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Bündnis setzt auf Franz Müller

Der Behördenleiter des ALE lobt das „Künische Gebirge“. Die ländliche Entwicklung soll vorangetrieben werden.
Von Maria Frisch

Franz Müller (rechts) wurde als Sprecher des Aktionsbündnisses Künisches Gebirge bestätigt. An der ersten Arbeitssitzung hat auch eine Delegation vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) teilgenommen.
Franz Müller (rechts) wurde als Sprecher des Aktionsbündnisses Künisches Gebirge bestätigt. An der ersten Arbeitssitzung hat auch eine Delegation vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) teilgenommen. Foto: Maria Frisch

Lohberg.Die Bürgermeister des Aktionsbündnisses Künisches Gebirge haben sich seit der Kommunalwahl im März zum ersten Mal zur Beratung getroffen. Hausherr und bisheriger Sprecher des Bündnisses, Bürgermeister Franz Müller, hieß im Dorfstadl neben Markus Müller aus Neukirchen b. Hl. Blut und Paul Rossberger aus Lam auch den neuen Kollegen aus Arrach, Gerhard Mühlbauer, und den stellvertretenden Bürgermeister Eduard Stoiber aus Eschlkam willkommen.

Franz Müller freute sich über die Teilnahme einer Delegation vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) der Oberpfalz: Behördenleiter Thomas Gollwitzer, Abteilungsleiter Erik Bergner und Diplomgeograf Michael Neft, der künftig dem Gemeindebündnis zur Seite steht. Sein Willkommensgruß galt ebenso der stellvertretenden Bürgermeisterin aus Lohberg, Rita Wellisch, Mitarbeiterin Jana Dirriglová, Prof. Dr. Markus Lemberger aus der Abteilung der Regionalentwicklung des Landratsamtes und dem Geschäftsführer der Gemeinde Lohberg, Alois Schneck.

Thomas Gollwitzer sprach den Anwesenden ein großes Lob aus, und bezeichnete das Aktionsbündnis als „klein aber fein“. Der Behördenleiter sicherte volle Unterstützung zu.

Enorme Nachfrage ausgelöst

Die Versammlungsteilnehmer diskutierten aktuelle Förderprogramme, zum Beispiel „Innen statt Außen“, das eine enorme Nachfrage auslöste. Leider blieb die Höhe des Budgettopfs gleich. Er wurde nur in verschiedene Bereiche unterteilt. Dank galt in diesem Zusammenhang Dr. Gerhard Hopp, der sich sehr für die ländliche Entwicklung einsetzt.

Bürgermeister Markus Müller betonte, dass dem Bündnis von keiner anderen Institution so gut unter die Arme gegriffen wird wie gerade vom ALE Oberpfalz. Zur Diskussion stand auch das Programm Gewerbeförderung, wobei es die Gesprächspartner schade fanden, dass man nicht flächendeckend agieren könne, weil die Zuschussmittel nicht ausreichend sind. Laut dem Behördenleiter ist zwar das ALE mit mehreren Programmen ausgestattet, aber der Gesamtgeldbetrag von rund 19 Millionen Euro pro Jahr für die Oberpfalz blieb in der gleichen Höhe bestehen, müsste aber wegen der großen Nachfrage eigentlich steigen.

Weiterer Tagesordnungspunkt war die Wahl des Sprechers des Bündnisses. Seitens der Kollegen wurde erneut Franz Müller vorgeschlagen und mit uneingeschränktem Vertrauen ausgestattet.

Da nun die neue Legislaturperiode begonnen hat, hielt Jana Dirriglová eine Rückschau auf die Aktivitäten des Bündnisses in den Jahren 2014 bis 2019, um die neuen Bürgermeister besser einzubeziehen. 2019 war wegen „30 Jahre offener Grenze“ ein Jubiläumsjahr. „Was die Sperrung der Grenze bedeutet, hat man Gott sei Dank nur zeitlich beschränkt in den vergangenen Wochen erfahren“, machte Dirriglová bewusst. Alle waren sich einig, dass es dazu nicht wieder kommen darf. Das ursprüngliche Gründungsentwicklungskonzept von 2002 wurde bereits zweimal aktualisiert. Seit dem letzten Mal trägt es das Entwicklungsleitbild „Zwei Räume – eine Region“ mit den Handlungsfeldern Daseinsvorsorge (Wohnraum, Soziales, Infrastruktur, Gesundheit...), Lebensregion (Freizeit, Erholung, Tourismus...), Ländliche Entwicklung (Ökologie und Klima) und Energie (öffentlicher Sektor).

Ländliche Entwicklung fördern

Auf der Tagesordnung stand auch das aktuelle Thema eines Förderprogramms des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Regionalbudget), das vom Amt für Ländliche Entwicklung geleitet wird. Ziel der Förderung, die bis 2023 befristet ist, ist eine engagierte und eigenverantwortliche ländliche Entwicklung voranzutreiben und die regionale Identität zu stärken. Jährliches Budget ist 100 000 Euro. Einige Schritte dafür hat Jana Dirriglová bereits angestoßen. Die Regionalmanagerin stellte die detaillierte Vorgehensweise und den möglichen Ablauf vor.

Abstimmung

  • Zuschüsse:

    So soll auch künftig die Förderung aus dem Dispositionsfonds genutzt werden. (kfl)

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