MyMz
Anzeige

Stadtentwicklung

Bürger sammeln Ideen für Gartenschau

40 Further Bürger diskutierten über Vorschläge vom Einbeziehen der Waldbühne bis zu Tagen der offenen Gärten.

Der Workshop Touristik sammelte viele Vorschläge für die Landesgartenschau 2025 in Furth im Wald. Fotos: Volkmar Dimpfl
Der Workshop Touristik sammelte viele Vorschläge für die Landesgartenschau 2025 in Furth im Wald. Fotos: Volkmar Dimpfl

Furth i Wald.Zu einem Workshop im Zuge der Landesgartenschau 2025 waren etwa 40 Further Bürger am Samstagnachmittag ins Rathaus gekommen. Bürgermeister Sandro Bauer begrüßte die Geschäftsführer Josef Beer (Stadt Furth im Wald) und Robert Sitzmann (Bayerische Landesgartenschau GmbH), die Mitglieder des Aufsichtsrats der Furth im Wald 2025 gGmbH sowie Petra Pintsche (Bayerische Landesgartenschau GmbH), die die Veranstaltung moderierte. Die Veranstaltung solle Informationen zum aktuellen Stand des Projekts geben und Fragen beantworten oder auch neue Fragen aufwerfen.

Nachdem Petra Pintsche kurz den Ablauf der Veranstaltung erklärt hatte, ergriff Robert Sitzmann das Wort. Er erläuterte die Ziele und Grundsätze der Landesgartenschauen und sprach auch über die bereitgestellten Fördergelder. Die Förderung sei jetzt auf 50 Prozent erhöht worden, in besonderen Fällen könnten es sogar 60 Prozent sein. Pintsche zeigte auf, wer eine Landesgartenschau plant und durchführt: Die Partner sind Staat, Kommunen, Fachverbände und -betriebe sowie stadtaktive Vereine, Initiativen und Bürger.

Es wird zwei Routen geben

Josef Beer berichtete über den aktuellen Stand des Projekts Landesgartenschau 2025, vom Beginn 2017 über die Bewerbung im vergangenen Jahr und die Bereisung bis zum Zuschlag. Es werde in Furth zwei Routen geben, eine innerstädtische vom Bahnhof der Kalten Pastritz entlang zum Bayplatz und eine Route, die die Chambauen erschließt, vom ATT zum Cave-Gladium-Gelände. Es werde also keine zentrale Gartenschau, sondern eine dezentrale; neben eingegrenzten Bereichen (mit Eintritt) werde es auch frei zugängliche geben.

Eine intensive Diskussion gab es auch beim Workshop Erscheinungsbild.
Eine intensive Diskussion gab es auch beim Workshop Erscheinungsbild.

Vor wenigen Tagen sei die Auslobung erfolgt, das heißt, die Architekten, die sich bewerben wollen, können nun die Unterlagen anfordern. Dabei, so Beer, gebe es zwei verschiedene Aufgabenarten, nämlich Pflichtaufgaben und solche, bei denen erst mal Ideen gefordert sind. Dies betreffe etwa die Bahnhofstraße, wo eine Brachfläche nach Nutzung verlange. Auch für das Hofer-Gelände sei Fantasie gefordert. Das Gleiche gelte für das Späth-Bräu-Gelände.

Gartenschau: Ideen für Furth gesammelt

  • Städtebau:

    Welche städtebaulichen Maßnahmen werden für die Landesgartenschau als notwendig erachtet?

  • Erscheinungsbild:

    Wie soll die Landesgartenschau aussehen?

  • Bürgerbeteiligung:

    Wie können sich die Further Bürger und Vereine einbringen?

  • Tourismus:

    Welche touristischen Impulse kann die Landesgartenschau bringen?

Am 16. September werde ein Kolloquium stattfinden, bei dem interessierte Architekten letztmals Fragen stellen können. Bis Mitte November müssen die Bewerber ihre Entwürfe einreichen. Am 16. und 17. Dezember entscheidet das Preisgericht. Zur Information der Bevölkerung gibt es eine öffentliche Ausstellung der Arbeiten.

Max Riedl hatte zur Diskussion seiner Anregungen gleich Modelle mitgebracht. Foto: Volkmar Dimpfl
Max Riedl hatte zur Diskussion seiner Anregungen gleich Modelle mitgebracht. Foto: Volkmar Dimpfl

Das Beispiel Wassertrüdingen zeige, so Robert Sitzmann, dass man in Furth gut im Plan sei. Die investiven Maßnahmen einer Landesgartenschau veränderten eine Stadt nachhaltig. Aber auch die Bedeutung der temporären Maßnahmen der Durchführung hätten ihre Bedeutung, denn hier werden die Bürger eingebunden, es entwickle sich ein neues Wir-Gefühl. Bei den anschließenden Fragen spielte das Thema Cave Gladium eine große Rolle. Josef Beer wies aber darauf hin, dass alle Veränderungen hier nur in enger Absprache mit dem Verein geschehen würden, das stehe auch in der Ausschreibung.

Nach diesen Ausführungen waren die Workshop-Teilnehmer aufgefordert, in vier Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Themen Vorschläge zu machen. Die vier Gruppen sammelten dann unter Leitung von Josef Beer (städtebauliche Maßnahmen), Robert Sitzmann (Erscheinungsbild), Lisa Kager (Vereine) und Karin Stelzer (Touristik) die Vorschläge und Anregungen.

Partnerstädte integrieren

Zum Abschluss stellten die vier Gruppen-Moderatoren die Ergebnisse im Plenum vor. Es gab viele sehr interessante Vorschläge vom Baumschnittkurs bis zum besseren öffentlichen Personenverkehr, von der Einbeziehung der Waldbühne ins Gartenschau-Programm bis zum Tag der Vereine. Überhaupt solle man das Thema Abendveranstaltungen noch eingehend angehen. Und außerdem müsse man daran denken, Veranstaltungen, egal welcher Art, an den Zeit-/Terminplan der Gartenschau anzupassen.

Auch die Partnerstädte sollten in die Landesgartenschau eingebunden werden. Ein weiterer Vorschlag war auch „Tage der offenen Gärten“. Diese Themen sollen auf Realisierbarkeit überprüft werden. Bei fast allen Gruppen tauchte ein Thema auf: das Fehlen von Übernachtungsmöglichkeiten. Hier hoffe man auf einen Existenzgründer, der sich hier engagiert.

Projekt

Das Abenteuer Gartenschau kann beginnen

Die Stadt Furth und die Bayerische Landesgartenschau GmbH unterzeichneten den Durchführungsvertrag für die Gartenschau 2025.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht