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Trenckverein

Blick zurück auf langen Weg

Die Wanderer auf dem Pandurensteig haben sich getroffen und ihre siebentägige Wanderung Revue passieren lassen.
Benny Schlegl

  • Die Wanderer marschierten zum Abschluss elf Kilometer, was im Vergleich zur Fernwanderung im Juni eine Kleinigkeit darstellte. Fotos: Benny Schlegl
  • Susi Heiner hatte jede Menge Geschichten vom Pandurensteig parat.

Waldmünchen.Es war eine außergewöhnliche, anstrengende und erlebnisreiche Aktion: Die Wanderer auf dem Pandurensteig haben sich noch einmal getroffen und ihre siebentägige Wanderung Revue passieren lassen. Ihr Fazit war klar: Die Wanderung hat die Gruppe zusammengeschweißt, und viele denken schon über eine Wiederholung nach.

Mit der Wanderung auf dem Pandurensteig von Passau nach Waldmünchen in historischer Kleidung und mit einem historischen Lagertross hatte die Gruppe aus dem Verein der Trenckfestspiele im Juni für Aufsehen gesorgt und ist auf ein breites mediales Echo gestoßen. An insgesamt sieben Tagen wurde eine Strecke von rund 180 Kilometern zu Fuß zurückgelegt, genauso wie damals Oberst Franziskus von der Trenck durch den Bayerwald gezogen ist. In Waldmünchen bereitete der Trenckverein der Wandergruppe einen tollen Empfang mit einer Würdigung dieser sportlichen Leistung.

Das Organisationsteam um Benedikt Gruber und Tobias Saffert wollte nun im Herbst die Gelegenheit nutzen, mit einer Abschlusswanderung einen Schlusspunkt zu setzen und das Erlebte noch einmal gemeinsam zu besprechen und zu feiern. Hierzu wanderte die Gruppe zunächst rund um Waldmünchen in Richtung Herzogau, dieses Mal ausnahmsweise nicht in historischen Kostümen.

Elf Kilometer zum Abschluss

Im Wald organisierte Herbert Heidinger eine Raststation, bei der Kaffee und Kuchen kredenzt wurden. Nach insgesamt elf Kilometern und einem Abstecher zum Klammerfels wurde bei Einbruch der Dunkelheit das Waldvereinsheim in Herzogau erreicht. Dort empfingen Lukas Gröbner und Benedikt Gruber die Wandergruppe mit einem deftigen Essen. Dass die Gruppe in besonderer Weise zusammengewachsen war und man sich gegenseitig besser kennenlernte, verdeutlichten anschließend Bernadette Gruber und Susi Heiner in einer Einlage. Sie hatten für jeden Mitwanderer einen Gegenstand dabei, der in besonderer Verbindung zum Pandurensteig stand und der das ein oder andere Problem bei der Wanderung am besten symbolisierte. So wurde ein Bild vom Wolf zum Sinnbild für Gehbeschwerden und ein übervoller historischer Rucksack, der aufplatzte, ein Dejavu für alle Teilnehmer. Es konnte jede Menge gelacht werden, was die Strapazen im Nachhinein für alle als weniger gravierend erscheinen ließ. Jeder Teilnehmer erhielt einen Button mit dem Konterfei des Pandurensteiges. Damit aber noch nicht genug: Auf dem Marsch wurden die vielen Erlebnisse auch in einem Tagebuch festgehalten, welches von Benjamin Schlegl noch mit Bildern versehen wurde. Andreas Eisenhart hatte dieses Tagebuch eingescannt und so konnte am Beamer jeder einzelne Wandertag in amüsanter Weise wieder „durchlebt“ werden. Viele lustige Geschichten und Begegnungen waren dabei – eine bleibende Erinnerung für alle Teilnehmer. Ebenso natürlich auch zahlreiche Fotos und Videos.

Pandurensteig neu beschildert

Und für Vereinsvorsitzenden Martin Frank war die Wanderung auf dem Pandurensteig eine absolut tolle Aktion, die den Trenckfestspielen jede Menge Aufmerksamkeit gebracht habe. Er erinnerte aber auch daran, dass der Pandurensteig nun neu beschildert sei und dass Tafeln entlang des Weges aufgestellt wurden, die mit Bildern von der historischen Wandergruppe versehen sind. „Ihr habt eine super Leistung erbracht und beste Werbung für unsere Heimatstadt gemacht“, so Martin Frank. Sein Dank galt dem Organisationsteam und dem Begleittross, der mit dem täglichen Lageraufbau und Abbau jede Menge Arbeit hatte. Gruber erwähnte, dass das Organisationsteam rund 300 Stunden in die Vorbereitungen investiert hätte. Der Abend klang in gemütlicher Runde aus und viele nutzten die Möglichkeit, in der Waldvereinshütte zu übernachten. Und dabei wurden schon Pläne geschmiedet, was denn so in Zukunft bewandert werden könnte. (wby)

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