geräte zu richten.

So ist eine Zielsetzung der Hochschule, den Kindern die Scheu vor der Technik zu nehmen. Sie sollen durch einfaches „Machen“ erfahren, wie leicht Technik sein kann. Die jungen Forscher bauten unter anderem eine LED-Taschenlampe, eine Polizei-Sirene eine Wechselblinkanlage mit viel Freude und Spaß zusammen. Vor allem machte ihnen das Zerlegen von PC’s viel Spaß. Ziel des Kurses war auch, Talente und Interessen der Kinder zu erkennen und zu fördern. Dies könnte richtungsweisend für eine spätere Berufswahl sein, merkte Freudenstein an. Sie wies darauf hin, dass es auf ihrer Homepage Technik-Angebote gibt, wo man Bauteile mit Anleitungen bestellen kann.

Dieser Tage fand nun der Abschluss der Projekttage mit allen Beteiligten statt. Als Vertreter von der Wirtschaftsabteilung vom Landratsamt Cham konnte Schulleiterin Maria Meiller, Isabella Bauer willkommen heißen, bei der sie sich für die Werkzeugkoffer bedankte. Bauer betonte, sie freue sich über das tolle Netzwerk. Die Wirtschaftsförderung mache das auch gerne, denn der Landkreis braucht dringend Fachkräfte: Techniker, Mechatroniker usw.

Weiter Spaß beim Löten

Alexander Hader von der Personalabteilung der Fa. Flabeg Deutschland in Furth im Wald betonte, dass der Techniker-Unterricht den Buben und Mädchen mit den beiden Tutoren so richtig Spaß gemacht habe. Diese Annahme wurde durch ein vielstimmiges „Ja“ bestätigt. So würde er sich freuen, wenn die Buben und Mädchen, natürlich bei gezogenem Stecker, weiter löten und vielleicht später einen technischen Beruf ergreifen würden.

Rektorin Maria Meiller war beeindruckt vom Eifer der Kinder – „vor allem die Mädchen legten sich so richtig ins Geschirr“ – wie auch von den angefertigten technischen Werkstücken. Sie bedankte sich beim Sponsoring, bei den Organisatoren des Projekts und beim Landratsamt Cham für die finanzielle Unterstützung. Als Belohnung für die konzentrierte und ausdauernde Arbeit wurde den Schülerinnen und Schüler neben den gebauten Werkstücken von Michael Altmann eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme überreicht. (kbi)

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