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Urlaub

Camping-Park vor Rekordmarke

Besitzer André Notka rechnet in diesem Jahr mit 12 000 Übernachtungen auf seiner Anlage in Neubäu am See.
Von Thomas Mühlbauer

Andreas Sobaglo campt seit 30 Jahren. Am Wochenende machte er Station in Neubäu am See. Fotos: Mühlbauer
Andreas Sobaglo campt seit 30 Jahren. Am Wochenende machte er Station in Neubäu am See. Fotos: Mühlbauer

Roding.Der Sommer neigt sich langsam dem Ende entgegen. Damit endet auch für André Notka vom See-Campingpark eine der stressigsten Zeiten. Doch auf die vergangenen Monate blickt der Jungunternehmer mit einem breiten Grinsen im Gesicht zurück: „Das Campingjahr war Wahnsinn. In Neubäu hat es fast nicht geregnet. Alle Veranstaltungen wie Grillabend, Weiße Nacht oder Bayerische Nacht konnten ausgerichtet werden. Die Qualität des Sees war dieses Jahr einfach ein Traum. Das neue Luxus-Sanitär-Gebäude brachte den gewünschten Mehrwert.“

Bis Ende des Jahres dürfte nach Schätzungen von Notka die magische Schallmauer von 12 000 Übernachtungen geknackt werden. Und auch für das Jahr 2018 treffen schon täglich die Reservierungen ein.

Camping erschwingbar machen

Andrè Notka blickt zufrieden auf die Saison: „Das Campingjahr war Wahnsinn. In Neubäu hat es fast nicht geregnet“ Die Qualität des Sees sei dieses Jahr einfach ein Traum gewesen. Und auch für das Jahr 2018 treffen schon täglich Reservierungen ein. Fotos: Mühlbauer
Andrè Notka blickt zufrieden auf die Saison: „Das Campingjahr war Wahnsinn. In Neubäu hat es fast nicht geregnet“ Die Qualität des Sees sei dieses Jahr einfach ein Traum gewesen. Und auch für das Jahr 2018 treffen schon täglich Reservierungen ein. Fotos: Mühlbauer

Am vergangenen Wochenende erlebte der Campingplatz einen weiteren Höhepunkt: Die größte Internet-Community für Camping in Deutschland machte Station in Neubäu am See. Das 2013 gegründete Start-up „Paul Camper“ aus Berlin war zu Gast. Geschäftsführer Dirk Fehse und sein 30-köpfiges Mitarbeiterteam haben es sich zur Aufgabe gemacht, Camping für jedermann erschwingbar zu machen. Dabei wird Wohnmobilbesitzern und Camping-Fans die Möglichkeit geboten, sich zu vernetzen und ihre Hotels auf vier Rädern zu vermieten. Die Plattform hat sich mittlerweile zu Deutschlands erfolgreichsten Sharing-Portal für private Wohnmobil-, Wohnwagen und Campingvermittlung entwickelt.

„Ich habe das Unternehmen praktisch in meinem Wohnzimmer gegründet, mit meinem eigenen Camper Paul“, sagt Fehse. In der größten Community für Camper seien 1700 Fahrzeuge zu finden. Pro Monat kommen rund 150 neue Fahrzeuge hinzu.

Dirk Fehse glaubt, dass der Camping-Boom weiter anhält. „Die Leute kommen immer mehr zum Campen. Vor allem Familien nutzen dieses Angebot verstärkt. Was gibt es schöneres, als spontan an den See zufahren und die Seele baumeln zu lassen?“ Fotos: Mühlbauer
Dirk Fehse glaubt, dass der Camping-Boom weiter anhält. „Die Leute kommen immer mehr zum Campen. Vor allem Familien nutzen dieses Angebot verstärkt. Was gibt es schöneres, als spontan an den See zufahren und die Seele baumeln zu lassen?“ Fotos: Mühlbauer

Seit ein paar Jahren hält der Boom beim Campen an und Dirk Fehse sieht die Fahnenstange noch längst nicht erreicht: „Die Leute kommen immer mehr zum Campen. Vor allem Familien nutzen dieses Angebot verstärkt.“ Denn was gibt es den schöneres, als spontan an den See zufahren und die Seele baumeln zu lassen.

Zurück zum Treffen am vergangenen Wochenende: Mit 135 Personen und an den 70 Fahrzeugen machte die Gemeinschaft Station auf dem Campingplatz von André Notka. Bereits zum neunten Mal fand dieses Treffen statt. Unter anderem waren die Camper schon in der Nähe von Nürnberg, in Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Inhaber André Notka zeigte sich angetan von der Idee von Paul Camper und dem Ablauf des Treffens: „Für mich war es eines der schönsten Campingtreffen. Das junge Team ist auf den richtigen Trend aufgesprungen – Deutschland campt“. Wohnmobile seien außerdem kostspielige Anschaffungen. Da sei es sehr praktisch, wenn man sie an Dritte weitervermieten kann.

Michael Braetsch aus München vermietet sein Wohnmobil acht bis zwölf Mal im Jahr. Von diesem Modell hat er im Radio gehört. Ein positiver Nebeneffekt: „Man lernt viele verschiedene Leute kennen und kann sich auch mit denen austauschen.“  Fotos: Mühlbauer
Michael Braetsch aus München vermietet sein Wohnmobil acht bis zwölf Mal im Jahr. Von diesem Modell hat er im Radio gehört. Ein positiver Nebeneffekt: „Man lernt viele verschiedene Leute kennen und kann sich auch mit denen austauschen.“ Fotos: Mühlbauer

Michael Braetsch aus München, der ebenfalls am Vermietertreffen teilgenommen hat, sagte: „Für mich ist es ein Businessmodell. Ich habe von der Idee im Radio gehört und meine Frau wollte schon immer ein Wohnmobil. Wir können unser Fahrzeug und haben den tollen Nebeneffekt, dass es trotzdem unterwegs ist und sich schneller abbezahlt.“

Immer der Sonne nach

Andreas und Johanna Sobaglo sind seit 30 Jahren als Camper unterwegs. Begonnen haben sie mit einem klassischen Zelt, ehe sie sich 2014 ihren eigenen Wohnwagen gekauft haben. Bis zu 5000 Kilometer legen sie im Jahr zu ihren Reisezielen zurück. Ein bestimmtes Ziel gibt es dabei nicht, am liebsten reisen beide immer der Sonne nach. Das eigene Reich umfasst dabei auf sieben Meter länge circa 14 Quadratmeter und beherbergt alles, was man auf Reisen braucht.

Larissa und Denny Beckert sind mit ihren drei kleinen Kindern unterwegs. Die Familie hat einen Movano Sprinter in ein Wohnmobil umgebaut. Mühsam wurde das Fahrzeug entsprechend umgerüstet. An den Wochenenden fahren die Beckerts verschiedene Orte an. Fotos: Mühlbauer
Larissa und Denny Beckert sind mit ihren drei kleinen Kindern unterwegs. Die Familie hat einen Movano Sprinter in ein Wohnmobil umgebaut. Mühsam wurde das Fahrzeug entsprechend umgerüstet. An den Wochenenden fahren die Beckerts verschiedene Orte an. Fotos: Mühlbauer

Auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich erscheint die Unterkunft auf Rädern von Larissa und Denny Beckert, die mit ihren drei Kindern – im Alter von fünf Monaten, zwei und drei Jahren – unterwegs sind. Die Familie hat einen Movano Sprinter zu einem Wohnmobil umgebaut. Das Fahrzeug wurde entsprechend umgerüstet. Die Beckerts betonen: „Es ist für uns die richtige Entscheidung gewesen, denn so können wir spontan entscheiden, zu welchen Zielen wir fahren möchten.“

Pläne für die kommende Saison hat André Notka schon im Kopf. Seine Ideen für den Neubäuer Camping-Park will er aber noch nicht verraten. Auf Nachfrage meint er: „Es wird wieder etwas außergewöhnliches, so wie man es von mir gewohnt ist.“

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