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Theater

Canterville-Gespenst spukte im Pfarrheim

14 Schülerinnen und Schüler brachten die Geschichte von Oskar Wilde auf die Bühne der Realschule und erhielten großes Lob.
Josef Kneitinger

  • Vor Schreck fiel die Haushälterin in Ohnmacht. Foto: Kneitinger
  • Tochter Virginia hat Mitleid mit dem Gespenst. Foto: Kneitinger

Roding.Im Rodinger Haus der Pfarrgemeinde hat es vor kurzem gespuckt. Vierzehn Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen fünf bis acht hatten unter Leitung der beiden Lehrkräfte Kirsten Hartl und Michaela Was-meier ein Theaterstück einstudiert. Das Stück stammt ursprünglich aus der Feder von Oscar Wilde, wurde aber von Susanne Lietzow in einer modernen Fassung bearbeitet.

Wer kennt sie nicht, die romantisch verspielte Geschichte vom unglücklichen Gespenst. Eine amerikanische Familie kauft ein verträumtes altes Schlösschen in England zusammen mit dem Schlossgespenst. Als moderne Amerikaner, die nicht an Gespenster glauben, gehen sie allerdings mit dem Geist recht respektlos um, was diesem naturgemäß nicht behagt und was zu allerlei Turbulenzen führt.

Der amerikanische SonderbotschafterHiram B. Ottis zieht samt seiner Familie in das Schloss Canterville ein. Hier treffen Welten aufeinander. Während Miss Umney, die überaus britische Haushälterin die Tageszeitung bügelt, damit Mr. Otis bei deren Lektüre von Druckerschwärze verschont bleibt, halten die sehr amerikanischen Amerikaner „family conferences“ ab.

An Spuk und Geister glauben die neuen Schlossbewohner nicht. Sir Simon von Canterville soll im Jahre 1575 seine Frau erstochen haben, ist danach unter geheimnisvollen Umständen verschwunden und seine Leiche wurde nie gefunden. Doch sein Geist spukt immer noch immer in den Gemäuern dieses Schlosses und soll für mehrere Todesfälle früherer Besitzer verantwortlich sein.

Doch die neuen Besitzer kann nichts erschüttern. Die Familie kämpft mit modernen Mitteln gegen den spukenden „Sir Simon“. Der wiederumkämpft mit allen Mitteln, um die Familie aus dem Schloss zu vertreiben, doch nicht einmal sein Kettenrasseln vermag die unerschrockene Familie in die Flucht zu schlagen. Völlig erschöpft sieht Sir Simon zu, wie sich alles um ihn verändert. Eines Nachts aber sieht Tochter Virginia das traurige Gespenst in der Ecke kauern und hat Mitleid mit ihm. Sie versucht, es von seinem Fluch zu erlösen.

Für einen Gänsehautmoment sorgten bei der Aufführung Verena Heimerl und Lukas Leutner mit einem Duett beim romantischen Treffen von Virginia und Sir Cecil. „Als Schulleiter hat man im Hinblick auf eine Theatergruppe immer einen Traum und dieser Traum ist heute in Erfüllung gegangen“, lobte Alexander Peintinger, der für dieses „Spitzen-Theater“ dankte. Er lobte den Ehrgeiz und das große Engagement der Schüler, die sogar bei Hitzefrei zu den Proben erschienen seien.

Elternbeiratsvorsitzende Kathleen Reinsch-Hobus bedankte sich am Ende bei den Akteuren mit einem Eis-Gutschein für ihre Aufführung. (rjk)

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