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Geschichte

Cham in den 1920er Jahren

Stadtarchivar Timo Bullemer hat wieder mal in alten Zeiten gestöbert. Die Ausstellung im SPUR-Museum startet am 8. Juli.

Ein Bild von 1927: Fußballclub Cham gegen eine Mannschaft der Spielvereinigung Fürth Foto: Stadtarchiv Cham
Ein Bild von 1927: Fußballclub Cham gegen eine Mannschaft der Spielvereinigung Fürth Foto: Stadtarchiv Cham

Cham.Die Zwanzigerjahre sind das Thema einer heimatgeschichtlichen Ausstellung im ehemaligen Armenhaus (Museum SPUR, Schützenstr. 7). In zwei Erdgeschossräumen beleuchtet das Stadtarchiv einen Zeitabschnitt, der nicht nur in den großen Metropolen, sondern auch im eher beschaulichen Cham seine Spuren hinterließ. Historische Fotos und erläuternde Texte erinnern an dieses unruhige, aber sehr lebendige Jahrzehnt, dessen Einfluss noch heute zu erkennen ist. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 8. Juli, um 14 Uhr.

Die ersten Jahre standen noch ganz im Zeichen des verlorenen Ersten Weltkrieges. Die Bevölkerung litt vor allem unter Lebensmittelknappheit, Wohnungsnot und Preissteigerungen. Besonders die Inflation nahm 1923 extreme Ausmaße an.

Rahmenprogramm zur Ausstellung

  • Führungen

    Stadtarchivar Timo Bullemer bietet Termine für Führungen an. Der Gang durch die Innenstadt ist kostenlos und dauert ca. 90 Minuten.

  • Erster Termin

    Am 15. Juli um 14 Uhr können Interessierte erstmals Erinnerungen und Überresten aus den Zwanzigerjahren nachspüren.

  • Zweiter Termin

    Am Sonntag, 23. September, wird diese Veranstaltung um die gleiche Uhrzeit wiederholt. Treffpunkt ist das Museum SPUR.

Gerne spricht man heutzutage von den „goldenen“ oder „wilden“ Zwanzigerjahren. Zum Teil trifft diese Beschreibung auf die Verhältnisse in Cham zu. Zahlreiche öffentliche Baumaßnahmen sorgten für wirtschaftliche Belebung. Dazu gehören zum Beispiel die Errichtung des Studienheims St. Josef oder der Um- und Erweiterungsbau der Mädchen-Realschule.

In diesem Jahrzehnt wurde auch Sport ausgesprochen beliebt. Während Fußball vor dem Ersten Weltkrieg noch als „undeutsche Fußlümmelei“ verspottet wurde, feierte dieses Spiel in den 1920er Jahren einen erstaunlichen Siegeszug. In Cham wurde damals der Fußball-Club Cham gegründet. Diese und andere Themen präsentiert die Ausstellung in kompakter Form. Öffnungszeiten: Mittwoch, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 14–17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Die Ausstellung endet am Sonntag, den 6. Januar 2019. Der Eintritt ist frei.

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