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Arbeitsmarkt

Cham hat weniger Langzeitarbeitslose

Im Juni schrumpfte die Zahl im Landkreis auf den niedrigsten Wert seit Mai 2013. Schwerbehinderte profitieren besonders.

Nach den aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit gibt es im Landkreis Cham so wenig Langzeitarbeitslose wie zuletzt im Mai 2013. Foto: Oliver Berg/dpa
Nach den aktuellen Zahlen der Agentur für Arbeit gibt es im Landkreis Cham so wenig Langzeitarbeitslose wie zuletzt im Mai 2013. Foto: Oliver Berg/dpa

Cham.In den bundesweit 406 Jobcentern wird zwischen „Arbeitslosen“ und „Langzeitarbeitslosen“ unterschieden. Bis zu einer Dauer von einem Jahr spricht man von Arbeitslosigkeit. Als langzeitarbeitslos gilt dagegen, wer ein Jahr und länger ohne Beschäftigung ist. Die besondere Herausforderung für die Jobcenter besteht laut Geschäftsführer Josef Beer darin, Langzeitarbeitslosigkeit gar nicht erst entstehen zu lassen, also die Arbeitslosen möglichst schnell in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren.

Mit einem ganzheitlichen, die ganze Familie einbeziehenden Betreuungsansatz, mit passgenauen Fördermaßnahmen, einer intensiven Zusammenarbeit mit vielen Netzwerkpartnern und einer hervorragenden Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation gelinge dies im Landkreis Cham nach wie vor überdurchschnittlich gut. Die Zahl der vom Jobcenter betreuten Arbeitslosen und der Langzeitarbeitslosen geht seit Jahren kontinuierlich zurück, im Juni wurde der niedrigste Wert seit Mai 2013 gemessen.

Anteil liegt unter Bayern-Schnitt

So waren von den im Juni insgesamt registrierten 523 Arbeitslosen lediglich 131 Personen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung und damit „langzeitarbeitslos“. Das entspricht einem Anteil von 25 Prozent. In Bayern liegt dieser Anteil bei 37 Prozent, im Bund bei 45 Prozent. Die insgesamt registrierten 523 Arbeitslosen waren bisher durchschnittlich 323 Tage ohne Beschäftigung. In Bayern sind es 503 Tage, bundesweit sogar 634 Tage.

Noch deutlicher sei der Unterschied bei den Schwerbehinderten, die es deutlich schwerer als andere Personengruppen haben, eine ihren Einschränkungen entsprechende Arbeit zu finden. Während die im Juni registrierten schwerbehinderten Hartz IV-Bezieher im Bundesdurchschnitt 790 Tage und in Bayern 663 Tage arbeitslos waren, waren es im Landkreis Cham mit 335 Tagen um 13 Prozent weniger als im Durchschnitt 2018, freut sich Beer in seinem Halbjahresbericht an die Behinderten-Beauftragte des Kreistages Cham, Wera Müller. „Solche Nachrichten hört bzw. liest man gerne“, freute sich Müller postwendend über die neuesten Zahlen aus dem Jobcenter.

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