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Schutzmassnahmen

BRK-Heime: Nur ein Besucher pro Tag

In Krankenhäusern, Pflege- und Behinderteneinrichtungen wird zum Schutz vor Corona auch die Besuchsdauer beschränkt.
Karl Pfeilschifter

Das Rote Kreuz reagiert auf die Corona-Krise und erlaubt pro Heimbewohner nur einen Besucher pro Tag, und dies nur eine Stunde lang. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Das Rote Kreuz reagiert auf die Corona-Krise und erlaubt pro Heimbewohner nur einen Besucher pro Tag, und dies nur eine Stunde lang. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Cham.Das Coronavirus stellt das Gesundheitssystem auf den Prüfstand. So reagierte der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) als Träger mehrerer Pflegeeinrichtungen im Landkreis am Samstagmorgen sofort auf einen Erlass des Bayerischen Gesundheitsministeriums, welcher die Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen beschränkt.

In Absprache mit BRK-Kreisvorsitzendem Theo Zellner wies Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner und Bezirksgeschäftsführer Mario Drexler ihre Mitarbeiter in den Seniorenheimen Bad Kötzting, Waldmünchen, Furth im Wald und Roding sowie Zandt und Wilting darauf hin, dass ab sofort jeder Patient oder Betreute nur einen Besucher pro Tag, und dies nur eine Stunde lang, empfangen darf.

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Auch die Altenheime in der Region trifft es schwer. Angehörige müssen in den meisten Fällen auf Besuche verzichten.

Ausnahmen sind möglich

Die Einrichtungen können, wenn notwendig, auch unter Auflagen Ausnahmen zulassen, wenn besondere Situationen wie die Betreuung von Kindern, in einem Notfall, einer palliativen Situation oder der Versorgung von Sterbenden dies erfordern.

Ein weiteres Problem sei eine Regelung für Heimbewohner, die selbständig in die Stadt oder in den Garten gehen. Diese sollten von den Pflegekräften gebeten werden, sich im Gebäude aufzuhalten.

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Besucher zeigen Verständnis

Ein Problem stellten auch die in den Seniorenheimen angegliederten Tagespflegeeinrichtungen dar. Diese Gäste wurden gebeten, sich einer eigenen, selbstständigen Tagespflege wie in Roding, Arrach, Tiefenbach oder Willmering anzuschließen. Ausnahme ist die Tagespflege in Waldmünchen, da das dortige Heim über eigene Räumlichkeiten verfügt. Ab diesem Montag werden Auszubildende die BRK-Heime unterstützen, weil deren Schulbesuche abgesagt worden sind.

Übereinstimmend verweisen BRK-Kreisvorsitzender Theo Zellner, Kreisgeschäftsführer Manfred Aschenbrenner und Bezirksgeschäftsführer Mario Drexler auf die Notwendigkeit der Beschränkungen, gehe es doch um die Gesundheit der Heimbewohner und auch die des Pflegepersonals. Beide Geschäftsführer stellten in den vergangenen Tagen ein großes, verantwortungsvolles Verständnis der Heimbesucher für diesen Krisenfall fest. (cft)

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