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Gesellschaft

Cham hat ein neues Kulturhaus

„cha 13“ heißt der neue Freiraum für Chamer Kunst und Kultur, der in der Ludwigstraße feierlich eröffnet wurde.
Von Hans Schmelber

3. Bürgermeister Sepp Blaha besichtigt die Jahres-Ausstellung der Schülerarbeiten im KUNSTbeTRIEB – Kunstschule Cham.Fotos: fsh
3. Bürgermeister Sepp Blaha besichtigt die Jahres-Ausstellung der Schülerarbeiten im KUNSTbeTRIEB – Kunstschule Cham.Fotos: fsh

Cham.„Jede Veränderung beginnt mit einer Idee“. Mit diesem Ausspruch begann Lisa Montag die Begrüßung zum Eröffnungsfest des neuen Kulturhauses „cha 13“ in Cham in der Ludwigstraße in den Räumen und zwei Häusern der ehemaligen Fachakademie für Raum- und Objektdesign an der Ludwigstraße. Die beiden großen Immobilien gehören zwei unterschiedlichen Besitzern, die aber eine Heimat haben: Das eine Haus gehört der Stadt, das andere einer Stiftung, die von der Stadt verwaltet wird.

Gemeinsam für eine gute Sache

„Wir wollten die gute Zusammenarbeit mit diesen drei Institutionen aus dem Studienheim nicht sterben lassen“ betonte Bürgermeisterin Karin Bucher bei ihrem Grußwort. „Wir haben dafür Räume gebraucht, die zentral liegen und die sich die drei auch leisten können“, führte sie weiter aus und bemerkte noch, dass sie eigentlich schon im Studienheim eine Vision dazu gehabt hat. „Was im Studienheim begann, wächst hier bestens weiter“, fügt sie noch an. Unsere Gesellschaft wäre um ein vieles ärmer, würden wir nicht diese Kreativität, diese Kunst nicht nutzen“.

Gäste: Andi Dünne vom KUNSTbeTRIEB, Lisa Montag, Bürgermeisterin Karin Bucher, Grünen-Bundestagsabgeordneter Stefan Schmidt , Landrat Franz Löffler, Reinhard Kapfhammer vom Landesverband der Jugendkunstschulen und Julia Nierstheimer vom Bundesverband. Foto: Schmelber
Gäste: Andi Dünne vom KUNSTbeTRIEB, Lisa Montag, Bürgermeisterin Karin Bucher, Grünen-Bundestagsabgeordneter Stefan Schmidt , Landrat Franz Löffler, Reinhard Kapfhammer vom Landesverband der Jugendkunstschulen und Julia Nierstheimer vom Bundesverband. Foto: Schmelber

„Als 2. Vorsitzende des neuen Vereins „cha 13 – das Kulturhaus e.V.“ begrüße ich sie alle recht herzlich", sagte Lisa Montag. Hier im Kulturhaus arbeiten alle an einer gemeinsamen größeren Sache“, stellte sie fest und: „Alle Institutionen sind bereits fünf bis zehn Jahre in ihren Bereichen tätig und aus dieser Zusammenarbeit entstehen ständig neue Projekte“. Diese Drei sehen sich nicht als Verwalter der Kultur, sondern als Zukunftswerkstatt. Kreative Nährböden bieten, das Fördern lösungsorientierten Denkens und die Kunst des Scheiterns kultivieren um neue Lösungen zu suchen und Fehler als Chance zu sehen, steht im Vordergrund. „Veränderungen und Weiterentwicklung in der Gesellschaft brauchen Mut und Eigeninitiative. Den Mut trainieren wir. Eigeninitiative fördern wir“, sagte sie abschließend und erklärte noch kurz die Namensfindung. „Wir haben uns für cha entschieden, dem Kfz-Kennzeichen von Cham und das cha = K und das steht für Kulturhaus. Dreizehn ist eine Glückszahl und außerdem die Hausnummer.“

Vorführungen: Im RAUM für Theater, Musik und Bewegung – Kleinkunstbühne, Kursraum, Fotoatelier – wurden stündlich Ausschnitte aus den Bühnenprogrammen und den Kursen. Sketche, Gesang und Klavier, Jonglage, Stepptanz und Tango gezeigt.Foto: Schmelber
Vorführungen: Im RAUM für Theater, Musik und Bewegung – Kleinkunstbühne, Kursraum, Fotoatelier – wurden stündlich Ausschnitte aus den Bühnenprogrammen und den Kursen. Sketche, Gesang und Klavier, Jonglage, Stepptanz und Tango gezeigt.Foto: Schmelber

„Heute ist ein ganz markanter Tag“, stellte Landrat Franz Löffler fest, „denn es treibt uns schon eine Weile rum, was mit denen passiert, die einst zufällig im Studienheim zusammengekommen waren. Es hat eine Zeit gedauert, bis die Menschen kapiert haben, was hinter der dort gebotenen Kunst und Kultur steckte. „Ihr habt längst bewiesen, dass es euch ernst ist, den Menschen etwas mit auf den Weg zu geben, die Kreativität zu fördern und das was in einem Menschen steckt auch zutage bringen“, so der Landrat. „Wir haben mit einem geldwerten Betrag dazu verholfen, dass der Umzug auch durchgeführt werden konnte“, sagte der Landkreischef und überreichte an Lisa Montag ein kleines Glaskunstwerk als Begrüßungsgeschenk. Die bedankte sich herzlich, fügte aber auch gleich noch eine Bitte an. „Kunst braucht regelmäßige Unterstützung“, bemerkte sie.

Kultur als kommunale Aufgabe

Cafe Ludwig: Im neuen Café Ludwig fand an diesem Tag auch eine Vernissage statt, mit 13 Bildern von Juli Frischmann, der Tochter von Café- Inhaberin Ruth Meißner. Juli Fleischmann ist freiberufliche Künstlerin, lebt in Fürth, studierte an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg. Foto: Schmelber
Cafe Ludwig: Im neuen Café Ludwig fand an diesem Tag auch eine Vernissage statt, mit 13 Bildern von Juli Frischmann, der Tochter von Café- Inhaberin Ruth Meißner. Juli Fleischmann ist freiberufliche Künstlerin, lebt in Fürth, studierte an der Akademie der bildenden Künste Nürnberg. Foto: Schmelber

„Kultur ist eine kommunale Aufgabe; eine Aufgabe, die Kommunen oft herausfordert. Als Sprecher für Kommunalfinanzen weiß ich um den finanziellen Aspekt“, betonte MdB Stefan Schmidt von den Grünen. Gerade in einer Zeit, in der Worte und der Umgang miteinander oft hart und fast feindselig sei, komme der Kultur als lntegrationsfaktor immense Bedeutung zu.

Kunst: Bürgermeisterin Karin Bucher malt hier beim Eröffnungsfest ihr Bild vom Louvre vor dem Eingang zum Kulturhaus. „Wir wollten die gute Zusammenarbeit mit den drei Kultur-Institutionen aus dem Studienheim nicht sterben lassen“ sagte die Bürgermeisterin.Foto: Schmelber
Kunst: Bürgermeisterin Karin Bucher malt hier beim Eröffnungsfest ihr Bild vom Louvre vor dem Eingang zum Kulturhaus. „Wir wollten die gute Zusammenarbeit mit den drei Kultur-Institutionen aus dem Studienheim nicht sterben lassen“ sagte die Bürgermeisterin.Foto: Schmelber

Julia Nierstheimer, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (bjke) e.V. hoffte angesichts der anwesenden Politik, „dass auch im Freistaat allmählich dämmert, welch ein Bildungs- und Kulturschatz man in den 50 hier ansässigen Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen viel zu lange nicht bergen wollte.“ Das letzte Grußwort hatte Reinhard Kapfhammer vom Landesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (LJKE) e.V. und Vorsitzender vom Verein Kultur & Spielraum e.V. „In Cham wurde vom Studienheim bis hierher viel bewegt“, stellte er fest.Der Nachmittag ging weiter mit Vorführungen der einzelnen Institutionen und im neuen Café Ludwig fand eine Vernissage statt mit Bildern von Juli Frischmann, der Tochter der Inhaberin des Cafés Ruth Meißner.

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