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Immobilien

Brunnendorf: Gietl sucht den Kompromiss

In der Auseinandersetzung mit der Stadt Cham will sich der Bauunternehmer nicht über die Baugenehmigung hinwegsetzen.

Höhenvergleich zwischen dem bestehenden Gebäude (li.) und dem geplanten Gietl-Bau. Foto: ART + PLAN PLANUNGSGESELLSCHAFT
Höhenvergleich zwischen dem bestehenden Gebäude (li.) und dem geplanten Gietl-Bau. Foto: ART + PLAN PLANUNGSGESELLSCHAFT

Cham.Vor der Stadtratsitzung, in der das Bauprojekt in Brunnendorf behandelt wird, legt Hans Gietl sen., Geschäftsführer der HG-Projektentwicklung GmbH, als Ergänzung und Erläuterung zu unserem Bericht „Gietl will den halben Meter“ vom Mittwoch Wert auf folgende Feststellung:

„Der Bericht lässt möglicherweise den falschen Eindruck entstehen, die Firma HG Projektentwicklung GmbH möchte sich über eine Baugenehmigung hinweg setzten. Genau das wollen wir nicht. Deshalb auch unsere wiederholten Bemühungen, entsprechende Kompromisse zu machen, um möglichst allen Vorstellungen/Geschmacksrichtungen gerecht zu werden oder die bemängelte Wandhöhe zu reduzieren. Der Plan ist deshalb mit den endgültigen Maßen und Ansichten eingereicht worden, so wie das Gebäude nach Fertigstellung aussehen soll. Wir können absolut nicht erkennen, wieso sich das Gebäude in der jetzigen Form nicht in das Umfeld einfügen soll. Von einer Störung des Chamer Stadtbildes oder einer eklatanten Abweichung zur Umgebungsbebauung kann keine Rede sein. Nur dies wären in unserem Fall die entscheidenden Kriterien, um das geplante Vorhaben zu Recht abzulehnen. Wer den Werdegang des Projekts verfolgt hat, wird erkennen, dass immer wieder Anpassungen in der Planung vorgenommen wurden, um den verschiedenen Interessen gerecht zu werden.

Städtebau

In Cham eskaliert ein Neubaustreit

Investor Hans Gietl kündigt an, „nach Vorbild eines Bauunternehmers erst bauen und dann den Tekturplan einreichen“ zu wollen.

Natürlich hat Toni Schmidt, Verantwortlicher für den Immobilienbereich, auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, den Bau mit der bestehenden Genehmigung zu beginnen, um in der Bauphase eine Tektur einzureichen, da wir uns auch dem Eindruck nicht verwehren konnten, dass dies hier vielleicht der einfachere Weg wäre. Ich betone nochmal: Wir wollen eine von Anfang an genehmigte Planung und haben deshalb auch immer an einer Lösung gearbeitet, die für alle tragbar ist. Wenn man sich die Gebäudeansichten einmal in Ruhe ansieht, muss man eigentlich nichts mehr erklären.

Für diese Planung beantragen wir erneut die Erteilung des Einvernehmens des Stadtrats der Stadt Cham. Es liegt im Ermessen des Stadtrats, ob das Einvernehmen erteilt oder versagt wird.“

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