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Bundeswehr sperrt Übungsplatz komplett

Neue Regelung: Ab 1. April dürfen Zivilpersonen das Gelände des Standortübungsplatzes in Roding nicht mehr betreten.

Der Übungsplatz darf ab 1. April nicht mehr betreten werden. Foto: Schreiner
Der Übungsplatz darf ab 1. April nicht mehr betreten werden. Foto: Schreiner

Roding.Über eine Änderung der Zutrittsregelungen zum Standortübungsplatz informiert Kommandeur Michael Hanisch zusammen mit Bürgermeister Franz Reichold in einer Pressemitteilung: Das Gelände des Standortübungsplatzes Roding, das sich ostwärts der Arnulf-Kaserne und in den Waldgebieten „Eisenhart“ und „Vogelschlag“ befindet, sei eine militärische Anlage und diene den Soldaten am Standort zur ständigen Ausbildung mit Fahrzeugen, Gerät, Waffen und Munition – bei Tag und Nacht.

Durch die Übungstätigkeiten der Soldaten, aber auch durch liegengebliebene Munitionsteile und Ausbildungsmittel bestehe für Unbeteiligte bei unbefugtem Betreten potenziell eine große Gefahr. „Aus diesem Grund war der Zugang zum Standortübungsplatz als sogenannter Militärischer Bereich während der Übungszeiten in der Vergangenheit bereits verboten“, so Hanisch. Außerhalb der Übungszeiten und am Wochenende wurde unter Beachtung von Vorgaben zur Aufrechterhaltung der militärischen Sicherheit ein Betreten von Seiten der Bundeswehr bisher geduldet.

Die seit 2014 veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa erfordere von der Bundeswehr, ihre Fähigkeiten für die Landes- und Bündnisverteidigung zu steigern und gleichzeitig unverändert bei internationalen Kriseneinsätzen zu mehr Stabilität und Sicherheit in der Welt beizutragen. Um alle Aufträge bestmöglich zu bewältigen, bedarf es intensiverer Ausbildungs- und Übungsvorhaben der Streitkräfte, auch auf dem Standortübungsplatz Roding, wodurch sich die Gefahren für Unbeteiligte potenziell erhöhen. Um die Gefahren Unbeteiligter zu vermeiden, habe das Kommando für Territoriale Aufgaben der Bundeswehr entschieden, dass alle Standortübungsplätze der Bundeswehr zu Militärischen Sicherheitsbereichen zu erklären sind. Diese bundesweite Festlegung gelte auch für Roding und sei bis zum 1. April umzusetzen.

Die Deklarierung der Standortübungsplätze als Militärische Sicherheitsbereiche bedeute, dass es Zivilpersonen nicht mehr gestattet ist, ohne vorherige ausdrückliche Genehmigung das Gelände des Standortübungsplatzes Roding zu betreten. Zur Kenntlichmachung werden im ersten Schritt die Beschilderung des Übungsgeländes ausgetauscht und im weiteren zusätzliche Schranken an den Zufahrten zum Übungsplatz im Bereich des „Vogelschlags“ eingerichtet.

Vor allem das Waldstück „Vogelschlag“ wurde bisher außerhalb der Übungszeiten von Bürgern zur Naherholung genutzt. Im Wissen um das Miteinander von Bundeswehr und Gesellschaft habe sich Hanisch als Standortältester mit der Stadt um Lösungen bemüht, die sowohl die notwendige Sicherheit und Unversehrtheit Unbeteiligter gewährleisten, aber auch die Interessen der Bürger berücksichtigen.

Deshalb habe man vereinbart, dass die Soldaten helfen werden, in Teilen des Waldstückes „Vogelschlag“ außerhalb des Übungsplatzgeländes ein Wegenetz zu schaffen, dass Raum für Spaziergänger, Jogger oder Walker bietet. Details werden bei einem Bürgergespräch am Mittwoch, 19. Februar, um 19 Uhr, in der Stadthalle erläutert.

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