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Einblick

Bräukeller faszinierte die Besucher

Rund 50 Teilnehmer waren dabei. Die CSU-Ortsverbände und die JU aus Wald veranstalteten Besichtigung und Gespräche mit den Landtagskandidaten.
Von Karin Hirschberger

Armin Jäger erzählt von der Geschichte des Kellers. Foto: Hirschberger

Wald/Süssenbach. Rund 50 Teilnehmer versammelten sich am Freitagabend beim Sportheim in Süssenbach. Sie alle waren der Einladung der CSU-Ortsverbände und der JU Wald gefolgt und wollten den Bräukeller in Süssenbach besichtigen.

Beim Keller angekommen begrüßte Engelbert Weber, Vorsitzende des Ortsverbandes Süssenbach alle Anwesenden. Es freue ihn, dass die Veranstaltung solch großen Anklang gefunden habe. Die Idee sei bei einer gemeinsamen Sitzung der Ortsverbände und der JU entstanden. Außerdem freute er sich die Landtagskandidaten für die CSU, Dr. Gerhard Hopp und Elisabeth Popp, begrüßen zu können.

Bier- und Luftschutzkeller

Besitzer Armin Jäger gab eine kurze Einführung in die Geschichte des Kellers. Er wurde bis zur Aufgabe der Brauerei 1922 von der Brauerei Menath in Süssenbach als Bierkeller genutzt. Während des Zweiten Weltkrieges diente er als Luftschutzkeller.

Eine interessante Begebenheit passierte kurz vor dem Ende des Krieges im Jahr 1945. Auf dem Todesmarsch vom KZ Flossenbürg gelang zwei Gefangenen die Flucht, sie fanden zufällig den Keller und konnten sich dort bis Kriegsende verstecken. Die Süssenbacher Bevölkerung versorgte sie mit Essen.

Einer der Beiden, der Niederländer Timo Pols, schrieb seine Erlebnisse nieder. Nach dem Krieg wurde Pols von den amerikanischen Soldaten sogar kurzzeitig als Sprecher der Gemeinde eingesetzt.

Heimatforscher Emil Fuchs aus Brennberg gab einen Einblick in die mögliche Entstehungsgeschichte des Kellers. Er vermutet, es handelte sich ursprünglich um einen Weinkeller. Er gab eine kurze Einführung in die Geschichte des Weinbaus in dieser Gegend und sagte, sein Anliegen sei es eine mögliche Restaurierung des Kellers anzuregen. Er denke, dass der Keller Ende des 8. Jahrhunderts entstanden sei.

Die beiden Landtagskandidaten stellten sich nach der Führung durch den Keller kurz vor. Dr. Gerhard Hopp sagte, er sei überrascht was der Landkreis alles zu bieten habe und es sei auch schön, dass man sich mit der Geschichte beschäftige. Es sei wichtig sich Gedanken darüber zu machen, wo man herkommt. Bei der Wahl werden dann die Entscheidungen getroffen, wie es mit der Heimat weitergehe. Schließlich sei der Landkreis Cham vor wenigen Jahrzehnten noch belächelt worden und nun sei er ein Aufsteigerlandkreis.

Elisabeth Popp betonte, es sei wichtig, dass die Menschen ihr Wahlrecht wahrnehmen.

Austausch mit den Politikern

In diesem Punkt stimmte ihr Bürgermeister Hugo Bauer zu. Es freue ihn auch, dass sich beide Kandidaten über die Probleme der Gemeinden informieren.

Barbara Haimerl, die Ortsvorsitzende der CSU Wald freute sich, auch Mitglieder der CSU Rettenbach begrüßen zu können und dankte Engelbert Weber und Josef Hintermeier für die Organisation der Veranstaltung.

Engelbert Weber dankte auch der FFW Süssenbach für die Unterstützung und Armin Jäger für die Führung. Abschließend gab es eine Brotzeit im Gasthaus Jäger, bei der auch die Gelegenheit zum Austausch mit den Kandidaten bestand.

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